Pro Köln nominiert Kandidaten: Die Propagandaabteilung des Vereins gibt bekannt!

Wahlen 2014Kandidaten der Reserveliste
Mit lautem Getöse, wohl unerfüllbaren und utopischen Wahlprognosen aber dafür mit teilweise geschönten Berufsbezeichnungen stellt Pro Köln seine ersten 10 Kandidaten für die Reserveliste zur Kommunalwahl am 25. Mai 2014 vor.

Da selbst auch nur ein einziges Direktmandat in einem der Wahlkreise ausgeschlossen ist, kann eine mögliche Wahl in den Rat der Stadt Köln ausschließlich über die Reserveliste erfolgen. In der Reihenfolge der Listenplätze (LP) auf der Reserveliste (RL) werden die nominierten Kandidaten die durch die Wahl errungenen Ratsplätze belegen. Bisher hat Pro Köln 5 Mandate inne (mit 5,4% Stimmenanteil 2009 erreicht).

Ob die ersten LP, wie 2009, wieder mit der Zahlung eines Obolusses von 3.000 €uro verbunden waren, ist nicht bekannt.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass sich die Familie Schöppe (Bernd, Daniel und Martin) , insbesondere aber das Kölner „Noch-Ratsmitglied“ Bernd Schöppe, der zu den Gründungsmitgliedern von Pro Köln gerechnet wird, nun keine Erwähnung mehr bei Pro Köln/NRW erfährt und offenbar dort auch keine Rolle mehr spielt.

Reihung
Listenplatz (LP1) Judith Wolter, LP2 Markus Wiener, LP3 Jörg Uckermann, LP4 Karel Schiele, LP5 Michael Gabel, LP6 Tony Xaver Fiedler, LP7 Christel Tank, LP8 Jana Schiele, LP9 Waldemar Staudenherz, LP10 Klaus Arlt.

Vorstellung der Kandidaten
Natürlich gilt bei der Vorstellung der Kandidaten auf der Propaganda-Webseite der Bürgerbewegten einmal mehr das beliebte Pro-Motto „mehr Schein als Sein“.

Die Bergische Stimme stellt Ihnen die Kandidaten aus einer etwas anderen Sicht vor:
Familie Wiener/Wolter – Auf LP1 wurde erwartungsgemäß die 35jährige Rechtsanwältin Judith Wolter gewählt, die in der Anwaltskanzlei des Vierfachvorsitzenden von Pro Köln/NRW, Markus Beisicht & Dr. Schlaeper arbeitet. Auf LP2 wurde ihr Ehemann Markus, der seinen Familiennamen Wiener behalten hat gewählt, was auch nicht anders zu erwarten war.

LP3: Erstaunlicher Weise konnte sich der vorbestrafte Jörg Uckermann, gegen den, wie der Kölner Stadt Anzeiger berichtete, noch ein Betrugsverfahren wegen Sozialbetrug anhängig sei, den dritten Listenplatz sichern. Seine Vorstrafenlatte scheint kein Hindernis für einen scheinbar sicheren Listenplatz zu sein.

Familie Schiele errang die LP4 und 8. Der ehrgeizige KVB-Busfahrer Karel Schiele ging zur Kommunalwahl 2009 mit LP6 baden und kam erst durch den Weggang von Manfred Rouhs in den lang ersehnten Genuss der Ratsmitgliedschaft und den damit verbundenen Erlösen.

LP5 belegt Michael Gabel, der wegen seiner Verbalausfälle bekannt ist. Als Ausschussmitglied im Rat der Stadt Köln gibt Michael Gabel in seiner „Ehrenerklärung“ als Beruf Schauspieler und als Arbeitgeber die Burghofbühne Dinslaken an. Schon vor Jahren hat sich die Burghofbühne von Gabel getrennt, ein Vertragsverhältnis besteht nicht mehr. Den von Gabel auf der Ehrenerklärung unterschriebenen Passus, „sofern sich Änderungen zu den obigen Angaben ergeben, werde ich diese unverzüglich dem Amt des Oberbürgermeisters mitteilen“, hat das Mitglied der selbsternannten NRW-Grundgesetzpartei die „Null Toleranz“ bei Rechtsverstößen propagiert offensichtlich ausgeblendet.

Auf den LP6 und 7 sowie 9 und 10 folgen der Pro Köln Fraktions-Referent Tony Fiedler, die Krankenschwester Christel Tank, der Rentner Waldemar Staudenherz und der Einzelhandelskaufmann Klaus Arlt.

Chancen
Mit der Aussage 6% plus X und einem weiteren Zugewinn an Mandaten bei der Kommunalwahl haut Pro Köln mächtig auf den Putz. Die Chancen stehen aber eher schlecht. Nur wenn es den Blendern von Pro Köln gelingt an die Wahl 2009 anzuknüpfen, sind eventuell wieder 5 Mandate drin. Die Liste schließt dann bei Michael Gabel. Die Frage ist ob dies gelingt. Der Rest der Kandidaten wird sich dann eher in den Ausschüssen wiederfinden.

Die AfD hat ihren Stadtparteitag am 9. Februar in der alten Versteigerungshalle, Marktstraße 10, in 50968 Köln-Raderberg abgehalten. Hier sollten die Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Kölner Kommunalwahl festgezurrt werden. Ergebnisse liegen jetzt vor. Sollte es der „Alternative“ gelingen die bürokratischen Formalitäten wie die Beibringung von Unterstützungsunterschriften fristgerecht zu erfüllen, wird Pro Köln mit der AfD einen erheblichen Konkurrenten um die Gunst der Wählerstimmen im Rennen haben und die anvisierten 6% plus X wohl nicht erreichen.

Der Unterschied zwischen AfD und Pro Köln liegt auch hier:

Pro NRW/Köln […]„sei über den bloßen Verdachtsfall hinausgehend als verfassungsfeindlich einzuschätzen, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW‘ missachten Menschenrechte, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ schüren Fremdenfeindlichkeit, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ verbreiten islamfeindliche Vorurteile, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ werten Minderheiten ab und grenzen sie aus.“[…], so der Verfassungsschutzbericht NRW 2012. Auf die AfD trifft dies nicht zu.

Deshalb: Keine Unterschrift und keine Stimme für pro Köln und Pro NRW mit seinen Profit- Politikern zur Kommunal- und Markus Beisicht zur Europawahl 2014.

Ihr Ronald Micklich

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