Pro NRW: Kommunalwahl-Kandidat aus Leverkusen im Presbyterium unerwünscht

Screenshot: Internet - Christuskirche Leverkusen

Screenshot: Internet – Christuskirche Leverkusen

Leverkusener Kandidaten für Kommunalwahl 2014 nominiert
Wie Pro NRW auf seiner Leverkusener Internetseite mitteilt, ist Maria Demann aus Manfort auf Platz 4 der insgesamt 19 Personen umfassenden Ratsreserveliste und als Spitzenkandidatin für die Bezirksvertretung III für die Kommunalwahl 2014 gewählt worden. Außerdem hat man Demann zur neuen stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt. Frau Demann ist bereits seit Oktober 2013 für Pro NRW Mitglied im Rats-Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Senioren. Davor war sie stellvertretendes Mitglied für Frau Liselotte Bensch-Fuchs.

Ehrenamt im Presbyterium
Frau Demann ist Mitglied des Presbyteriums der Christuskirche (Stadtkirche für Leverkusen). Auf deren Internetseite stellt man die Pro NRW-Funktionärin wie folgt vor:

Maria Demann ist beruflich in der mobilen Altenpflege tätig. Im Presbyterium ist sie besonders interessiert und engagiert im Bereich der diakonischen Aufgaben.

Das starke politische Engagement in einer vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichneten Partei blieb natürlich nicht unbemerkt. Ein besonnener Bürger konfrontierte den Superintendenten des Kirchenkreises Leverkusen, Pfarrer Gert-René Loerken, mit diesen Gegebenheiten.

Ausschluss möglicherweise unumgänglich
Wie aus sicherer Quelle zu erfahren war, ist kurzfristig ein Gespräch zwischen dem Pfarrer, der Vorsitzenden des Presbyteriums und Frau Demann geplant. Ziel des Gespräches soll ein freiwilliges Ausscheiden der Pro-Funktionärin aus dem Presbyterium sein. Sollte Frau Demann diesem Verlangen nicht nachkommen, soll sie aus dem Presbyterium ausgeschlossen werden, so unser Informant.

Wir wollen, können und werden es nicht akzeptieren, dass Menschen mit rechtsradikalem Gedankengut in der Leitung unserer Gemeinde tätig sind, ist wohl die einmütige Meinung der Involvierten.

Kommentar
Selbst der Hauch eines braunen Geistes hat keinen Platz im Presbyterium. Auf die Reaktion aus dem Hause Beisicht darf man schon jetzt gespannt sein. Dies könnte sich dann so darstellen:

Man begibt sich sofort in die Opferrolle, die Propagandalautsprecher werden bis zum Anschlag aufgedreht, Schlagworte sind Stigmatisierung, Diskriminierung und Diskreditierung, rechtliche Schritte werden geprüft und angedroht. Es wird versucht möglichst politisches, und vielleicht auch monitäres Kapital zu gewinnen.

Deshalb nicht vergessen: Keine Unterschrift und keine Stimme für Pro NRW zur Kommunal- und Europawahl 2014, denn:

Pro NRW/Köln […]„sei über den bloßen Verdachtsfall hinausgehend als verfassungsfeindlich einzuschätzen, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW‘ missachten Menschenrechte, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ schüren Fremdenfeindlichkeit, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ verbreiten islamfeindliche Vorurteile, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ werten Minderheiten ab und grenzen sie aus.“[…], so der Verfassungsschutzbericht NRW 2012.

Ihr Ronald Micklich

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