Münster: Es bleibt beim „Schlossplatz“

Hindenburgplatz

Der „Hindenburgplatz“ in Münster ist nun Geschichte, es bleibt beim „Schlossplatz“

Bürgerinitiative pro Hindenburgplatz gescheitert
Die Münsteraner entscheiden sich mehrheitlich gegen den „Hindenburgplatz“, der zweitgrößte innerstädtische Platz Europas heißt nun definitiv „Schlossplatz“. Umbenannt wurde er schon im März. Dagegen hatte eine Bürgerinitiative mobil gemacht.

Der „Schlossplatz“ in Münster wird nicht wieder nach dem umstrittenen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg benannt. Bei einem Bürgerentscheid lehnte eine Mehrheit von 59,4 Prozent die Umbenennung ab.

Für „Schlossplatz“ stimmten nach Angaben der Stadt 56.717 Bürger, 38.801 Wahlberechtigte wollten die frühere Bezeichnung „Hindenburgplatz“ zurück. An der Abstimmung beteiligten sich 40,3 Prozent der Wahlberechtigten. Quelle

Kommentar
Immerhin knapp 18.000 Münsteraner Bürger mehr als die Hindenburgplatz-Befürworter, waren auf der Seite der Schlossplatz-Wähler zu verzeichnen. Ein deutliches Ergebnis. Warum fiel die als „Kopf an Kopf Abstimmung“ vermutete Wahl so drastisch aus?

Es ist durchaus denkbar, dass die Trittbrettfahrer von Pro NRW die Wahl zu Ungunsten der Pro Hindenburg-Bürgerinitiative beeinflusst haben. Nach deren Ankündigung, bei einem Votum für den Hindenburgplatz dort ein „großes politisches Volksfest“ zu veranstalten und nach dem Wirbel um die vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichneten Sekte zum Thema ProVokation, ist zu vermuten, dass dies der Initiative mächtig viele Stimmen gekostet hat. Pro NRW-Kontaminierte haben ersichtlich keine Chance in der Öffentlichkeit.

Ihr Ronald Micklich

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