Berlin: Pro Deutschland will vor Moscheen protestieren

Malonn und Seidensticker in Solingen

Seidensticker (links) und Malonn (mit Bild)

Mal wieder …
Die rechtspopulistische Partei „Pro Deutschland” plant vor Moscheen in Berlin die umstrittenen Mohammed-Karikaturen zu zeigen. Die Polizei ist in Sorge. Linke Gruppen wollen sich „verteidigen”.

Westergaard Karikatur muss wieder herhalten
Zum Ende des Ramadan will die rechtspopulistische Partei Pro Deutschland vor Berliner Moscheen protestieren. Wie der Berliner „Tagesspiegel“ berichtete, wollen Parteimitglieder bei der Aktion am kommenden Samstag unter dem Motto „Hasta la vista, Salafista“ dem Vernehmen nach die umstrittenen Mohammed-Karikaturen zeigen. Am kommenden Wochenende feiern die Muslime das Ende des Fastenmonats Ramadan. Laut „Tagesspiegel“ sieht das Berliner Polizeipräsidium mit Sorge auf das kommende Wochenende. Am Rande von ähnlichen Aktionen in Nordrhein-Westfalen hatte es im Frühjahr Ausschreitungen von Islamisten gegeben. Vollständiger Artikel

Kommentar
Auf dem „Schmuddelblog“ von Pro NRW freuen sich die „Islam-Allergiker“ schon. „Es gibt schon jetzt wieder 7 Pressemitteilungen“, oder ähnlich ist der Grund der Freude. Jetzt soll die ProPaganda-Aktion, die über die Grenzen von NRW hinaus so großes Presseecho fand, auch in Berlin angewendet werden. Zuerst als Demo vor Moscheen und gegen Muslime im Landtagswahlkampf 2012 in NRW geplant, brachte die Eskalation der Gewalt, von den Salafisten ausgehend, den Fingerzeig auf die Schwachstelle im Gesetz.
So wird die erfolgreiche Taktik aus Solingen und Bonn nun wieder in Berlin zur Beschaffung von Öffentlichkeit genutzt. Maximale Provokation der Salafisten unter dem Schutz der Polizei ist die Devise. Lars Seidensticker (Pro Deutschland, Ressort Heimat und Menschenrechte) kann dann wieder seine islamfeindlichen Hetzreden halten, und Mario Malonn (Pro Deutschland, Ressort Soziales, Arbeit und Integration) die Westergaard Karikatur hochhalten. Eskaliert dann die Gewalt, tönt es wieder: „Wir sind die Guten, dort stehen die Bösen“. Über die Gefahr, die durch die Provokation ausgeht ist man sich sehr wohl bewusst. „Das ist unser Recht“ ist das Totschlag-Argument für diese miese Vorgehensweise.
Demo ja, freie Meinungsäußerung ja, Versammlungsrecht ja. Beleidigungen nein, rassistische Hetze nein, maximale Provokation nein. Legt den Brandstiftern auf beiden Seiten endlich das Handwerk.

Ihr Ronald Micklich

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