Pro NRW Demo Bonn: Vorhaben stark eingeschränkt

König Fahd Moschee BonnKeine Karikaturen, anderer Demo-Ort
Die Polizei hat der rechtsextremen Splitterpartei Pro NRW verboten, auf einer für Samstag in Bonn geplanten Kundgebung islamfeindlichen Karikaturen zu zeigen. Außerdem habe sie der Partei einen anderen Kundgebungsort zugewiesen, teilte die Behörde mit. Ein entsprechendes Schreiben sei Pro NRW am Donnerstagabend zugesandt worden. Quelle

Ob Pro NRW das Karrikaturenverbot noch vor Gericht anfechtet ist noch unklar. Nach bisherigen Informationen sollen morgen bis zu 1000 Polizisten in Bonn vor Ort sein. Bei der letzten Kundgebung am 5. Mai waren nach Ausschreitungen mit radikalislamischen Salafisten fast 30 Menschen verletzt worden. Quelle

Kommentar
Die ProPaganda der pressegeilen Trittbrettfahrer von Pro NRW verpufft im Niemandsland. Nicht vor der König-Fahd-Akademie in Bonn, sondern irgendwo in Bonn können die Mahnwächter ohne Beteiligung der Öffentlichkeit ihre Tiraden herunterleiern und die Moscheeschilder in den Regenhimmel strecken. Aufmerksamkeit bekommen sie jedenfals keine.

Ergänzung aus der Polizei-Pressekonferenz
Die rechtsextremistische Pro NRW hat am Montagnachmittag (24. September 2012) bei der Polizei Bonn für Samstag, 29. September 2012, 11 Uhr bis 16 Uhr, in Bonn-Lannesdorf eine Mahnwache und Kundgebung zum Thema „Für Meinungsfreiheit – gegen islamistischen Extremismus“ mit 100 Teilnehmern angemeldet und dabei angekündigt, erneut islamfeindliche Karikaturen zu zeigen.

„Durch das provozierende Zeigen der islamfeindlichen Karikaturen in Bonn besteht eine Gefahr für deutsche Einrichtungen im Ausland und eine Gefahr für Leib und Leben deutscher Mitbürgerinnen und Bürger, die sich in diesen Einrichtungen aufhalten oder beschäftigt sind. Wir nehmen diese Gefährdung sehr ernst und berücksichtigen sie bei unseren Entscheidungen. „Deshalb haben wir Pro NRW das Zeigen der islamfeindlichen Karikaturen verboten“, erläutert die stellvertretende Behördenleiterin.

Da am 5. Mai 2012 nach dem provozierenden Aufzeigen der islamfeindlichen Karikaturen schwerste Ausschreitungen mit etlichen verletzten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten sowie massiven Sachbeschädigungen und Vandalismus in Lannesdorf die Folge waren, muss bei dem von ProNRW geplanten Verlauf erneut damit gerechnet werden, dass die unmittelbaren Anwohner durch Vandalismus und Sachbeschädigungen betroffen sein werden, wie dies bereits durch die für sie stark belastenden Ereignisse des 5. Mai 2012 der Fall war. Schon aus diesem Grund wurde der Aufstellungsort zur Mallwitzstraße in Höhe des Hauses Nr. 14a verlegt. Quelle

Ihr B.S. Team

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