Pro NRW: „Lügen haben kurze Beine, aber lange Nasen“

Wunschträume
Am 01.06.2011 tönte es von der ProPaganda-Seite der Bürgerbewegten:

„Die PRO-BEWEGUNG hat mit rund 1000 Teilnehmern und einer Gesamtdemoroute von ca. 3 Kilometer – einschließlich der Überquerung  einer der zentralen Kölner Rheinbrücken und einer Großkundgebung auf dem Heumarkt – am 7. Mai eindrucksvoll ihre Handlungsfähigkeit unter Beweis gestellt. PRO ist sowohl in der Domstadt als auch in ganz NRW inzwischen fest verankert und als Marktführer rechts der Mitte nicht mehr aus dem politischen Spektrum des Landes wegzudenken. Der Marsch für die Freiheit wird als Traditionsveranstaltung in Zukunft jährlich in Köln fortgeführt werden!“

Realität
Im heute vorgestellten Verfassungsschutzbericht 2011 ist Folgendes zu lesen:

„Nachdem zwischen 2008 und 2010 zwei „Anti-Islamisierungskongresse“ und ein „Anti-Minarettkongress“ durchgeführt worden waren, luden „pro Köln“/„pro NRW“ am 7. Mai 2011 zum „Marsch für die Freiheit“ nach Köln ein. Insgesamt beteiligten sich an der Veranstaltung 326 Personen des rechtspopulistischen und rechtsextremistischen Spektrums, darunter auch zahlreiche Vertreter aus dem europäischen Ausland.

Kommentar
Da haben die Lautsprecher von Pro NRW mal wieder bewiesen wie maßlos ihre Übertreibungen sind. Von der Presse und auf einschlägigen Blogs wurden annähernd richtige Zahlen genannt. Wir berichteten von „knapp 350 Personen“ und lagen somit fast punktgenau. Bei den Aufschneidern von Pro NRW, „rund 1000 Teilnehmer“, sollte man, wie auch bei der Bekanntgabe der Mitgliederzahlen, die propagierten Übertreibungen durch 3 teilen um eine einigermaßen realistische Zahl zu erhalten. Dass diese Lügen immer wieder zum Bumerang werden, haben die verantwortlichen Strategen bisher  noch nicht begriffen.
„Mehr sein als scheinen“ empfahl der preußische Generalfeldmarschall Graf Alfred von Schlieffen 1903 in einer Rede anlässlich seines Dienstjubiläums den Generalstabsoffizieren als Wahlspruch. Doch die Bürgerbewegten vertrauen eben mehr ihrem General … sekretär.

Ihr Ronald Micklich

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Enteignung in der Euro-Krise: Zwangsanleihe für Reiche

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) schlägt vor, für Vermögen oberhalb von 250.000 Euro eine Zwangsabgabe zu erheben und damit die Staatsschulden zu reduzieren. Zunächst sollen Vermögende zum Kauf von Anleihen gezwungen werden, deren Rückzahlung von der weiteren Entwicklung der Staatsfinanzen abhängt.

Das DIW stützt sich auf eine eigene Simulationsrechnung: Würden Vermögen oberhalb eines Freibetrages von 250.000 Euro bzw. 500.000 Euro für Verheiratete mit einer Abgabe von 10 Prozent besteuert, ließe sich dadurch ein Finanzaufkommen in Höhe von neun Prozent der jährlichen deutschen Wirtschaftsleistung realisieren – das entspräche etwa 230 Milliarden Euro.

Die Zwangsanleihe soll alle Vermögensarten betreffen: Realvermögen wie Immobilien wären ebenso betroffen wie Finanzvermögen oder betriebliche Vermögenswerte. Mit einer solchen Maßnahme ließe sich die deutsche Staatsverschuldung „ein ganzes Stück näher“ an die Marke von 60 Prozent des BIP bringen, die einst im Maastricht-Vertrag als Obergrenze eingeführt wurde. Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.

Ihr B.S. Team