Pro NRW: Geplanter Anschlag auf Beisicht jährt sich – Tränendrüsen-Kundgebung als Wahlkampfauftakt in Opladen

Markus Beisicht

Archivfoto: Köln Moschee Demo – Beisicht in Aktion

Kundgebung geplant
Am 15.03.2014 will Pro NRW in der Opladener Fußgängerzone, Höhe Aloysius-Kapelle, eine Kundgebung durchführen. Unter der Überschrift “Meinungsfreiheit statt Extremismus” wird dann ab 11:00 Uhr die üblich Hetze zu vernehmen sein. Die Bürgerbewegten bitten um zahlreichen Besuch der Veranstaltung. Ob auch der Vierfachvorsitzende seine Stimme ertönen lässt und von der verschlafenen Aktion in der Nähe seines Wohnsitzes berichtet, ist nicht bekannt.

Drama(tische) Propaganda
„In der Nacht des 13. März 2013 versuchte ein salafistisches Terrorkommando, den PRO NRW-Vorsitzenden Markus Beisicht vor seinem Haus in Leverkusen zu ermorden. In letzter Sekunde verhinderte eine Spezialeinheit der Polizei aus Essen die Ausführung des geplanten Attentats“ klagen die Propagandalautsprecher der Bürgerbewegten und buhlen um das Mitleid mit dem augenscheinlich gerade noch mit dem Leben davon gekommenen Vierfachvorsitzenden Rechtsanwalt Markus Beisicht und seiner Familie. Welch ein Drama!

Was war geschehen?
„Am Mittwochmorgen gegen zehn Uhr ist der Chef der rechtsextremen Partei Pro NRW von der Polizei informiert worden, dass in der Nacht zuvor ein Anschlag auf sein Leben vereitelt worden war“, schreibt der KStA. Beisicht lag friedlich schlummernd im Bett und hat von den Ereignissen in der Nacht aber auch rein gar nichts mitbekommen.

Auf dem Propagandakanal von Pro NRW klingt das dann zusammengefasst so: „Ein salafistisches Terrorkommando versuchte den PRO NRW-Vorsitzenden Markus Beisicht vor seinem Haus in Leverkusen zu ermorden. In letzter Sekunde verhinderte eine Spezialeinheit der Polizei aus Essen die Ausführung des geplanten Attentats.“

Nicht ernst genommen
„Ich habe die Gefahr immer nur als abstrakt und irreal eingeschätzt, sie niemals wirklich ernst genommen“, sagte Beisicht am 14.03.2013 dem KStA. Dies hängt möglicherweise damit zusammen, dass der Parteichef nach eigener Aussage schon des Öfteren mit Todesdrohungen konfrontiert worden sei. Die schon seit Jahren vor seinem Haus anwesende Polizeipräsenz bestätigt dies offensichtlich. Die ständigen Attacken gegen Minderheiten, die auch zur Kommunalwahl 2014 wieder Wahlkampfthema sind, sind sicherlich mit verantwortlich für die ausgelösten Aggressionen.

Attacken gegen Minderheiten
„Pro NRW schüre durch „schäbige Hetzkampagnen“ Ausländerhass. Das sei „erbärmlich und gefährlich für unser Land“, so NRW- Innenminister Ralf Jäger im März 2013.

 „Diese Attacken zeigen zugleich, wie gefährlich die dumpfnationalen Hetzparolen und die antiislamische Propaganda sind, die Pro NRW verbreitet. Es ist ein hochbrisantes Spiel, das die rechtsextremistischen Provokateure betreiben, wenn sie Ressentiments gegen den Islam schüren in der Hoffnung auf ein paar Prozentpünktchen bei der nächsten Kommunalwahl. Ein „Spiel“, das nicht nur sie selbst in Lebensgefahr bringen kann, wie sich am Dienstag gezeigt hat, sondern das gesellschaftliche Miteinander in Nordrhein-Westfalen und im ganzen Land gefährdet“, schreibt der KStA am 13.03.2013 als Kommentar dazu.

Rechte Hetze gegen Schutzsuchende und Muslime
unter dieser Überschrift findet am 13.03.2014, also genau 1 Jahr nach dem geplanten Anschlag auf Beisicht folgender Text im Internet:

„Kurz vor den Europawahlen versuchen rechtsextremistische Gruppierungen gezielt mit Hetzkampagnen gegen Muslime und Immigranten zu punkten. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) warnte am Donnerstag in Düsseldorf vor einer Zunahme fremdenfeindlicher Aktivitäten durch Rechtsextremisten. Neonazis schürten mit ihren Kampagnen gezielt Hass gegen Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen seien und in Deutschland Schutz suchten, sagte Jäger. Durch die „menschenverachtende Propaganda“ der Rechtsextremisten werde hierzulande „das friedliche Miteinander gefährdet“.

„Grund für die Sorge ist wieder einmal die rechtsextreme Organisation „Pro NRW“. Diese will in der Zeit vom 1. – 25. Mai Lichterketten gegen „Armutszuwanderung und Überfremdung“ vor Asylbewerberheimen und Moscheen aufstellen. Hier würden „unter dem Deckmantel“ eines unverfänglichen Namens bewusst „Ängste vor Überfremdung“ geschürt und ausländerfeindliche Parolen verbreitet, sagte der Innenminister. „Pro NRW“ sei eindeutig verfassungswidrig, weil deren Anhänger die Menschenrechte für bestimmte Personengruppen außer Kraft setzen wollten. Deshalb werde diese Organisation zu Recht vom Verfassungsschutz beobachtet, betonte Jäger.“

Auch aus diesem Grunde: „Keine Stimme für Pro NRW-Leverkusen mit ihrer Tränendrüsen- und Mitleids-Opferrolle zur Kommunal- und ihrem Anführer Markus Beisicht zur Europawahl 2014“

Ihr Ronald Micklich

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