Köln: AfD dementiert pro Köln Propaganda

Schaumschläger„Rumgepupse“ von den „Schaumschlägern
Eine pro Köln Pressemitteilung vom 25.09.2013 unter der Überschrift „PRO KÖLN begrüßt möglichen AfD-Antritt zur Kommunalwahl 2014“, sorgte für Verwirrung.
Aus dem Text war zu entnehmen, dass es einige gut bekannte AfD-Verantwortliche geben würde, die nach Ansicht von pro Köln nach einer Wahl 2014 in den Stadtrat eine gute Ergänzung für die rechtsradikale Kölner Truppe wären. Namentlich benannt wurde der Kölner Pressesprecher der AfD, Carlo Clemens. Ihm  wurde nachgesagt, er hätte höchsten Respekt vor den pro Köln´ern und würde wohlwollend über deren Aktivitäten berichten.

Stellungnahme Carlo Clemens
Die Bergische-Stimme wollte es genau wissen, und bat Herrn Clemens um eine Stellungnahme. Diese kam postwendend. Herr Clemens verwies auf eine soeben in der „Kölnischen Rundschau“ online erschienenen Erklärung der AfD zum Thema.

Auszug:
„Der Stadtverband Köln der neugegründeten Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) weist Annäherungsversuche der rechtsgerichteten „Pro Köln“ zurück. „Es wird keine wie auch immer geartete Zusammenarbeit mit Pro Köln geben“, sagte der Kölner AfD-Vorsitzende Roger Beckamp der Rundschau. Im Übrigen gebe es auch „keine personellen oder inhaltlichen Überschneidungen“ der AfD mit Pro Köln.“

Herr Clemens ergänzt in seiner Antwort:
Er habe erst durch den Anruf eines Rundschau-Redakteurs von der Pressemitteilung von Pro Köln erfahren. Es habe nie irgendeinen Kontakt zu Funktionären von Pro Köln/NRW – weder schriftlich, noch persönlich, noch sonst wie gegeben. Die Frage nach einer „guten Zusammenarbeit“ mit pro Köln beantwortet Clemens so: „Nein. Pro Köln/NRW steht im politischen Abseits, in der Schmuddelecke. Es gibt weder inhaltliche, noch persönliche Parallelen zwischen denen und uns.“

„Dass es keine Zusammenarbeit zwischen dem Kölner Stadtverband der AfD und Pro Köln geben wird, möchte ich nochmal betonen“, hebt Clemens in seiner Antwort hervor.

Kommentar
So sind sie nun einmal, die Propagandisten der selbsternannten Bürgerbewegung. Immer wieder versuchen diese Trittbrettfahrer politische Aufmerksamkeit zu erhaschen. Beste Beispiele sind der Essener Sozialdezernent Peter Renzel, der instrumentalisiert werden soll und der jetzt der rechtsextremen Partei Pro NRW mit einer Unterlassungsklage droht (wir berichteten).

Auch der Hattinger CDU-Fraktion passt das „Geschleime“ der Islamallergiker zum Thema einer neuen Moschee und einer Bürgerbefragung nicht. „Ein dickes Bravo an die Hattinger CDU“, heißt es in einem Text, der den Christdemokraten allerdings nicht wirklich gefallen dürfte. Denn der Absender ist: Pro NRW. Die als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich eingestufte Bürgerbewegung meldet sich überall im Land mit antimuslimischen Parolen zu Wort, schreibt die WAZ.

Ob es die Bürgerinitiative in Münster (Hindenburg-Platz) oder die Wuppertaler-Initiative gegen eine geplante Forensik ist, überall versucht Pro NRW das Trittbrett zu erreichen. Bei allen unserer Anfragen lehnten die Verantwortlichen schon ein bloßes „in Verbindung bringen“ strikt ab. Wer will sich schon mit Pro NRW / Köln kontaminieren?

Pro Köln / NRW protzte immer gerne mit seinen „europäischen Freunden“ und der tiefen Verbundenheit der einzigen stabilen „freiheitlichen Bewegung Deutschlands“ mit FPÖ und Vlaams Belang. Was ist daraus geworden?

Zum letzten Pro-Parteitag im September diesen Jahres, zur Wahl der Kandidaten für das Europaparlament, entsendete der „Vlaams Belang“ aus Belgien ein drittklassiges Ausschussmitglied. Von der FPÖ ließ sich erst gar niemand blicken. Dafür großes Lob von H. C. Strache und dem FPÖ-Europa-Abgeordneten Andreas Mölzer zum hervorragenden Bundestags-Wahlergebnis der AfD. Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier.

Da muss doch etwas gehen. Vielleicht können wir uns ja bei der AfD anbiedern, um 2014 nicht sang- und klanglos in der Versenkung zu verschwinden, scheinen die Pro-Strategen offensichtlich gedacht haben. Die Schweigespirale wurde jedenfalls einmal mehr durchbrochen, aber mit keinem positiven Ergebnis.

Ihr Ronald Micklich

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