EU-Troika: Griechenland fehlen weitere 2,5 Milliarden

Kurz vor dem Besuch des griechischen Ministerpräsidenten in Berlin machen neue Defizitschätzungen die Runde: Für 2013 und 2014 fehlen Griechenland nach einem Medienbericht bis zu 14 Mrd. Euro. Finanzminister Schäuble lehnt ein weiteres Hilfspaket ab.

Fehlbedarf von 14 Milliarden Euro
Der “Spiegel” schreibt, dass Griechenlands Finanzierungslücke größer ist als bislang bekannt. Der Regierung fehlten in den beiden kommenden Jahren nicht 11,5 Milliarden Euro, sondern bis zu 14 Milliarden Euro, berichtete das Magazin am Samstag vorab unter Berufung auf die Gläubigertroika aus Internationalem Währungsfonds, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission. Ursache sind demnach Rückschläge bei Privatisierungen und die wegen der verschlechterten Wirtschaftslage ausbleibenden Steuereinnahmen. Die genaue Höhe des zusätzlichen Finanzbedarfs solle Anfang September ermittelt werden. Dann reisen Vertreter der Troika zu ihrem nächsten Besuch nach Griechenland.

Griechische Regierung hat keinen Plan
Die Delegation monierte in ihrem Zwischenbericht laut “Spiegel” zudem, dass die Regierung von Ministerpräsident Antonis Samaras bislang schon nicht erklären konnte, wie sie Einsparungen von 11,5 Milliarden Euro erreichen will. Rund ein Drittel sei ungedeckt. In der Eurozone sei nun im Gespräch, dass die Geberländer einen Rabatt auf die Zinsen für ihre Hilfskredite gewährten oder sich mit einer kompletten Stundung einverstanden erklärten, hieß es in dem Bericht.

Schäuble bleibt hart
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will die wachsende Finanzierungslücke in Griechenland nicht mit einem neuen Hilfsprogramm stopfen. “Wir können nicht schon wieder ein neues Programm machen”, sagte Schäuble am Samstag in Berlin. Es gebe Grenzen und man könne nicht verantworten, “Geld in ein Fass ohne Boden zu werfen”. Vollständiger Artikel

Ihr B.S.Team

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