Köln-Demo der GDL: Anmerkungen

Mobilmachung
Aus ganz Deutschland wurden die Teilnehmer an der GDL-Demo zusammen getrommelt. Gekommen sind letztendlich 50 unentwegte Dauerdemonstranten, die überall dabei sein wollen (oder müssen). Zahlenmäßig verteilt sich das Grüppchen auf ca. 18 Pro´ler, 10 Personen der „Freiheit“ sowie 6 PI- und PAX-Europa Anhänger. Der Rest (ca. 16 Personen) entfielen auf die GDL-Divisionen Hannover, Rhein-Main und Köln. Also eine Dominanz der vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich eingestuften Pro NRW / Köln Truppe.

Eröffnungsansprache

Bei der Eröffnungsansprache benötigte der Organisator der Demo Sebastian Nobile einen großen Teil seiner Redezeit, um zu vermitteln was die GDL nicht ist. Wie im Flyer der Gruppe beschrieben, distanziere man sich von „rechtsradikalen“ Gruppierungen. Schon allein die Tatsache, dass die Demo-Truppe von Pro-Mitgliedern dominiert wurde, und auch deren vorbestrafter Landesvize sprechen durfte, lässt an dieser Aussage Zweifel aufkommen.

So hat denn auch Herr Böttcher von Pro Deutschland und Herr Cristopher von Mengersen eine recht interessante Vita. Auf eine Kommentierung der Ansprachen soll hier verzichtet werden, diese finden Sie im Detail mit Kommentar auf den einschlägigen Blogs.

Diskussion am Rande
Der Pro NRW-Ratsherr aus Lemgo, Fabian Thies, vertritt energisch die Meinung, aus der Partei Pro NRW ausgetretene Mandatsträger müssen ihre Mandate zurückgeben. Von der Tatsache, dass alle von anderen Parteien zu Pro NRW / Köln gewechselten Politiker (z. B. Uckermann, Hüsgen, Branghofer mit Sohn, Schulze usw.) ihre Mandate mitgenommen haben, schien er nichts zu wissen. Auch das Pro NRW mit der „Kommunalpolitischen Vereinigung“ unzufriedene Mandatsträger anderer Parteien gewinnen will, scheint ihm entgangen zu sein.

Sein Lemgoer Stadtratsmandat vernachlässigt Herr Thies in unverantwortlicher Weise. So fehlt er seit Mai 2011 bei den Ratssitzungen. Auswirkungen sind nicht bemerkbar. Dies kann aus dem Ratsinformationssystem entnommen werden. Selbst die Lippische Landeszeitung berichtete darüber. Die Aufwandsentschädigungen fließen weiter, weiß die Presse zu berichten.

Kommentar

Die Interessen der Bürger werden nicht vertreten. Fabian Thies ist als politischer Totalausfall zu bewerten. Für die Lemgoer Bürger sicher ein Ärgernis, dass hoffentlich bei der nächsten Kommunalwahl seinen Niederschlag findet. Besser wäre es, Herr Thies würde sein Mandat zurückgeben, aber gibt es überhaupt einen akzeptablen Nachrücker?

Ihr Ronald Micklich

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