Radevormwald: Sondersitzung wegen 60 Rumänen / Strafanzeige gegen Pro NRW Funktionäre

RadevormwaldKeine Fremdenfeindlichkeit / kein Ghetto
Wir sind gegen Fremdenfeindlichkeit, wollen aber auch keine Ghettoisierung in Radevormwald. So hat es Rades Bürgermeister Josef Korsten am Dienstagabend in einer Rats-Sondersitzung formuliert. Die Sondersitzung wurde von Pro NRW beantragt (wir berichteten hier und hier).

Korsten zeigte Verständnis für die Sorgen der Bürger. Die Stadt hätte aber in den letzten Wochen schon Einiges unternommen und plant weitere Maßnahmen. Die Ghettoisierung würde es nicht geben, wenn der Vermieter den insgesamt sieben Familien Wohnungen an verschiedenen Standpunkten in der Stadt zur Verfügung gestellt hätte, so Korsten.

Wohnverhältnis gekündigt?
Angeblich hat der Vermieter inzwischen das Wohnverhältnis zum 30. September mit den rumänischen Familien beendet. Sollte das stimmen und die Familien aber in Rade bleiben wollen, wird die Stadt alles tun, um sie bestmöglichst zu integrieren, sagt Korsten.

Strafanzeige erstattet
Bezüglich des Antrags von Pro NRW schreibt das „linke Forum“ in Oberberg in einer Pressemitteilung:

Dieser Antrag ist eine Ansammlung übelster Vorurteile und gegenstandsloser Vorwürfe gegen die Bevölkerungsgruppe der Sinti und Roma.“

„Hierbei beruft sich „pro NRW“ zum Teil auf Hörensagen, auf die Angaben ungenannter Bürger. Damit soll den gegenstandslosen Vorwürfe zum Einen Glaubwürdigkeit verliehen werden, zum Anderen soll der Eindruck erweckt werden, man vertrete die Interessen der allgemeinen Bevölkerung. Die Vorwürfe werden direkt rassisch begründet, so heißt es in dem Antrag beispielsweise: „Dem äußeren Anschein und dem Benehmen der Personen nach, handelt es sich um eine sogenannte landfahrende ethnische Minderheit, die offensichtlich dem Volk der Sinti und/oder Roma angehört.“ Mitgliedern einer „ethnischen Minderheit“ ist ein bestimmtes „Benehmen“ eben angeboren.“

Peter Fritz Sebastian Ullmann, Stadtverordneter in Radevormwald, erstattete bereits am 01.08.2013 bei der Kriminalpolizei Wipperfürth Anzeige wegen Volksverhetzung und Verleumdung. Gerichtet ist die Anzeige gegen folgende Personen:

Udo Schäfer, Fraktionsvorsitzender Rat Rade, (Unterzeichner des gegenständlichen Schriftsatzes)

Andre Hüsgen, Mehrfachgeschäftsführer bei Pro NRW, (mutmaßlicher [Mit-]Autor des gegenständlichen Schriftsatzes )

Manfred Rouhs, Vorsitzender Pro Deutschland (ausgewiesener Dokumentersteller)

Detlev Schwarz, Humboldtstr. 2a, 51379 Leverkusen (Verantwortlicher für den Inhalt der entsprechenden Veröffentlichung gem. Impressum www. pro-nrw.net)

Zumindest Manfred Rouhs dürfte aus „dem Schneider“ sein. Allein die „Unfähigkeit“ der jetzigen Büronutzer, eine von Manfred Rouhs bei Eröffnung des Fraktionsbüro in Leverkusen installierte Adobe Acrobat Reader-Vollversion entsprechend zu ändern, lässt Herrn Rouhs offensichtlich immer wieder als Dokumentenersteller bei der Nutzung des Programmes erscheinen.

Die Pro-Anwälte wird’s freuen. Bietet sich doch hier wieder die Gelegenheit, vielleicht ein paar Euros in die Kasse zu spülen.

Ihr Ronald Micklich

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