Pro NRW/Köln, Pro Deutschland und „Die Freiheit“ im Abwind

Berlin Demo 16.03.2014Pro Deutschland
Gerade einmal drei Unentwegte kamen am Sonntag statt der angekündigten 10 Demonstranten zum Oranienplatz in Berlin um gegen das Flüchtlingscamp zu protestieren. Wo waren die Funktionäre wie Manfred Rouhs (Bundesvorsitzender), Rolf Benz (Landesschatzmeister), Dr. Manfred Schlender (Beisitzer), Lars Seidensticker (stellv. Landesvorsitzender), Günter Czichon (Landesvorsitzender), Hans-Joachim Goldschmidt (Beisitzer), Moritz Elischer (Beisitzer)? Hohn und Spott musste das Trio live bei Twitter und in der Presse über sich ergehen lassen.

So berichtet die TAZ unter der Überschrift: Pro Deutschland am Oranienplatz – Die Eier nicht wert!

Textauszug: „Wie viele Pro-Deutschland-Mitglieder braucht es für einen peinlichen Auftritt? Diese Frage haben sich die Rechtspopulisten am Sonntag auf dem Berliner Oranienplatz selbst beantwortet. Es sind drei. Einer spricht ins Megafon, einer hält mit der Kamera drauf – und einer trägt im Hintergrund die Deutschland-Flagge.

Zum Spaß-Sextett für die Gegendemonstranten fehlte nur noch der „Todeskandidat“ Nico Ernst von Pro NRW-Bonn mit seiner (ex.?) Verlobten und der ex. Pirat/Pro`ler Oliver Wesemann, um die Lachnummer perfekt zu machen. Dann hätte die Truppe Eintritt nehmen können.

Die Freiheit
Auf dem Pro NRW-freundlichen Internetportal PI gibt Michael Stürzenberger, Parteivorsitzender der Freiheit am Vortag der Kommunalwahl in Bayern bekannt, dass seine Partei die Kontakte u. A. mit Politikern von Pro Köln / Pro NRW vertiefen will. Ziel sei es, in dreieinhalb Jahren mit einer starken geeinten politischen Kraft in den Bundestag einzuziehen. Ob das mit Pro NRW mal kein Knieschuss war. Zusammen mit Beisicht und Pro NRW bleibt der Bundestag ohnehin nur eine Fiktion.

Das vorläufige Wahlergebnis in München sollte ernüchtern. Nur 0,6% der gültigen Stimmen konnte Herr Stürzenberger, da wo er wählbar war, auf sich vereinen. So muss Stürtzenberger neben einem Sitz im Rat wahrscheinlich auch auf 2291,95 Euro Grundaufwandsentschädigung plus Sitzungsgelder verzichten.

Pro NRW
Auch bei Pro NRW-Bochum gibt es offenbar Rückschläge. Augenscheinlich ist sich ein Kandidat für die Kommunalwahl 2014 über die Tragweite seiner Entscheidung, für die vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichnete Partei zu kandidieren, bewusst geworden. So soll der von Pro NRW auf Listenplatz 3 gesetzte Kandidat Max W. seine Kandidatur zurückgezogen haben oder dies vorhaben. Ob noch weitere Personen einer solchen Entscheidung folgen ist unbekannt aber nicht ausgeschlossen, da eine linksorientierte Gruppierung angekündigt hat, die ab Mitte April bekannt werdenden Kandidaten von Pro NRW auf breiter Front öffentlich bekannt zu machen. Quelle

Für die Kommunalwahl 2014 kündigt der Vierfachvorsitzende laut einer Pressemitteilung vom heutigen Tage (RP) lauthals ein Wahlergebnis von 10% in Leverkusen an. Über die Phantasien des Leverkusener Rechtsanwaltes braucht man kein Wort mehr zu verlieren. Bei Beisicht scheinen die Nerven blank zu liegen. Da kann es leicht passieren, dass die Sicherungen durchbrennen, wenn aufgezeigt wird wo die Unterschiede zwischen Realität und Wolkenkuckucksheim liegen.

Auf seiner Auftaktveranstaltung zum Wahlkampf in Leverkusen konnten gerade einmal Markus Beisicht, der Rechtsanwalt Jürgen Clouth und die gerade aus einem Leverkusener Presbyterium entfernte stellvertretende Kreisvorsitzende Maria Demann aus dem Leverkusener Kreisverband, gesichtet werden. Unwahrscheinlich, dass sich Weitere getarnt haben. Viele sonst immer anwesende Alt-Pro NRW´ler nehmen offensichtlich schon seit Monaten nicht mehr an den Hetzveranstaltungen teil. Hat auch hier ein Sinneswandel stattgefunden? Die Frist, seine Pro NRW-Kandidatur noch zurückzuziehen ist der 7. April 2014, 18.00 Uhr bei Ihrem zuständigen Wahlamt. Für eine Kehrtwende ist es nie zu spät, denn bedenken Sie:

Pro NRW/Köln […]„sei über den bloßen Verdachtsfall hinausgehend als verfassungsfeindlich einzuschätzen, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW‘ missachten Menschenrechte, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ schüren Fremdenfeindlichkeit, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ verbreiten islamfeindliche Vorurteile, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ werten Minderheiten ab und grenzen sie aus.“[…], so der Verfassungsschutzbericht NRW 2012.

Identifizieren Sie sich trotz dieser Erkenntnisse mit Pro NRW/Köln? Können Sie dies gegenüber Ihren Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen usw. vertreten? Wollen Sie (weitehin) dazu gehören?

Unsere Meinung: „Keine Stimme und keine Unterstützung für Pro NRW zur Kommunal- und ihrem Anführer Markus Beisicht zur Europawahl 2014“

Ihr Ronald Micklich

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