Auch in München: Beschwerde – „Kein Bier für Nazis“

kein Bier für NazisWie aktuell auch in NRW
„Rechtsradikale Gruppen haben sich – teils unter falschem Namen – in Lokalen eingenistet. Jetzt sollen die Münchner Wirte sensibilisiert werden, um nicht darauf hereinzufallen.“

Neuhausen-Nymphenburg
„Seit etwa einem Jahr sind sie verstärkt in Neuhausen-Nymphenburg unterwegs: Aktivisten der „Freiheit”, der Initiative „Pro Deutschland”, der NPD und anderer rechtsradikaler Gruppierungen. Sie demonstrieren auf den Plätzen des Viertels – und halten Versammlungen in den Kneipen des Stadtteils ab.“

Podiumsdiskussion
„Jetzt wehrt sich der Bezirksausschuss gegen die braune Unterwanderung: Bei einer Podiumsdiskussion am 20. November will er die 190 Neuhauser Wirte über die rechte Gefahr informieren.“

Wie üblich unter falschem Namen
„Bereits im Januar war bekannt geworden, dass „Pro Deutschland” im „Goldenen Hirschen” in der Renatastraße eine Veranstaltung durchgeführt hatte. Bei der Reservierung habe nichts auf einen rechtsextremen Hintergrund hingedeutet, sagte die Wirtin damals. Die Neonazis hätten sich mit einem unverfänglichen Namen angemeldet“, schreibt die Abendzeitung München. Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.

Kommentar
Kein Konto, keine Veranstaltungsräume, keine Bewirtung; dies ist das Dilemma in dem die „Rechtsradikalen“ stecken. So versucht man es eben bei den Gastwirten mit falschen Angaben, wie auch schon von PRO NRW praktiziert.

Das Fernbleiben einer Vielzahl von Gästen, Umsatzeinbruch und Ärger mit den Stammgästen (Kegelclubs, Vereine, usw.) sind die Folgen für den Wirt, der „Rechtsradikalen“ Räumlichkeiten für Ihre Veranstaltungen zur Verfügung stellt und diese bewirtet. Statt einer Podiumsdiskussion würde bestimmt auch ein Informationsschreiben an die Gastwirte die gewünschte Aufklärung bewirken.

Allerdings: Wer sich als Gastronom auf die Seite dieser Parteien stellt, sollte diese auch ohne Repressalien wie Gewaltandrohung, Sachbeschädigungen o. Ä. bewirten können. Friedliche Demonstrationen vor diesen „Gaststätten“, wie sie im Stile von Pro NRW vor dem Landtag, vor Botschaften, Moscheen, Asylunterkünften etc. organisiert werden, sind ebenso legitim und mit ihrer Durchführung muss natürlich gerechnet werden.

Ihr Ronald Micklich

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