Pro NRW-Opladen: Hetzkundgebung wie üblich, aber nicht ganz friedlich

Pro Demo Opladen pixSammeln zur Demo
Schon gegen 10:30 Uhr versammelte sich ein Großteil der üblichen Dauerdemonstranten vor der Opladener Kanzlei ihres Vierfachvorsitzenden Rechtsanwalt Markus Beisicht in der Gartenstraße. Unweit standen einige Scouts um die Situation am ausgewiesenen Demostandort in der Fußgängerzone zu sondieren.

Erste Aggressionen vor Beginn der Veranstaltung
Markus Beisicht, Vorsitzender von Pro NRW/Köln in eigener Person bemerkte den Fotografen der Bergischen Stimme und eilte schnurstracks auf ihn zu, um ihn an der Ausübung seiner journalistischen Tätigkeit, nämlich Fotos zu schießen, zu hindern. Dies erfolgte aggressiv, mit hoher Intensität und körperlicher Nähe. In dieser Zwangslage musste der Journalist polizeiliche Hilfe herbeirufen um unversehrt zu bleiben, da Beisicht sich wutschnaubend, augenscheinlich nicht mehr recht unter Kontrolle hatte. Einige Gegendemonstranten standen dem Bedrängten spontan zur Seite um Schlimmeres zu verhindern, bis die Polizei  vor Ort war. Dafür hier ein Dankeschön für die unerwartete Hilfe.

Auch ein Dankeschön an Herrn Beisicht, der mir leise ein perönliches, seinem Niveau entsprechendes „Kompliment“ aussprach. Schade das es keine Ohrenzeugen dafür gibt. Anerkennung dieser Art aus seinem Munde zeigt, dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde. Also weiter so!!

Abweichende Kundgebungsinhalte
Die Kundgebung, an der ca. 35 den Insidern bekannte Dauerdemonstranten und Mandatsverpflichteten teilnahmen, sollte unter dem Motto „Meinungsfreiheit statt Extremismus“ durchgeführt werden und sich auf die Jährung des versuchten Anschlags auf Beisicht beziehen. Dieses Ereignis nahm aber nur einen vernachlässigbaren Teil der Veranstaltung ein. Vielmehr wurde im Wahlkampfthema gegen Asylanten und  andere Minderheiten gehetzt. Markus Wiener und der vorbestrafte Propagandalautsprecher aus Köln, Jörg Uckermann, die sich beide mit weiteren Angeklagten am 11.04.2014 vor dem Kölner Landgericht wegen des Vorwurfes gewerbsmäßigem und bandenmäßigem Betrugs zu verantworten haben, forderten auch heute wieder „Null Toleranz bei Rechtsbrüchen“ ein. Da bleibt einem glatt die Spucke weg.

Es gab noch zwei kleinere Rangeleien zwischen Gegendemonstranten und Pro NRW´lern. Dabei wurde eine aggressive Pro-Aktivistin zur Personenfeststellung kurzzeitig aus dem Verkehr gezogen. Auf dem Boden im nassen sitzend, gab sie den Ordnungshütern offensichtlich die gewünschten Auskünfte und durfte sich wieder einreihen. Auch Rechtsanwalt Beisicht war schnell zur Stelle. Braucht die Dame etwa Rechtsbeistand?

Als dann Tony Xaver Fiedler noch seine Geschichte, „Asylanten erhalten neben Hartz IV zusätzlich 2.262,50 Euro monatliche Eingliederungshilfe und kommen so auf über 4.000,00 Euro monatlich für eine vierköpfige Familie. Deutsche werden zu Menschen zweiter Klasse im eigenen Land“ (wir berichteten) auftischte, wurde es gegen 12:10 Uhr unerträglich. Auf das mögliche Geschwätz des selbsternannten „mutigsten Politiker Europas“ konnte ich heute hier und in Zukunft im Europarat gerne verzichten.

Mit welchen Ansprachen Pro NRW versucht die Wähler einzufangen wurde wieder einmal sehr deutlich. Der Verfassungsschutzbericht NRW 2012 bringt es auf den Punkt:

Pro NRW/Köln […]„sei über den bloßen Verdachtsfall hinausgehend als verfassungsfeindlich einzuschätzen, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW‘ missachten Menschenrechte, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ schüren Fremdenfeindlichkeit, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ verbreiten islamfeindliche Vorurteile, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ werten Minderheiten ab und grenzen sie aus.

Ergo: Keine Stimme den Hetzern von Pro NRW zur Kommunal- und dem Opladener Rechtsanwalt Markus Beisicht zur Europawahl 2014!

Ihr Ronald Micklich

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