Pro Deutschland-Rallye: Auftakt in Mainz – Presse bringt es auf den Punkt

PD SuppeRallye führt nach Rheinland Pfalz
Nachdem die Suppenkasper- Wahlkampftruppe ihre Auftritte in NRW abgeschlossen hat, begann gestern die Fortsetzung in Rheinland Pfalz. Die erste Station war Mainz, und was die Presse dazu berichtet, ist für Pro Deutschland (PD) keine Werbung, sondern ein mehr als negatives Attest für eine „Schauspieler-Combo“, die kaum mehr Interesse verursacht.

Pressespiegel
Allgemeine Zeitung Rhein Main Presse Regionalteil, Auszug:
[…] „Da machen sich fünf alles andere als gut gekleidete Männer sowie eine in einen schwarzen Umhang verhüllte Frau daran, Aufsteller mit den Slogans „Mehr Bildung, weniger Zuwanderung“ zu platzieren und zwei Lautsprecherboxen an einen mitgebrachten Generator anzuschließen. Verschwitzte T-Shirts spannen über Bäuchen. Die Hosen der Männer sind ausgebeult, die Schuhe abgelaufen. Es sieht aus, als würde eine schlechte Laienspielgruppe ihren Auftritt vorbereiten.“

„Ich bin den Demonstranten dankbar, dass sie hier sind“, sagt El Hagrasy. „Wir sehen, dass hier ein billiger Zirkus von einer kleinen Gruppe aufgeführt wird, die nur ihre eigenen Stimmen bei der Wahl bekommen wird.“ […] Quelle

Rhein Zeitung Regionalteil, Auszug:
[…] „Dem Kleinbus entsteigen fünf Männer und eine komplett schwarz verschleierte Frau. Roland Schäfer, Vorsitzender von Rheinhessen gegen Rechts, kennt die Masche: Pro Deutschland provoziere häufig mit Frauen im vermeintlichen Tschador. Die Frau in Mainz ist ihre Kostümierung sichtlich nicht gewöhnt.“

„Die männlichen Vertreter blicken mit undurchdringlichen Sonnenbrillen auf die Demonstranten. Einer hat das schütter werdende Haar mit Gell angeklatscht, ein anderer trägt ein fleckiges T-Shirt überm Bauch. Ein dritter sieht mit Zauselbart, langem Haar und Safarihut für eine rechte Bewegung eher untypisch aus. Sie bauen einen Lautsprecher samt Stromgenerator auf und platzieren Plakate mit dem Slogan „Mehr Bildung statt Zuwanderung“. Damit ist das intellektuelle Niveau der Redebeiträge abgesteckt. Es geht gegen „Rumänen und Bulgaren“. Es geht angeblich nicht gegen Ausländer, aber um „Deutschland für Deutsche“. Und es geht angeblich nicht gegen Muslime, aber „gegen salafistische Moscheen“.“ […] Quelle

Pro NRW Schmuddelblog
Die Empörung über die desolate und schlichte Wahlkampftour von PD ist groß. Pappschilder sind out. Die Schreiber auf dem Blog befürchten negative Auswirkungen auf Pro NRW. Dazu noch der Frevel das Heiligtum Beisicht, mit einer Kaiser-Suppen-Aktion lächerlich zu machen.
Auszüge:
„Hat Seidensticker wirklich Beisicht mit Völker Beck und Jäger gleichgesetzt..ich fasse es nicht. Statt Wahlkampf zu machen, terrorisieren Seidensticker und Co PRO NRW-Funktionäre!“

„Offenbar soll mit diesen Kamikazeaktionen der PRO Bewegung in NRW maximaler Schaden zugefügt werden. Mit Politik hat das alles nichts mehr zu tun, eher mit staatlich bestellter Auftragsarbeit.“

„Volle Zustimmung! Der Seidensticker und seine Combo laufen Amok.“

„Nachdem Herr Seidensticker verdiente Aktivisten der Pro Bewegung wahlweise als Trinker, Schwule und Vorbestrafte tituliert hat, läuft er jetzt Amok und stellt den Vorsitzenden der Pro Bewegung mit Links Extremisten gleich.“

„Die Auftritte des “Seidi”-Zirkus sind an Einfältigkeit und Peinlichkeit kaum zu überbieten. Die spiegeln exakt das geistig-politische Niveau des Versammlungsleiters wider. Inzwischen herrscht gewaltig Schieflage durch die Marotten dieses Selbstdarstellers.

Kommentar
Dem Pressespiegel ist nichts hinzuzufügen. Interessant sind aber einige Anmerkungen des Tour-Teilnehmers Oliver Wesemann. Mit den Worten „Ein Zeichen des Friedens, des Respektes und der Freundschaft!“ kommentiert er auf seiner Facebook-Seite den „Einwurf der Tütensuppe des Tages am 31.08.2013 in Leverkusen“ (Kaiser Suppe). Ob dies allerdings ernst gemeint war, oder ein weiterer Schuss gegen die Pro- beherrschende „Galionsfigur“ Beisicht darstellen soll, ist ungewiss.

Weiter gibt Wesemann, der Pro Deutschland-Unterstützer in Diensten von Pro Köln, auf seiner FB-Seite sinngemäß folgende Auskunft:

„Nach der Tour mit pro Deutschland, die er zusammen mit netten Menschen leidenschaftlich und gerne mache, will er dann zurückgehen, zu den politischen Wurzeln.

Des egomanen Theaters uncharismatischer, dialogunfähiger Selbstüberschätzer, die sich scheinbar für kleine Götter halten und dabei zu dumm sind, mal um mehr als eine Ecke zu denken, sei es genug.

An authentischen Persönlichkeiten wie Manfred Rouhs und Lars Seidensticker könnten sich diese Typen allerdings mal ein Beispiel nehmen!“

Offenbar um seine Gefühle zu verdeutlichen, präsentiert Wesemann zu seinem Text ein Musikvideo, in dem ein wiederkehrender Refrain als Text zu lesen ist:

Blender! Blender! Blender! ich sehe wie du bist, ich sehe dass da nichts ist“.

Und weiter heißt es im Text:

„Du strahlst so gleissend hell, Du rufst uns zum Apell, Badest im Applaus und drehst Dich mit dem Wind, ja Du bist nur Lug und Trug, Ich hab von Dir genug, Ich seh Dein wahres Ich, so klein und widerlich.“

Welche Assoziation geht da in Wesemann vor? Wen wohl, könnte Wesemann mit „kleinen Göttern“  meinen? Wer strahlt gleißend hell? Wer ruft zum Apell? Wer badet im Applaus? Zu welchen Wurzeln will er zurückkehren? Die Fragen werden sicherlich bald beantwortet sein, so oder so.

Ihr Ronald Micklich

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