Pro Köln-Funktionär auf dem Holzweg

Screenshot Twitter

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Gefundenes Fressen
Ein gefundenes Fressen war ein von Tobias Gillen auf Twitter und Facebook platziertes Foto (siehe links). Selbstredend nahm u. A. auch ein Pro Köln-Funktionär, der den „Grünen“ nicht besonders wohlgesonnen scheint, dies zum Anlass einmal richtig nachzutreten.

So weiß „Thomas Weber Pro Köln“, wie er sich bei Facebook bezeichnet, zu berichten:

„Jajaaaaaa unsere Kölner Freunde von Bündnis 90 / Die Grünen wer war das nochmal mit der Einführung der Ökosteuer auf Benzin ?? Sowas nennt man auch Verarschung an den Bürger in diesem Land !!!“ (sic!) und erklärt mit dem Vorwurf eine Neiddebatte führen zu wollen weiter:

Ich wollte damit nur zeigen was dieser Verein für Heuchler sind die jetzt Jahrelang die Bürger mit der Ökosteuer geschröpft haben. Man darf nicht vergessen warum die Grünen seiner Zeit diese Ökosteuer eingeführt haben!!“

„Wein trinken – und Wasser predigen“, vermeldet ein weiterer Kommentator und „Thomas Weber“ Pro Köln alias „Weber Bär“ bekräftigt, „Bingo Detlef genau das wollte ich eigentlich damit sagen“.

Funktionäre ohne ausreichenden Horizont
Das ausgerechnet Jörg Schadwill, stellvertretender Vorsitzender von Pro NRW in Remscheid, dies „gut“ findet verwundert nicht sonderlich. Auch hier blickt Schadwill wieder einmal nicht durch, sondern findet nur „gut“ was absolute Fehlinformation ist. Wie soll das Vorstandsmitglied hier auch besser informiert sein, schreibt und glaubt der Politiker in Lauerstellung offenbar doch auch:

Zitat, „Linke Antifa Idioten haben unser Kölner Ratsmitglied Christopher von Mengersen vor dem Kölner Rathaus(Spanischer Bau) zusammen geschlagen.“

Der selbsternannte Politiker, der sich auch schon  als „Vorstand Pro NRW“ bezeichnete, sollte sich einmal mit den Mandatsträgern seiner Partei vertraut machen. Christopher von Mengersen hat keine politischen Ämter inne und ist schon gar nicht Ratsmitglied der Stadt Köln. Dies sollte ein Vorstandsmitglied eigentlich wissen.

Thomas Weber alias „Weber Bär“ alias „Thomas Weber Pro Köln“ wird in der Liste der Kölner Mandatsträger der Fraktion pro Köln zugeordnet. Das seit etwa einem knappen Jahr aktiv in Erscheinung tretende „Mädchen für Alles“, soll von Spöttern aus den eigenen Reihen als „Hofdiener der Fraktion Pro Köln“ bezeichnet werden. Weber hat sich mit seinem Facebook-Beitrag über die Grünen selbst disqualifiziert. Wer ungeprüft solchen Behauptungen ins Netz stellt, braucht sich nicht zu wundern wenn der Anwalt winkt.

Unerwartete Auswirkungen
Wie hoch die Wellen schlugen und wozu dieses von Tobias Gillen gepostete Bild führte, beschreibt der Journalist auf seiner Internetpräsenz. Auch der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete schon am 19.11.2013 über die tatsächlichen Zusammenhänge. Das hier kritiklose pro Köln Mitglied Thomas Weber will dies offensichtlich immer noch nicht zur Kenntnis nehmen. Auf seiner Facebook-Seite findet sich noch immer sein Beitrag, natürlich ohne Klarstellung. Was will man auch Anderes erwarten?

Ihr Ronald Micklich

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