Pro NRW: „Die Grundgesetzpartei“??

Pro NRW Ordner bei der Demo in WuppertalGrundgesetzpartei?
Der Vierfachvorsitzende von Pro NRW, Markus Beisicht, bezeichnet seine Splitterpartei auch gerne als „Grundgesetzpartei“. So zuletzt am 11.10.2012 auf der Hausseite der Bürgerbewegten zum Thema „Meinungsfreiheit“ und der Demo am 27.10.2012 in Wuppertal.

Alte Tatsachen
Der Verfassungsschutz bezeichnet Pro NRW als verfassungsfeindlich. Der ausgetretene ex. NPD´ler Andreas Molau, zuletzt Vorstandsmitglied bei Pro NRW, bezeichnet Beisicht als klassischen Rechtsextremisten. Ein weiteres Vorstandsmitglied, Claudia Gehrhardt, ist die ex. Werbeikone der NPD. Ihr Lebensgefährte André Hüsgen, ein ex. NPD´ler, fristet sein Dasein u. a. als Mitarbeiter in Beisichts Fraktionsbüro in Leverkusen. Max Branghofer, ex. DVU´ler, ist ebenfalls als Beisitzer in dieser Riege anzutreffen. Die Reihe ähnlich gestrickter Mitglieder, ohne Funktionärstätigkeit, kann beliebig erweitert werden.

Neuzugänge
Im Demo-Zug von Pro NRW am 27. 10.2012 in Wuppertal fiel ein junger Mann auf (Pfeil), der gekleidet im GDL-Kostümchen (German-Defence-League) in deren Reihen mit marschierte. Ausgestattet mit einer Ordnerbinde war er sicher auch als solcher bei der Polizei gemeldet.

Einem Hinweis aus interner Quelle zufolge soll es sich um einen gewissen Alexander A. handeln, der wegen seiner NPD-Aktivitäten bekannt sein soll. Dies belegen Bilder von einer Mahnwache des NPD Kreisverbandes Krefeld/Kleve am 22.10.2011 anlässlich des bundesweiten NPD-Aktionstages in Mönchengladbach und Krefeld. Auch bei einem Heldengedenken am 13.11.2011  – „Ewig lebt der Toten Tatenruhm“- ist der Pro NRW-Ordner in erster Reihe mit schwarzer Fahne als Kranzträger abgelichtet zu sehen.
Dass ausgerechnet auf der Hauptseite von Pro NRW, in ihrer Bilderstrecke (Bild 12, DSC-142), ein Bild ins Netz gestellt wird, wo dieser NPD-Akteur als Ordner Markus Beisicht bei seinem „ewig gleichen Geschwätz“ an seiner „rechten Seite“ flankiert, sagt eigentlich schon alles.

Richtig verstanden?
Markus Beisicht scheint irgendetwas durcheinander zu werfen. So war am 18.09.2012 in der Presse zu lesen:

Wie aufgeheizt die Stimmung war, dokumentiert ein Video, von dem Richter Krebber am Montag eine Passage vorspielte. Gegen den lautstarken Protest der Demonstranten von der Gegenseite versuchte Markus Beisicht als Versammlungsleiter, sich mit einem Lautsprecher zu behaupten. Die Schmähungen, die ihn vor Gericht gebracht haben, begannen mit dem Satz, er sehe „einen aufgeregten grünen Bundestagsabgeordneten“, der sich „als Obergauleiter dieser SA-Horden“ aufspiele; das seien „die Kinder von Adolf Hitler“, beherrscht von derselben Ideologie: „Die haben auch so angefangen.“

Kommentar
Wer sind denn diese Kinder? Die Gegendemonstranten oder Beisichts Ordner? Pro NRW öffnet den Zugang für alle die kommen. Der braune Sumpf verdickt sich durch die Abgänge „rechtskonservativer Mitglieder“ zusehends. Offensichtlich hat der Vorsitzende und sein General die Mitglieder und Demo-Teilnehmer nicht mehr unter Kontrolle. Die Führungsschwäche des Vorsitzenden fordert nun seinen Tribut. Ein Wechsel an der Spitze wird auch nichts mehr retten. Wer soll diese Splitterpartei noch wählen? Der Letzte macht die Türe zu.

Ihr Ronald Micklich

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