Pro Köln: Ellenlange Anklageschrift – Uckermann bleibt weiter in Haft

Bild: Uckermann und Wolter mit Anwälten Donay, Clouth, Picker v.li. n. re.

Bild: Uckermann und Wolter mit Anwälten Donay, Clouth, Picker v.li. n. re.

Die Angeklagten
Wegen bandenmäßigem Betrug stehen seit dem 11.04.2014 die Pro Köln/NRW Spitzenfunktionäre und Ratsleute Judith Wolter (Schatzmeisterin Pro NRW, Fraktionsvorsitzende Pro Köln), ihr Ehemann Markus Wiener (Generalsekretär Pro NRW), Bernd Schöppe und Jörg Uckermann (stellvertretender Landesvorsitzender Pro NRW) vor Gericht.

Der erste Termin am 11.04.2014 platzte, da Uckermann unentschuldigt der Verhandlung fernblieb. Sein Anwalt Paul Jürgen Clouth (Ratsmitglied Pro NRW Leverkusen) erklärte lapidar, Uckermann würde sich in stationärer Behandlung in einem Krankenhaus befinden, konnte aber weiterhin nicht in Erfahrung bringen wo sich sein Mandant befindet. Daraufhin erließ der Vorsitzende Richter Dr. Jörg Michael Bern Haftbefehl. Schließlich wurde Uckermann im Landeskrankenhaus Merheim verhaftet und später in Untersuchungshaft verbracht.

Den Haftbefehl gegen Jörg Uckermann ließ die 12. Große Strafkammer am Montag bei einem nichtöffentlichen Prüfungstermin bestehen. Offenbar sehen es die Richter nicht als gewährleistet an, dass Uckermann zu den nächsten Prozessterminen freiwillig erscheint. Der dritte Verhandlungstag findet am Montag dem 5. Mai 2014 im Saal 112 des Landgerichtes Köln statt.

Zweiter Prozesstag
Als gesichtsbraun pigmentierter Strahlemann, genoss Jörg Uckermann seinen Auftritt vor Gericht offenbar sehr. Nichts war zu erkennen von einem „definitiv kranken Mann“, der „dringend ärztlicher Behandlung“ bedürfe, schon länger psychische Probleme habe und „zeitweise sogar regelrechte Ausfallerscheinungen gehabt“ habe, wie der Pro-Mehrfachvorsitzende  Markus Beisicht in einem Gespräch mit dem KStA ausgeführt haben soll.

Im Gegenteil, Uckermann war bester Laune und konnte sich auch gegen den Staatsanwalt einen Seitenhieb nicht verkneifen. Zwischen seinen Verteidigern stehend foppte Uckermann grinsend: „Herr Scherf, von Ihnen macht niemand Fotos, tut mir Leid, dabei haben Sie sich so viel Arbeit gemacht.“ Uckermann scheint augenscheinlich immer noch nicht gelernt zu haben, wann er seinen großen Rand besser zulassen sollte.

Ellenlange Anklageschrift
Staatsanwalt Scherf legt den vier Angeklagten zur Last, von 2008 bis 2012 planmäßig zu viel Geld für Fraktions- und Arbeitskreissitzungen abgerechnet zu haben – zu Ungunsten der Stadtkasse. Alle Einzelfälle wurden mit Datum, dem Namen der betroffenen Person und der Einzelsumme des vakanten Betrags (meist knapp 40€) belegt.

Allein für den Teil Uckermann aus der Anklageschrift benötigte der Staatsanwalt 45 Minuten. Angeklagt wurden 354 selbstständige Handlungen, von denen 223 von Uckermann, 40 von Markus Wiener, 45 von Judith Wolter und 46 von Bernd Schöppe zu vertreten sind. Hierbei sollen die Angeklagten mit ihren Unterschriften die Richtigkeit von Sitzungslisten bestätigt haben, obwohl sie gewusst hätten, dass in ihnen Personen aufgeführt waren, die nicht teilgenommen hatten. Auch sollen mehrere eigene Abrechnungen für Sitzungen vorgelegt worden sein, an denen die Betroffenen nicht teilgenommen haben. Etliche Sitzungen sollen überhaupt nicht stattgefunden haben.

