Griechenland: Deutschland soll für den Zweiten Weltkrieg Reparationen zahlen

Erneute Reparationszahlungen sollen helfen
Kurz vor dem Troika-Bericht versucht Griechenland, seine Bilanz aufzubessern. Die Idee: Deutschland soll für den Zweiten Weltkrieg Reparationen zahlen. Das ist jedoch bereits geschehen – das Geld ist nur nie angekommen.

Griechenland kartet nach
Vor zwei Jahren noch war zwischen Berlin und Athen alles klar: Reparationszahlungen, so der griechische Premier Giorgos Papandreou damals in der „FAZ“, seien „eine offene Frage, aber kein Thema, das wir auf unsere Tagesordnung setzen, weil wir derzeit ganz andere Schwierigkeiten haben“. Die sind nicht weniger geworden – gerade wird um ein neuerliches Hilfspaket gerungen. Dennoch gab das Finanzministerium in Athen am Montag bekannt, man wolle Beweise zusammentragen, um Reparationsforderungen gegen Deutschland begründen zu können – wegen Gräueltaten und Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs.

Alle Jahre wieder
Innenpolitisch ist das nachvollziehbar. Viele Griechen machen Berlin für die strikte Sparpolitik in ihrem Land verantwortlich. Die Forderung nach deutschen Reparationen ist populär – alle paar Jahre kursieren neue Rechnungen. Im Moment schreibt die griechische Presse von 300 Mrd. Euro. Dabei gibt es nichts mehr zu reparieren. So jedenfalls sehen es Bundesregierung und Historiker: „Forderungen gab es schon immer. Es wurde aber auch schon mehrfach gezahlt“, sagt Heinz Richter, Professor für moderne griechische Geschichte. Vollständiger Artikel
Ihr B.S. Team

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