CSD Köln: Pro Köln / NRW gibt auf +Ergänzung+

Pro Köln CSD

Ergänzung: Wie soeben vom Chefredakteur der Online Redaktion des dbb Kreisverbandes Köln, Nils Schmidt, telefonisch bestätigt wurde, findet trotz des Rückzugs von Pro Köln / NRW die morgige Demo in Leverkusen Opladen statt.

Eingeknickt
Wie heute per Pressemitteilung und auf der Hauptseite von Pro NRW bekannt gegeben wurde, wird Pro Köln die Anmeldung zur CSD-Parade am 7. Juli in Köln nicht aufrecht erhalten. Die Bergische Stimme erspart sich einen Kommentar zu der hahnebüchenen Begründung des Generalsekretärs Markus Wiener.

Kommentar
Scharfer Gegenwind aus den eigenen Reihen, sowie ein geschlossenes Vorgehen der überwiegenden Mehrheit der betroffenen und interessierten Bürger aus Köln und den angrenzendem Gebieten haben augenscheinlich zum Rückzug der Bürgerbewegten geführt.

Sind schon die verbalen Entgleisungen des sogenannten zuständigen Fraktionssprecher Michael Gabel auf  vielseitige Ablehnung, auch bei den Pro- Parteimitgliedern, gestoßen, hat sich die lächerliche Propaganda-Show wie so oft als Bumerang erwiesen.

Nach dem Rückzug kann jetzt endlich wieder in gewohnter Form gegen die ungeliebten Schwulen, Lesben und Transgender Stellung bezogen werden. Jetzt ist auch ein Kommentar zum Urteil über die steuerliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen möglich. Bis dato hat man kein offizielles Statement von Pro NRW / Köln zu dieser höchstrichterlichen Entscheidung vernehmen können. Das „Warum“ dürfte jedem klar sein. Einzig auf der Pro-Bloggerseite PI konnten die Pro´ler ihrer Meinung freien Lauf lassen, und da spiegelten einige Beiträge die wahre, hasserfüllte Meinung wieder.

Es ist wirklich kein Wunder, wenn die Pro NRW / Köln Gegner singen: „Ihr seid nur ein Karnevalsverein“. Der angedachte Mottowagen, bei der nun ausfallenden Propagandashow, hätte auch gut das bekannte „Arschgesicht“ von Gernot Hassknecht aus der „heute Show“ mit dem Titel Pro-Homo tragen können. Wie war das noch? Da simmer dabei …

Ihr Ronald Micklich

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Leverkusen – Opladen: Rote Karte für rechte Rattenfänger – Protestmarsch am Samstag 15.06.2013

Logo Demo dbb OpladenPressespiegel
Pressemeldung des LSVD: Der LSVD Nordrhein-Westfalen unterstützt das klare und deutliche Nein zur Teilnahme der rechten Partei Pro Köln am Kölner CSD, das auf der Mitgliederversammlung des KLuST (Kölner Lesben- und Schwulentages e.V) beschlossen wurde.

RP (Zeitung): Vor dem Büro der rechtspopulistischen Pro NRW/Pro Köln im Gebäude Bahnhofstraße/Humboldtstraße soll morgen die Kundgebung der Demonstration „Flagge zeigen gegen Rassismus, Ausgrenzung und die Provokation Pro Köln´s“ laufen. Mehrere Vertreter der CDU-Landtagsfraktion NRW und Vertreter der örtlichen Parteien sind als Teilnehmer angekündigt, sagte gestern eine Sprecher des Deutschen Beamtenbundes (dbb) Köln, der die Demonstration angemeldet hat.

Pressemeldung des dbb: Der dbb Köln hat alle Bürger/innen, Gewerkschaften, Unternehmer/innen und Mitglieder aufgerufen, am 15. Juni 2013 ab 12:30 Uhr in Leverkusen-Opladen deutlich Flagge gegen Rassismus, Ausgrenzung und die deutliche Provokation Pro Köln`s – gegenüber den Veranstaltern des Kölner CSD – KLuST e.V. – zu zeigen.

