Köln: „Pro Köln“ wünscht Sondersitzung des Finanzausschusses

Pro Köln wünscht Sondersitzung
„Nachdem die pauschale Kulturabgabe auf Übernachtungen, auch „Bettensteuer“ genannt, vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gekippt wurde, beruft die Fraktion der Bürgerbewegung PRO KÖLN eine Sondersitzung des Finanzausschusses ein“, ist auf der Hausseite von pro Köln (19.07.) zu lesen.

Abgenutztes Sommerspektakel
Das selbe Theater, das selbe Vorgehen wie schon 1989, als in Köln die REP mit 7,4% und 7 Mandaten ins Kölner Rathaus einzogen. Übrig geblieben sind noch Manfred Rouhs als Vorsitzender von Pro Deutschland in Berlin und eben Markus Beisicht als Vorsitzender von pro Köln. Das Beantragen von Sondersitzungen in der Ferienzeit hat nicht nur in Köln Schule gemacht. Es wird gelegentlich hier und dort in den Räten mit Fraktionsstatus zelebriert, aber jedes Jahr in Köln. Die Kosten, die der Steuerzahler begleichen muss, interessieren dabei überhaupt nicht. Zu finden ist dies und weitere interessante Details der politischen Vorgehensweise von Markus Beisicht und Co. im Taschenbuch „Deutschland ganz Rechts“ von Michael Schomers. (ISBN 3-462-02026-9)

Bezirksvertretung Totalausfall
Dass Gereon Breuer, der für den seit über einem Jahr fehlenden Detlef Alsbach ab 21.07.2011 als Fraktionsmitglied in der Bezirksvertretung Köln-Chorweiler nachrückte und nun abgetaucht ist, sich von der Teilnahme an den Sitzungen entschuldigen lässt, verwundert nicht. Wir berichteten. Dass dann aber am 02.07.2012 auch noch der Fraktionschef Martin Schöppe seine Unpässlichkeit meldete, ist symptomatisch für die Splitterpartei. So fand eine wichtige Sitzung mit vielen Tagesordnungspunkten ohne Beteiligung von pro Köln statt. Da die „politischen Hochkaräter“ eh nicht ernst genommen werden, fällt es auch nicht auf, wenn 2 Gegenstimmen bei den Entscheidungen fehlen. Wichtiger scheinen den pro-Vertretern die Aufwandsentschädigungen zu sein, die so oder so eingesackt werden. Ärgern dürften sich allerdings die Wähler, die im Vertrauen auf politisches Engagement für ihre Interessen pro Köln gewählt haben und nun sehen, wie ihre Stimmen im Nirwana versinken.

Warum also nochmals den „Islam-Allergikern“ eine Stimme geben?

Ihr Ronald Micklich

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