Pro NRW: Braune Flecken in Rade, Essen und Duisburg

Braune FleckenNPD und Pro NRW wollen am 1. Mai in Duisburg aufmarschieren
„Zwei rechte Aufmärsche stehen der Stadt Duisburg am Tag der Arbeit bevor: Die NPD hatte bereits angekündigt, am 1. Mai durch die Straßen der Innenstadt zu ziehen. Jetzt haben auch noch die Rechtspopulisten von Pro NRW eine Demo am selben Tag bei der Polizei angemeldet. Auch Gegendemos sind bereits angekündigt. Duisburg bleibt vor weiteren Aufmärschen rechter Hetzer nicht verschont,“ berichtet die WAZ. Vollständiger Artikel

NPD, Die Rechte und Pro NRW – Brauner 1. Mai im Ruhrgebiet
„Da waren es drei: Nachdem bereits vor Wochen NPD und Die Rechte erklärt haben, am 1. Mai in Duisburg (NPD) und Dortmund (Die Rechte) auf die Straße zu gehen hat sich nun auch Pro NRW dazugesellt: Pro NRW wird am 1. Mai in Essen eine Demonstration durchführen  und am Abend dann in Duisburg weiter gegen Migranten hetzen,“ schreiben die Ruhrbarone auf ihrem Blog.

Pro NRW-Funktionärsgezeter
„Es ist eine absolute Frechheit wenn hier PRO NRW als “braun” bezeichnet wird. Unsere Bürgerbewegung bekennt sich uneingeschränkt zum deutschen Grundgesetz und zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung unserer Republik. Dies in eine Linie mit der geheimdienstlich unterwanderten NS-NPD und der Nazikameraden-Parteiattrappe ‘Die Rechte’ zu stellen ist wirklich ziemlich unanständig“, zetert Christoper von Mengersen (C.v.M.) als Kommentator auf dem Blog der Ruhrbarone.

Radevormwald: Braune Flecken
Am 13.02.2014 um 22:30 Uhr zeigte der WDR unter dem Titel Menschen hautnah – Braune Flecken: „Wenn rechter Hass kriminell wird“, eine abschließende Zusammenfassung über die Ereignisse vom April 2012 bis zum Abschluss im Januar 2014 in Radevormwald, die sich von der Anklage bis zum erstinstanzlichen Urteil vor dem Landgericht Köln mit dem Freundeskreises Rade und ihren Akteuren auseinandersetzte.

Pro NRW spielte hierbei nicht nur eine unrühmliche Nebenrolle. Im Video kommen zu Wort oder werden benannt (ca. ab Minute 19): ex. NPD´ler Andre Hüsgen (Spitzenkandidat Pro NRW zur Kommunalwahl 2014 in Remscheid), seine Lebensgefährtin Claudia Gerhardt (Spitzenkandidatin Pro NRW zur Kommunalwahl 2014 in Wuppertal, Jack Schmitz (Wahlhelfer und Pro-Demoteilnehmer hier im Bild mit Claudia Gerhardt) und weitere von Pro NRW in Ausschüssen untergebrachte Personen.

Kommentar
Es ist schon absurd, wenn der Vierfachvorsitzende von einer NRW-Grundgesetzpartei faselt und nun auch C.v.M. die Gebetsmühle weiterdreht. So schreibt der Verfassungsschutz im aktuellen Bericht:

„Wenn sich „pro Köln e.V.“ und „pro NRW“ immer wieder geradezu demonstrativ zum Grundgesetz bekennen und sich gegen jede Form von Extremismus verwahren, wirkt dies taktisch motiviert. Agitation und Propaganda stehen zumindest in Teilen in offenem Widerspruch zur vordergründig wirkenden Bejahung der Verfassungsgrundsätze des Grundgesetzes. Äußerungen und Aktivitäten haben die tatsächliche Ausrichtung auch in 2012 wieder erkennen lassen. Mit Stereotypen wird häufig ein Bedrohungsszenario gezeichnet, für das einseitig bestimmte Bevölkerungsteile verantwortlich gemacht werden. Wortwahl und Argumentationsmuster lassen ein Menschenbild deutlich werden, das mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist.“Quelle VS-Bericht 2012 (Unterstreichungen durch Redak.) Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

Bereits am 28.10.2013 berichteten wir über Hüsgen (Kemna Affäre, versuchte Strafvereitelung in NPD-Affäre), Christoph Thomas Schmidt der Spitzenkandidat für Pro NRW im Ennepe Ruhr Kreis und in Witten ist (JN Landesbeauftragter verhöhnt Opfer des Holocaust) und ihre rechtsradikale Vergangenheit mit weiteren Verweisen. Die weiteren, jetzt für die Kommunalwahl 2014 benannten vorbestraften Kandidaten runden das Bild der selbsternannten NRW-Grundgesetzpartei nur ab.

Auch deshalb: Keine Unterschrift und keine Stimme für pro Köln und Pro NRW für ex. NPD´ler zur Kommunal- und Markus Beisicht zur Europawahl 2014, denn:

Pro NRW/Köln […]„sei über den bloßen Verdachtsfall hinausgehend als verfassungsfeindlich einzuschätzen, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW‘ missachten Menschenrechte, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ schüren Fremdenfeindlichkeit, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ verbreiten islamfeindliche Vorurteile, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ werten Minderheiten ab und grenzen sie aus.“[…], so der Verfassungsschutzbericht NRW 2012

Ihr Ronald Micklich

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