Pro NRW-Remscheid: Kreisverbandsvize Jörg Schadwill schmeißt hin

Remscheider Kameraden 1Keine Kandidatur
Gestern, am Montag kurz nach 14:00 Uhr war die Entscheidung von Jörg Schadwill, nicht für die Kommunalwahl in Remscheid zu kandidieren, gefallen. Unter großer Überschrift verkündet Schadwill auf seiner Internetseite:

„Kein Antritt meiner Person zur Kommunalwahl. Nicht erst seit gestern beschäftige ich mich mit dem Gedanken, aber jetzt ist es spruchreif!“

Zerwürfnis mit Hüsgen
Die Begründung für das Niederlegen seiner Kandidatur fällt drastisch aus. So klagt Schadwill:

[…] „… eines werde ich zu 100% nicht … machen, mich mit einer Person auf eine Liste stellen lassen, die ich lieber unter- als über der Erde sehen würde. Ich bin in die Politik gegangen um etwas für meine Stadt und deren Bewohner zu tun. Andere gehe leider in die Politik, um ihre eigene soziale Frage zu sichern. […] (sic!)

 […] „Ich wäre wirklich gerne in den Rat der Stadt eingezogen“, bekundet Schadwill und weiter, „Dazu müsste aber das Paket stimmen. Das stimmt leider im Moment nicht. Der aktuelle Spitzenkandidat der für die Bürgerbewegung in den Rat ziehen möchte, hat … keine Bindung zu unserer Stadt. Seine Interessen sind sehr überschaubar und überhaupt nicht mit meinen zu vergleichen. Deshalb kann ich es auch nicht mit meinem Gewissen verweinbaren, Wahlkampf mit diesem Menschen zu betreiben und letztendlich hinter her 6 Jahre lang mit ihm Stuhl an Stuhl im Rat zu sitzen.“ […] (sic!) (Hervorhebungen durch Redak.)

Bei dem aktuellen Spitzenkandidaten in Remscheid handelt es sich um den ex. NPD´ler Andre Hüsgen, der ein durch die NPD errungenes Mandat in Ennepetal innehatte und dort seine Aufwandsentschädigungen als Ratsmitglied eingestrichen hat. Nun zog Hüsgen Anfang November nach Remscheid, wo er bei der Kommunalwahl als Spitzenkandidat für „ProNRW“ kandidieren wird. Das erforderliche Nachrückverfahren für den Sitz in Ennepetal, der der NPD zusteht, die ihn ursprünglich ja erhalten hatte, ist noch nicht abgeschlossen. Quelle

Freundschaft beendet
Noch am 1. November 2013 faselte Hüsgen bezüglich der Unterstützung von Pro NRW durch die IG-Remscheid, deren Vorsitzender Jörg Schadwill ist: „Es wächst zusammen, was zusammen gehört! In den letzten Monaten fand zwischen unseren Organisationen ja schon ein reger Austausch statt, der mittlerweile auch zu persönlichen Freundschaften gewachsen ist.“ Das zur Schau gestellte Grinsen auf dem Freundschaftsfoto dürfte den beiden Pro-Akteuren nach Schadwills Offenbarung hingegen aus dem Gesicht geglitten sein. Ebenso wird es wohl kaum noch gemeinsame Planschstunden an Schadwills Pool mit Hüsgen und Lebensgefährtin sowie deren Kindern geben.

Eigene soziale Frage
Wenn man die Aussage Schadwills zum Thema „eigene soziale Frage“ auf das Umfeld von Hüsgen und Familie bezieht, was ja durchaus gemeint sein könnte, keimt leises Verständnis auf.

Claudia Gerhardt (Bötte), ex. „NPD-Werbeikone“ ist Spitzenkandidatin von Pro NRW in Wuppertal. Der ex. NPD´ler Andre Hüsgen ist Spitzenkandidat in Remscheid. Joachim Bötte und Ehefrau Beate bekleiden derzeit Ausschussposten im Radevormwalder Rat. Joachim Bötte, 59 jähriger Maler und Anstreicher kandidiert auf Listenplatz 2 für Pro NRW in Radevormwald.

Sollten die Visionen dieser Personen, in Fraktionsstärke in die Räte einzuziehen, Wirklichkeit werden, könnte man noch über Kreuz die Fraktionsgeschäftsführungen stellen. Also rein hypothetisch Hüsgen in Wuppertal und Gehrhard in Remscheid und dann noch einmal abkassieren. Gehen Schadwills Gedanken etwa in diese Richtung?

Wahlempfehlungen
Schadwill empfiehlt den Remscheider Bürgern:
„am 25. Mai … das Kreuzchen an der Stelle setzten, wo sie die kommenden 6 Jahre am besten mit zurecht kommen. Denn es kommt nicht darauf an welche Partei an die Macht soll, es kommt darauf an, welche Partei am besten für Remscheid ist!“ (sic!) Also doch nicht Pro NRW wählen?

Wir empfehlen:
Keine Unterschrift und keine Stimme für pro Köln und Pro NRW mit seinen Möchtegern-Politikern wie Andre Hüsgen in Remscheid zur Kommunal- und Markus Beisicht zur Europawahl 2014, denn:

Pro NRW/Köln […] „sei über den bloßen Verdachtsfall hinausgehend als verfassungsfeindlich einzuschätzen, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW‘ missachten Menschenrechte, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ schüren Fremdenfeindlichkeit, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ verbreiten islamfeindliche Vorurteile, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ werten Minderheiten ab und grenzen sie aus.“ […], so der Verfassungsschutzbericht  NRW 2012.

Ihr Ronald Micklich

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