Pro Köln: Uckermanns Soli-Blog schon wieder vergeigt?

Arichv-Screenshot "koelnerstadtanzuender.de"

Archiv-Screenshot „koelnerstadtanzuender.de“

Weiterer Anlauf
Nachdem Jörg Uckermanns Solidaritätsblog ksta-sucks.de aus dem Internet verschwunden war (wir berichteten), versuchten es augenscheinlich dieselben Akteure noch einmal. Für kurze Zeit war im Internet unter der Adresse „koelnerstadtanzuender.de“ die Fortsetzung von ksta-sucks zu finden.

Wieder vergeigt?
Der letzte Eintrag auf der neu eingestellten Soli-Seite lautete „Verkehrschaos rund um Moschee-Desaster – Stadtanzeiger bestätigt Uckermann in allen Punkten“. Davor grämte man sich über die ungerechte Vorgehensweise unter dem Titel: „Wolf im Pressepelz – DuMont will Presse-Blog verhindern“. Der erst kurze Zeit im Netz stehende neue Blog „koelnerstadtanzuender.de“ ist nun auch nicht mehr online. Warum nur?

Verwirrende Domain-Inhaber-Daten
Als Domaininhaber wird/wurde sowohl für „ksta-sucks“ als auch für „koelnerstadtanzuender“ „Koelner Buerger gegen Pressemonopol und Meinungsdiktatur“ verzeichnet. Als Domaininhaber und administrativer Ansprechpartner fungierte ein Franz B.

Die angegebenen Anschriften des Domaininhabers Franz B. sind seltsamer Weise deckungsgleich mit den Wohnanschriften von Stadtrat Jörg Uckermann (Domain ksta-sucks) und einem weiteren Familienmitglied, dass als Ausschussmitglied von Pro Köln im Rat der Stadt vertreten ist (für die Domain koelnerstadtanzuender). Hier ist er c/o bei „Ackermann“ verzeichnet.

Erstaunlicher Weise ist seit dem 27.02.2013 als Inhaber der Domain ksta-sucks.de, M. DuMont Schauberg Expedition der Kölnischen Zeitung GmbH & Co. KG. eingetragen.

Selbst ist der Mann
Seinem Solidaritätsblog beraubt, nimmt der vorbestrafte Pro-Köln Politiker jetzt die Sache selbst in die Hand. Auf der Facebook-Seite von Pro Köln findet man am 23.03.2013 unter der Überschrift: „Ucki fragt nach…“ ein Video. Inhalt: „Ratsherr Jörg Uckermann fragte dann auch direkt einmal beim Stadtanzeiger nach… — Köln.“

Ucki fragt nach

§ 201 StGB, Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer unbefugt

1. das nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen auf einen Tonträger aufnimmt oder   2. eine so hergestellte Aufnahme gebraucht oder einem Dritten zugänglich macht.

(2) Ebenso wird bestraft, wer unbefugt

1. das nicht zu seiner Kenntnis bestimmte nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen mit einem Abhörgerät abhört oder

2. das nach Absatz 1 Nr. 1 aufgenommene oder nach Absatz 2 Nr. 1 abgehörte nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen im Wortlaut oder seinem wesentlichen Inhalt nach öffentlich mitteilt.

Kommentar
Über die strafrechtliche Relevanz dieser beschämenden Vorführung eines KStA-Praktikanten braucht man eigentlich nicht mehr zu diskutieren. Augenscheinlich steht Jörg Uckermann wieder Ärger ins Haus. Berühren tut es ihn offenbar nicht. Ab morgen sind die Hausjuristen des KStA wieder vor Ort und werden die rechtssicheren Beweise sichten. Über das Vorgehen von Uckermann mit seinen Beifall kreischenden Freunden kann man nur den Kopf schütteln.

Ärgerlich ist natürlich auch, dass diese „Art von Fraktionsarbeit“ aus den vom Steuerzahler subventionierten Fraktionsräumlichkeiten von Pro Köln und dem ebenfalls vom Steuerzahler bezahlten Telefon geführt werden kann.

Ihr Ronald Micklich

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