Köln/Leichlingen: Telefonat mit Christopher v. Mengersen und „Fürze“ aus den Fraktionsräumen von „pro Köln“

Feierabend?
Nach einem anstrengenden Foto-Shooting bei der GDL-Demo in Köln, war ich froh am frühen Abend zurück zu Hause zu sein und beim schönen Sonnenwetter die Beine auszustrecken und zu relaxen.
Abschalten war angesagt. Ich war froh, die bekannten Gesichter nicht mehr ertragen zu müssen und hatte das Kapitel „Islam-Allergiker“ in die Wochenend-Schublade verbannt.

Zu früh gefreut
Aber wie so oft  im Leben, zu früh gefreut. Gegen 21:01 Uhr  klingelte mein Telefon. Nichts Böses ahnend nahm ich das Gespräch einer mir zunächst unbekannten Mobilfunknummer 0173/4268567 an. Zu meiner großen Überraschung meldete sich eine Person, die sich mit Christopher von Mengersen vorstellte. Mengersen ist mir von einer Demo in Bonn in unangenehmer Erinnerung. Sein Begehr ist schnell umschrieben. Mengersen störte sich an einem Kommentar in einem anderen Artikel der Bergischen-Stimme über folgendem Wortlaut:

„Denkt man dabei nur einmal an Christopher von Mengersens Auftritt mit der Westergaard Karikatur in Bonn, zeigt die Tendenz in die dunkle, braune Ecke.“

Unterschiedliche Ansichten
Mengersen forderte mich auf diesen Satz zu entfernen. Ein Urteil könne ich mir nicht erlauben, da ich ihn ja überhaupt nicht kennen würde, und auch noch nicht mit ihm persönlich gesprochen hätte.
Meine Ansicht ist einfach: Schon alleine die Tatsache, dass Mengersen die Westergaard-Karikatur mit seinem unvergleichlichen Gesichtsausdruck, auf den Schultern seines Kameraden sitzend, in Bonn präsentierte, lässt die Vermutung einer stark rechtslastigen Orientierung zu.
Im weiteren Verlauf des Gesprächs bemerkte Mengersen mehrmals, dass er von einem fremden Handy telefoniere. Meine Erklärung fortführend, dass er nach meiner Ansicht für die verletzten Polizisten eine gewisse Mitverantwortung trage, beendete Mengersen durch Abbruch des Gesprächs mitten im Dialog. Auch schien er sich in geselliger Runde befunden zu haben, was sich aus den Hintergrundgeräuschen schließen ließ.

Da der eingehende Anruf mit Rufnummer, Datum und Uhrzeit in der Anruferliste festgehalten wurde,  konnte auf einfache Art und Weise der Inhaber der Telefonkarte festgestellt werden. Der abgetauchte Fraktionsmitarbeiter Gereon Breuer war der ehemalige Nutzer der Rufnummer. Jetzt wird sie als Rufnummer für den Breuer-Ersatz Tony-Xaver Fiedler publiziert. Welch Überraschung!

Und noch ein Anruf
Wer nun dachte, der geruhsame Spätabend wäre angebrochen, irrt sich gewaltig. Um 22.18 klingelte es erneut. Der vorsorglich eingeschaltete Anrufbeantworter unterband eine weitere Diskussion. Der um ein erneutes Gespräch gebrachte Anrufer zeigt dann seine ganze Intelligenz. Mit einem täuschend echt oral hervorgebrachten Analfurz, brachte er meinen Anrufbeantworter zum Schweigen. Daran können Sie ermessen, wessen Geistes Kind der Anrufer war.
Auch hier wieder die Recherche: Der Anruf kam erstaunlicherweise von der Festnetznummer 0221/22191512 der Fraktionschefin Judith Wolter, aus den Fraktionsräumen von pro Köln in der Markmanngasse. Finanziert vom Steuerzahler. Ob Judith Wolter, Generalssekretär Markus Wiener  oder der Pro Köln-Vorsitzende Markus Beisicht wissen, was  an diesem späten Samstagabend in den Fraktionsräumen abging, ist unklar. Peinlicher geht es wirklich nicht mehr. Die fröhlichen Zecher scheinen nicht zu wissen, wo die Grenzen des Anstandes liegen.

