Im Interview: Pro NRW Neumitglied Andreas Winkler zur „Vergewaltigungsaffäre“

Screenshot XTRANEWS Magazin

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Plattform für Winkler
„Ex. Pirat Winkler Vergewaltiger oder Justizopfer?“ wird in Großbuchstaben auf der Titelseite des Duisburger Magazins XTRANEWS publiziert.
Das 41 jährige Pro NRW Neumitglied gab dem Magazin ein Exclusiv-Interview, oder anders ausgedrückt, unter der Überschrift „JETZT REDE ICH“ wurde dem Selbstdarsteller Andreas Winkler eine Plattform geschaffen, auf der er sich ausweinen durfte.

Einvernehmlich „flachgelegt“!
Dem Leser stehen die Tränen in den Augen. Zu der angeblichen Vergewaltigung einer gerade mal 16 Jahre alt gewordenen jungen Frau, die Winkler erst am selben Tag auf der Straße getroffen haben will, liest man dann folgende Aussagen des Verurteilten:

[…]„Natürlich hatte ich im Hintergrund geplant, das Mädel flach zu legen.“ „…fingen wir plötzlich an rumzuknutschen, zu fummeln, halt Petting zu machen. Sie fragte mich, ob wir nun eine Beziehung hätten, was ich natürlich aus der Situation heraus sofort bejahrte.“[…] (sic!) und weiter:

[…] „…hatten wir einvernehmlichen Geschlechtsverkehr und keine mehrfache Vergewaltigung, wie es im Nachhinein behauptet wurde. Nachdem wir miteinander geschlafen haben, habe ich ihr mitgeteilt, dass doch nichts aus uns wird.“ […]

Drittklassige Verteidigung
Winkler beklagt den seiner Meinung nach schlechten Rechtsbeistand, den er nach seiner Festnahme bestellen durfte. […] “Hier konnte ich dann auch eine Anwältin einschalten. Eine „Notanwältin“, die ihr Staatsexamen auf dem dritten Bildungsweg absolviert hatte. Schlechter hätte es gar nicht laufen können.“ […]

U-Haft und der Deal
Winkler wurde dem Haftrichter vorgeführt, der ihn direkt in U-Haft schickte. Winkler:

[…] „Meine Anwältin hat mich dann auch öfters in U-Haft besucht. Ich bin nie von meiner Geschichte abgewichen, aber meine Anwältin glaubte mir auch nicht. Bis zwei Wochen vor der Verhandlung habe ich meine Aussage nicht geändert. Zu diesem Zeitpunkt kam meine Anwältin und hat mir einen Deal den sie mit der Staatsanwaltschaft ausgearbeitet unterbreitet. Entweder ich gebe die Tat wie später angeklagt zu und bekomme zwei Jahre auf Bewährung und kann nach der Verhandlung direkt nach Hause oder ich gehe für mindestens für drei Jahre in den Knast.“ […]

Kommentar
Am 14.12.2012 berichtete die Bergische Stimme unter dem Titel „Die Andreas Winkler Fiktion“ über die krampfhaften Versuche der Pro-Strategen Herrn Winkler mit einem „lupenreinen polizeilichen Führungszeugnis“ als völlig unbescholtenes Unschuldslamm darzustellen.

Nun sieht die Angelegenheit nach unserer Einschätzung deutlich anders aus. Zumal Herr Winkler auf die Frage:

xn: „Nach der Verurteilung sind sie aber doch wieder straffällig geworden oder?“ antwortete:
Andreas Winkler: „Ja, dumme, dumme Sachen. Aber was hat Betrug mit Vergewaltigung zu tun?

Summa summarum; so viel zu der „Unbescholtenheit“ des Pro NRW-Neumitgliedes Andreas Winkler.

Im Juni 2012 führte XTRANEWS ein Interview mit dem augenscheinlichen Opfer der Vergewaltigung. Es dürfte sicher von  öffentlichem Interesse sein den Inhalt dieses Interviews zu kennen. Nach der „Winkler-Geschichte“ sollte auch dem Opfer die Möglichkeit eingeräumt werden, Stellung zu Winklers Behauptungen zu nehmen.

Die Hervorhebungen (Fettschrift) und Unterstreichungen in den „Zitaten“ erfolgten durch die Redaktion „Bergische Stimme“.

Ihr Ronald Micklich

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