Niederösterreich und Kärnten: Freiheitliche schmieren ab

FPÖ+FPKNiederösterreich – FPÖ verliert Landesrat
Die FPÖ muss einen Stimmenverlust hinnehmen, die Partei erreicht 8,2 Prozent (-2,26%) und rutscht auf Platz vier. Die FPÖ verliert zwei Mandate im Landtag und auch ihren Sitz in der Regierung, die nach dem Proporzsystem gebildet wird. Der „Mut zur Heimat“, den die FPÖ plakatierte, wurde nicht belohnt. In der FPÖ könnte nach der Wahl eine Obmanndebatte ausbrechen. Quelle

Stimmen: FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache gestand für seine Landespartei kein „Optimalergebnis“ ein. Landesobfrau Barbara Rosenkranz bezeichnete die Verluste der FPÖ als „schmerzlich“. Die Spitzenkandidatin gestand auch ein, dass die Wahlziele nicht erreicht wurden.

Kärnten – Desaster für die FPK
Für die Schwesterpartei der FPÖ, der Freiheitlichen Partei Kärnten wurde die Wahl zum Desaster. Von den ehemals 17 Landessitzen blieben nur 6 Sitze übrig. Die FPK hatte am 1. März 2009 ein Rekordergebnis zu verzeichnen. Knapp fünf Monate nach dem Unfalltod von Landeshauptmann Jörg Haider wurden 44,89 Prozent der Stimmen erreicht – noch für das BZÖ. Im Dezember 2009 wechselten schließlich 17 Kärntner Landtagsabgeordnete mit der Abspaltung der FPK das Lager. Nun der Absturz auf 17,1% (-27,8%). Quelle

Stimmen: Eine erste Reaktion kam von Parteiobmann Kurt Scheuch: „Eine Analyse für die Gründe ist derzeit nicht machbar. Es ist ein trauriger Tag, wir müssen das Ergebnis zur Kenntnis nehmen.“ Scheuch will noch am Sonntagabend mit FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache das weitere Vorgehen nach der Wahlschlappe der Kärntner Schwesterpartei besprechen. FPÖ-Chef H.C. Strache zeigte sich vom schlechten Abschneiden der FPK sehr enttäuscht.

Kommentar
Von den Wahlschlappen der „Europäischen Verbündeten“, zum Beispiel Vlaams Belang (wir berichteten) wird man auch dieses Mal auf der Internetseite von Pro NRW vergeblich nach einem Statement suchen. Niederlagen werden nicht kommentiert. Sollte am Freitag zum Parteitag in Leverkusen ein Besucher aus dem Alpenland anreisen, wird er nichts erfreuliches berichten können. So könnte sich die Freude der Bürgerbewegten nur auf den Zugang von zwei „namhaften“ Piraten / ex. Piraten beschränken, was dann reichen muss.

Ihr Ronald Micklich

Advertisements

Kommentare sind geschlossen.