Pro NRW Mönchengladbach: Molz-Nachklapper – … im Fahrwasser der Rechtsradikalen

Molz outete sich
In unserem Bericht „Pro NRW Funktionär: … doch am liebsten hetze ich gegen Islamisten!“, stellten wir das Outing des stellvertretenden Mönchengladbacher Pro NRW Kreisvorsitzenden Dennis Molz vor. Sein Vortrag steht nach wie vor im Netz.

Herkunft des Molz Textes
Einige Leser der Bergischen Stimme gaben den Hinweis. Der von Dennis Molz verwendete Text stammt aus der Feder der Rechtsrock-Band Landser, die aus dem neonazistischen Milieu stammt. Die Gruppe wurde letztinstanzlich im März 2005 vom Bundesgerichtshof als erste Band zur kriminellen Vereinigung erklärt.

Landser_Ran-AnDer Text stammt aus dem Titel „Der Hetzer“ von Landser aus dem Studioalbum „Ran an den Feind“ aus dem Jahr 2000, und wurde am 31.03.02 indiziert. Das Cover zeigt eine Faust, die in ihre „Feinde“ schlägt: Ein Schwarzer mit Messer, ein jüdischer Kapitalist, ein Asiat, ein Schwuler und ein Linker mit Drogenspritze. Die Distanz zum organisierten Neonazismus wurde spätestens nach der Wende aufgegeben: Einhandgehend mit der regelrechten Explosion ausländerfeindlicher und rechtsextrem motivierter Gewalt, stieg auch der Bedarf an rechtsextremer Musik.

Dennis Molz hat den Quelltext von Landser nur rudimentär angepasst. Ersetzt wurde lediglich im Originaltext „Kneipen und die Imbißbuden“ durch „City und die Strassen“. Sind es bei Landser „die Fremden, Kanaken, Zecken und im Refrain die Juden“, so hetzt Molz  gegen „Asylanten, Sozialbetrüger und das System, am liebsten aber gegen Islamisten im Refrain.

Kommentar
In unserem Artikel „Pro NRW: Die Ängste des Markus Beisicht und mehr“ berichten wir über ein Interview mit Markus Beisicht.

Auszug:
„Beisicht weiter: “Als Demokrat diskutiere ich mit Jedem“. Dazu sagt der Reporter: „Demokratie ist ja auch nicht das was Sie unbedingt anstreben, denn Sie hetzen ja einfach auch.“!!

Um die Glaubwürdigkeit seiner immer wieder propagierten Verfassungskonformität zu beweisen, verweist Beisicht triumphierend auf den Aufnahmeantrag der Bürgerbewegten, den er im Auszug vorliest: „,”Ich bekenne mich zu den Werten der freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.“‘ Das ist Voraussetzung für eine Aufnahme als Mitglied bei Pro NRW.“

Am 30.10.2012 berichteten wir unter dem Titel „Pro NRW die Grundgesetzpartei“ über Mitglieder und Sympathisanten aus dem „rechtsradikalen Spektrum“. Hier finden Sie auch die Aussage von Markus Beisicht zum Thema „Schmähkritik am grünen Bundestagsabgeordneten Volker Beck“.

Auszug:
Die Schmähungen, die ihn vor Gericht gebracht haben, begannen mit dem Satz, er sehe “einen aufgeregten grünen Bundestagsabgeordneten”, der sich “als Obergauleiter dieser SA-Horden” aufspiele; das seien “die Kinder von Adolf Hitler”, beherrscht von derselben Ideologie: “Die haben auch so angefangen.”

Die verfassungskonforme Grundgesetzpartei distanziert sich offensichtlich nur im Interview und über ihre ProPaganda-Lautsprecher vom „rechten Narrensaum“. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Das der wegen versuchter Vergewaltigung in Tateinheit mit Körperverletzung und weiterer Betrugsdelikte verurteilte Duisburger ex. Pirat (Quelle) und nun als Pro NRW-Kandidat für die kommende Kommunalwahl proklamierte Andreas Winkler sein „find ich gut“ zum Molz Artikel hinterlassen hat, ist nicht verwunderlich.

Wer soll diese „politischen Bereicherungen“ bei den Kommunalwahlen 2014 eigentlich wählen?

Ihr Ronald Micklich

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