EU – Schuldenkrise: Juncker warnt vor dem Ende der Euro-Zone

Zeit drängt
Es gibt keine Zeit zu verlieren, meint Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker. Weil die Euro-Zone zu zerbersten droht, kündigt er schnelle Entscheidungen an. Die deutsche Politik nimmt er für den Umgang mit Griechenland hart ins Gericht.

Euro-Gruppen -Chef Jean-Claude Juncker hat Entscheidungen über Euro-Rettungsmaßnahmen für die nächsten Tage angekündigt. „Wir sind an einem entscheidenden Punkt angekommen“, sagte der luxemburgische Regierungschef der „Süddeutschen Zeitung“. „Die Welt redet darüber, ob es die Euro-Zone in einigen Monaten noch gibt.“ Die Euro-Länder müssten jetzt „mit allen verfügbaren Mitteln“ ihre feste Entschlossenheit zeigen, die Finanzstabilität der Währungsgemeinschaft zu garantieren: „Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren.“

Juncker greift deutsche Politik(er) an
Teile der deutschen Politik griff Juncker scharf an. Er frage sich, warum Deutschland die Euro-Zone „wie eine Filiale“ behandele. Danach gefragt, wie viel Zeit Griechenland noch für Reformanstrengungen bleibe, sagte Juncker: „Ich wundere mich immer wieder, dass man vor allem in der Bundesrepublik stets mahnt, wir müssen den Troika-Bericht abwarten. Aber schon bevor er da ist, erklärt man was drin steht.“ Dies sei keine europäische, sondern deutsche Innenpolitik. „Wieso eigentlich erlaubt sich Deutschland den Luxus, andauernd Innenpolitik in Sachen Eurofragen zu machen? Warum behandelt Deutschland die Euro-Zone wie eine Filiale?“ Vollständiger Bericht

Ihr B.S. Team

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