Bilder der Anruferliste und der Rufnummern-Nutzer

Ihr Ronald Micklich


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Köln-Demo der GDL: Anmerkungen

Mobilmachung
Aus ganz Deutschland wurden die Teilnehmer an der GDL-Demo zusammen getrommelt. Gekommen sind letztendlich 50 unentwegte Dauerdemonstranten, die überall dabei sein wollen (oder müssen). Zahlenmäßig verteilt sich das Grüppchen auf ca. 18 Pro´ler, 10 Personen der „Freiheit“ sowie 6 PI- und PAX-Europa Anhänger. Der Rest (ca. 16 Personen) entfielen auf die GDL-Divisionen Hannover, Rhein-Main und Köln. Also eine Dominanz der vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich eingestuften Pro NRW / Köln Truppe.

Eröffnungsansprache

Bei der Eröffnungsansprache benötigte der Organisator der Demo Sebastian Nobile einen großen Teil seiner Redezeit, um zu vermitteln was die GDL nicht ist. Wie im Flyer der Gruppe beschrieben, distanziere man sich von „rechtsradikalen“ Gruppierungen. Schon allein die Tatsache, dass die Demo-Truppe von Pro-Mitgliedern dominiert wurde, und auch deren vorbestrafter Landesvize sprechen durfte, lässt an dieser Aussage Zweifel aufkommen.

So hat denn auch Herr Böttcher von Pro Deutschland und Herr Cristopher von Mengersen eine recht interessante Vita. Auf eine Kommentierung der Ansprachen soll hier verzichtet werden, diese finden Sie im Detail mit Kommentar auf den einschlägigen Blogs.

Diskussion am Rande
Der Pro NRW-Ratsherr aus Lemgo, Fabian Thies, vertritt energisch die Meinung, aus der Partei Pro NRW ausgetretene Mandatsträger müssen ihre Mandate zurückgeben. Von der Tatsache, dass alle von anderen Parteien zu Pro NRW / Köln gewechselten Politiker (z. B. Uckermann, Hüsgen, Branghofer mit Sohn, Schulze usw.) ihre Mandate mitgenommen haben, schien er nichts zu wissen. Auch das Pro NRW mit der „Kommunalpolitischen Vereinigung“ unzufriedene Mandatsträger anderer Parteien gewinnen will, scheint ihm entgangen zu sein.

Sein Lemgoer Stadtratsmandat vernachlässigt Herr Thies in unverantwortlicher Weise. So fehlt er seit Mai 2011 bei den Ratssitzungen. Auswirkungen sind nicht bemerkbar. Dies kann aus dem Ratsinformationssystem entnommen werden. Selbst die Lippische Landeszeitung berichtete darüber. Die Aufwandsentschädigungen fließen weiter, weiß die Presse zu berichten.

Kommentar

Die Interessen der Bürger werden nicht vertreten. Fabian Thies ist als politischer Totalausfall zu bewerten. Für die Lemgoer Bürger sicher ein Ärgernis, dass hoffentlich bei der nächsten Kommunalwahl seinen Niederschlag findet. Besser wäre es, Herr Thies würde sein Mandat zurückgeben, aber gibt es überhaupt einen akzeptablen Nachrücker?

Ihr Ronald Micklich

Köln: „GDL-Marsch“ – Fotostrecke

Hier finden Sie wie angekündigt die Fotostrecke mit 33 Bildern von der gestrigen GDL-Demo in Köln. Die Datei ist 3,24 MB groß. Ein kurzer Bericht zum Tagesgeschehen folgt später. Exklusiv für Sie dazu die Essenz aus einem Gespräch mit Herrn Fabian Thies und einem interessanten abendlichen Anruf von Herrn v. Mengersen bei mir.

Ihr Ronald Micklich