Pro NRW: Die Ängste des Markus Beisicht und mehr

Markus Beisicht

Markus Beisicht in flüssiger Rede vor der Moschee in Köln-Ehrenfeld 2012

Die Ängste des Vierfachvorsitzenden
In einem ZDF-Interview- Vorspann bekennt sich der Vorsitzende der Bürgerbewegten zu seinen Ängsten. „Wenn ich zum Beispiel in Köln-Ehrenfeld vor der Groß-Moschee stehe, dann fühle ich mich schon bedroht, da habe ich Angst, da wird ja kaum noch Deutsch gesprochen, da existieren halt islamische Parallelwelten und die beängstigen mich schon“, führt Markus Beisicht mit bedrückter Miene aus.

Die friedlichen Pro´ler
Im Ausschnitt des Beisicht-Interviews wird das Thema „Zeigen der Westergaard Karikaturen“ angesprochen. Beisicht beruft sich auf eine „völlig friedliche Meinungsäußerung“ und stützt sich auf das Grundgesetz. „Wir haben weder mit Steinen geworfen, wir haben weder Polizeibeamte attackiert, wir haben ganz normal Grundrechte wahrgenommen.

Pro NRW als verfassungsfeindlich eingestuft
Beisicht weiter:“ Als Demokrat diskutiere ich mit Jedem“. Dazu sagt der Reporter: „Demokratie ist ja auch nicht das was Sie unbedingt anstreben, denn Sie hetzen ja einfach auch.“

Um die Glaubwürdigkeit seiner immer wieder propagierten Verfassungskonformität zu beweisen, verweist Beisicht triumphierend auf den Aufnahmeantrag der Bürgerbewegten, den er im Auszug vorliest: „,“Ich bekenne mich zu den Werten der freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.„‚ Das ist Voraussetzung für eine Aufnahme als Mitglied bei Pro NRW.“

Den Einwand des Reporters, der Deutsche Staat habe Probleme mit  Pro NRW, da die Partei als verfassungswidrig eingestuft wird, kann Beisicht vor sich hin stotternd nicht wechseln.

Kommentar
 „Wir haben weder mit Steinen geworfen …“  schauen Sie bitte mal in dieses Video (ab Minute 10:50). Bei der Demo an der Solinger Moschee am 01.05.2012 wurde auch mit Gegenständen (vermutlich einem Stein) aus den Reihen der Pro NRW Demonstranten geworfen. Gut zu erkennen ist ein Kreisvorsitzender von Pro NRW, wie er sich bückt, einen Gegenstand aufhebt und diesen in Richtung der Polizisten und Salafisten wirft. Über die Demonstrationen in Solingen, Bonn und auch Berlin, bei denen die Westergaard Karikaturen gezeigt wurden, haben wir ausführlich berichtet.

Zum Thema Aufnahmeantrag:
Schon 2010 standen die 15 Worte „Ich bekenne mich …“ auf dem Aufnahmeantrag von Pro NRW. Ergo müssten diesen Antrag offensichtlich z.B. auch ex. NPD´ler Andreas Molau, ex. NPD´ler André Hüsgen, die ex. DVU´ler Max Branghofer mit Sohn Gerald und die ehemalige Werbeikone der NPD, Claudia Gerhardt, unterschrieben haben.

Welche Prüfungskriterien wurden hier zugrunde gelegt und wer hat über die Anträge entschieden? Waren die Entscheider/innen blind auf dem „Rechten“ Auge? Keine Fragen nach vorausgegangenen Mitgliedschaften in anderen Parteien und welche Funktionen der/die Antragsteller/innen inne hatten?

Andreas Molau, ehemaliges Vorstandsmitglied und Verantwortlicher für die Öffentlichkeitarbeit bei Pro NRW gibt in einem Interview Aufschluss:

Frage: Pro NRW wird vom Verfassungsschutz in NRW beobachtet und gilt als rechtsradikal. Sie kennen die Organisation von innen.

Antwort Molau: […] “Viele bei Pro NRW sind bürgerliche Konservative und keine Rechtsradikalen. Auch in der Spitze gibt es Konservative, wie Judith Wolters. Aber die haben zum Teil nicht begriffen, in welche Richtung der Pro-Zug fährt. Markus Beisicht ist ein klassischer Rechtsextremist. […]

Und eben dieser Vorsitzende Rechts-Anwalt Markus Beisicht verweist auf den Passus im Aufnahmeantrag.  Wer´s glaubt wird selig!

Ihr Ronald Micklich

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