Härteste Rally Deutschlands: Mit dem Pro Deutschland-Wahlkampfbus auf Tour

2010 - Weiträumig abgesperrtes Areal, Manfred Rouhs völlig relaxt

2010 – Weiträumig abgesperrtes Areal, Manfred Rouhs völlig relaxt

Rally geplant
In über 40 Städten sollen Wahlkampfdemonstrationen von Pro Deutschland (PD) im Rahmen der Bundestagswahl stattfinden. Die als Wahlkampfveranstaltung geplanten Demonstrationen könnten aber ebenso wieder zur einer Angst-Rally ausarten, die 32 Tage dauern und am 21.08.2013 in Berlin beginnen soll. Jetzt sucht man noch die Teilnehmer.

Freiwillige gesucht
Dramatisch hört sich die Rekrutierung der Wahlkampfteilnehmer an:Freiwillige gesucht, Kost und Logis sind frei und für Spaß und Action wird gesorgt, verspricht der pro Deutschland-Generalsekretär Lars Seidensticker auf seiner Facebookseite. Bist Du dabei? Dann melde Dich umgehend …, wird geworben.
Es fehlen nur noch die Fragen nach der körperlichen Konstitution, einer Krankenversicherung und dem Familienstand, ledige Männer bevorzugt. Und genau diese Fragen wären durchaus nicht unberechtigt.

Nicht ungefährlich
Schon die Wahlkampftour 2010 von Pro NRW hat gezeigt, dass solch eine Tour nicht ungefährlich ist. Der Bus wurde verfolgt sobald er entdeckt wurde. Spätestens ab dann fühlte man sich unsicher. Die bange Frage, ob das Hotel sicher und der Aufenthalt der Teilnehmer für Außenstehende unbekannt geblieben ist, stellte sich jeden Tag aufs neue den 8 teilnehmenden Unentwegten.

2010 wurde der von der Flaams Belang mit Fahrer bereitgestellte Bus während der Tour fast täglich angegriffen. Eine Scheibe ging zu Bruch, der Bus war ständig verdreckt (Eier, Aufkleber, etc.). Der Fahrer hatte schon nach 2 Tagen die Nerven blank und wollte abbrechen. Am 3. Mai wurde es in Gütersloh dann wirklich stressig. Der Busfahrer verlor bei einer Blockade fast die Nerven, und handelte sich deswegen noch eine Anzeige ein. In einer Verhandlung wurde das Verfahren gegen den Busfahrer wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr dann allerdings eingestellt; trotzdem musste er eine Geldzahlung in Höhe von 2500 Euro an die Gerichtskasse leisten, weil die Richterin zumindest den Sachverhalt der Nötigung als gegeben sah (wir berichteten).

Auch die Abschlusskundgebung in Düsseldorf hatte es in sich. Unter Polizei-Begleitschutz nur knapp der Antifa-Meute entkommen, bemerkte ein teilnehmendes Funktionärsmitglied: „So schnell bin ich noch nie aus Düsseldorf weg gekommen.“

Die ganze Wahlkampftour ist nichts für schwache Nerven. Fliegende Eier, Flaschen und Steine in Verbindung mit ohrenbetäubendem Getöse und hassverzerrten Gesichtern dürfen nicht abschrecken. Manfred Rouhs war zeitweise bei der Tour dabei, und weiß sicherlich was auf ihn zukommt. Wissen das auch die Rekruten?

Ihr Ronald Micklich

Advertisements

Kommentare sind geschlossen.