Ab 12:30 Uhr wird der friedliche Protestmarsch vom Bahnhof in Leverkusen-Opladen aus, durch die farbenfroh dekorierte Innenstadt in Richtung Pro-Köln (Anm. d. Redaktion Pro NRW Fraktionsräume) Parteizentrale auf der Humboldstraße ziehen, wo gegen 13:15 Uhr die Abschlussveranstaltung mit zahlreichen Unterstützern stattfinden wird. Das Ende ist für 15:00 Uhr vorgesehen.

Die Demonstration wird durch zahlreiche demokratisch denkende Parteien, Vereine, Gewerkschaften, Bürger/innen sowie der Aktionsgemeinschaft „Wir sind Opladen“ unterstützt. Frau Elfi Scho-Antwerpes (Bürgermeisterin der Stadt Köln), begrüßt dieses deutliche Zeichen gegen das erneut rechtspopulistische Agieren Pro Köln`s und übersendet allen Teilnehmern/innen einen herzlichen Dank für die Unterstützung und Solidarität. Als Zeichen einer weltoffenen Bezirksregion Köln, zeigen auch die Unternehmer/innen bzw. Einzelhändler Solidarität, in dem sie in der Innenstadt verdeutlichen werden, dass braun keine Farbe des Regenbogens ist.

Zur Abschlusskundgebung werden neben Benedikt Vennemann (FDP) und Dirk Trapphagen (Grüne), auch Vertreter/innen des LSVD e.V., des KLuST e.V., verschiedener Gewerkschaften und einem Vertreter der muslimischen Gemeinde Flagge bekennen und die Provokation Pro Köln`s deutlich abmahnen. Auch die schwul/lesbische Community in der Bezirksregion wird u.a. durch bekannte Künstler vertreten sein.

Start des Protestes ist um 12.30 Uhr am Bahnhof Opladen. Danach soll es einen 45-minütigen Demonstrationszug durch Opladen-Mitte geben, der in der Bahnhofstraße endet. Ein Vertreter von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn soll ein Grußwort der Stadt lesen. Anlass für die Demonstration ist laut dbb NRW die Anmeldung von Pro Köln zum CSD in Köln. Dies wird als Provokation verstanden. Der CSD ist als Demonstrationszug angemeldet, trotzdem schlossen die Veranstalter die Pro Köln-Gruppe, die mit einem eigenen Wagen mitfahren wollen, von der Teilnahme aus. Nach eigener Ankündigung will die rechtspopulistische Gruppe gegen den Ausschluss juristisch vorgehen und ihre Teilnahme doch noch erzwingen.

Kommentar
So, so, Nachhilfeunterricht will der Vierfachvorsitzende den biederen und verirrten Beamten mit seinen „führenden Pro NRW Funktionären“ erteilen. Ob zu den Nachhilfelehrern auch der biedere und verirrte Beamte aus dem Landesvorstand gehört, ist unbekannt. Weitere (ehem.) Beamte aus Beisicht´s  Protestler-Riege sind durchaus denkbar. Aber, wer will schon an diesem Unterricht teilnehmen? Beisicht sucht den Dialog mit Gegendemonstranten!? Da liegt er wohl falsch. Die Demonstration (Demonstranten) wird vom dbb durchgeführt, Beisicht´s Truppe sucht also höchstens als Gegendemonstranten den Dialog. Ob dieser Dialog zustande kommt, dürfte mehr als unwahrscheinlich sein.

Der Opladener Rechtsanwalt Markus Beisicht scheint die Wertschätzung der Demonstranten nicht zu erkennen. Anwaltskanzlei, Fraktionsbüro und Wohnort befinden sich nun einmal in Opladen, die Demonstranten demonstrieren deswegen bei dem Vorsitzenden von Pro Köln und Pro NRW vor Ort.

Scheinbar hat Markus Beisicht übersehen, dass die Opladener und Leverkusener Bürger schon öfter in den „Genuss“ der Reden von Pro Köln Funktionären kamen. So z. B. in 2009 bei einer Wahlkampf-Propagandatour. Einen großen Teil der Demonstranten stellten hierbei die Pro Köln Mitglieder. Hauptredner bei dieser Veranstaltung waren außer Markus Beisicht fast ausschließlich Pro Köln Mitglieder wie Markus Wiener, Jörg Uckermann, Manfred Rouhs, etc. Soviel zu den Aktivitäten von Pro Köln in Opladen.

Ihr Ronald Micklich