Münster: Ruf der Stadt leidet nicht unter „Pro Hindenburgplatz“ +Update+

Neuer Bürgerentscheid
Die Münsteraner steuern auf einen weiteren Bürgerentscheid zu. Die Bürgerinitiative „Pro Hindenburgplatz“ überreichte gestern im Rathaus zwei große Kartons, die nach eigenen Angaben 16 689 Unterschriften enthalten. Ihr Ziel: die Umbenennung des Hindenburgplatzes in Schlossplatz soll rückgängig gemacht werden. WN-Redakteur Klaus Baumeister sprach über das Thema mit Stefan Leschniok, Sprecher der Bürgerinitiative.

Es gibt Berichte über Kontakte zwischen der Bürgerinitiative und der Partei „Pro NRW“. Was ist da dran?

Leschniok: Nichts. „Pro NRW“ behauptet auf seiner Internetseite, dass sie uns unterstützt. Wir Sprecher der Bürgerinitiative wissen davon nichts. Bei mir drängt sich der Verdacht auf, dass es sich hierbei um eine Trittbrettfahrerei handelt. Unsere Initiative ist überparteilich, und wir wollen mit Extremisten nichts zu tun haben. Lesen Sie hier das vollständige Interview.

Kommentar
Recht hat er, der gute Herr Leschniok. Ob in Mönchengladbach bei der Bürgerinitiative gegen die Salafisten oder jetzt hier bei der Umbenennung eines Straßennamens. Pro NRW will sich nur ins Spiel bringen um ihre dumpfe ProPaganda los zu werden und um Presse zu bekommen. Dabei haben die Islam-Allergiker immer noch nicht kapiert, dass nach der Infiltration durch NPD und DVU kein Mensch mehr etwas mit ihnen zu tun haben will.

Update: 16 689 Unterschriften wurden Oberbürgermeister Markus Lewe am Freitag überreicht. 16 689 Stimmen also, die sich für den Erhalt des Namens „Hindenburgplatz“ und gegen eine Umbenennung in „Schlossplatz“ aussprachen. 9 499 gültige Unterschriften von wahlberechtigten Münsteranern hätten bereits gereicht, um von einem erfolgreichen Bürgerbegehren sprechen zu können. Nun steht schon vor dem offiziellen Ende der Auszählung fest: Die Initiative war erfolgreich.
Die bisher ausgewerteten Stimmen belaufen sich auf über 4% der wahlberechtigten Bevölkerung in Münster, so dass der Rat am kommenden Mittwoch das Bürgerbegehren formell anerkennen und das Thema „Hindenburgplatz“ erneut auf die Agenda setzen muss.

Ihr Ronald Micklich

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