Weitere Anklagepunkte gegen Uckermann
Weiterhin wirf Staatsanwalt Scherf Uckermann vor, zu Unrecht Verdienstausfallzahlungen (14.232 Euro) für die Teilnahme an Sitzungen beantragt zu haben, obwohl er nicht berufstätig gewesen sei; zudem habe er bei der Beantragung von Hartz IV seine Aufwandsentschädigungen verschwiegen und Steuern hinterzogen (ca. 1.300 Euro). Dabei soll Uckermann an Eides statt versichert haben, über keine Einkünfte zu verfügen. Weitere 4 stellige Eurobeträge sollen von Uckermann unrechtmäßiger Weise z. B. vom Jobcenter für Mietzahlungen eingenommen worden sein. Die von Uckermann laut Anklage in betrügerischer Weise zu Unrecht bezogenen leistungsfreien Entgelte summieren sich auf einen beträchtlichen 5-stelligen Eurobetrag.

Uckermann-Verteidiger Paul Jürgen Clouth hat es offenbar nach dem Verlesen der ihm schon bekannte Anklageschrift die Stimme verschlagen. Zumindest war bis zum Prozessende kein Pieps mehr von ihm zu vernehmen.

Befangenheitsanträge statt Stellungnahme
Kein Beschuldigter oder Rechtsvertreter nahm Stellung zu den Vorwürfen. Statt dessen stellte die Verteidigung Befangenheitsanträge gegen den Vorsitzenden Richter Dr. Jörg Michael Bern. Schon die Terminierung des Prozesses zeige politische Voreingenommenheit: Einer „kleinen Wählervereinigung“ solle kurz vor der Kommunal- und Europawahl geschadet werden. Befangen sei auch einer der Schöffen (Ulrich Keilhau): Als Vorstandsmitglied des CDU-Stadtverbands Wesseling könne er seiner Neutralitätspflicht nicht genügen. Die Kammer stellte ihre Entscheidung über die Befangenheitsanträge bis zum nächsten Verhandlungstag zurück.

Kommentar
Die Katze ist aus dem Sack, die Fakten zu den betrügerisch erzielten Euro-Beträgen sind vom Staatsanwalt benannt. Nun beginnt das große Zähneklappern bei Pro NRW/Köln. Wie üblich gibt es wieder eine völlig unglaubwürdige Gegendarstellung von Pro Köln zu den Pressemitteilungen, um nicht erdrutschartig Wählerstimmen zu verlieren. Die im Publikum vertretenen Pro Köln- Mitglieder und Funktionäre müssen augenscheinlich nur über ein begrenztes Wahrnehmungsvermögen verfügen, wenn sie die Anklageschrift gegen die Pro-Ratsmitglieder nicht richtig interpretieren. Pro Köln Zugehörigkeit hat offensichtlich erhebliche Nebenwirkungen. Die wenig kritischen Rest-Mitglieder werden an den Stammtischen wie üblich mit der Propaganda der Führungsfunktionäre ruhig gestellt.  Schuldig sollen natürlich nur einige im Streit geschiedene ehemalige Ausschussmitglieder der Fraktion Pro Köln sein. Auch dieses miese, niederträchtige Vorgehen gegenüber ausgetretenen Parteimitgliedern ist bei Pro Köln/NRW nicht unüblich. Beispiele dafür gibt es viele.

Unser Appell speziell an die Kölner/innen lautet:

„Keine Stimme für Pro Köln bei der Kommunalwahl 2014 und ihren Anführer Markus Beisicht zur Europawahl 2014“, denn unbeachtet des Betrugs-Prozesses gilt:

Pro NRW/Köln […]„sei über den bloßen Verdachtsfall hinausgehend als verfassungsfeindlich einzuschätzen, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW‘ missachten Menschenrechte, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ schüren Fremdenfeindlichkeit, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ verbreiten islamfeindliche Vorurteile, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ werten Minderheiten ab und grenzen sie aus.“[…], so der Verfassungsschutzbericht NRW 2012.

Ihr Ronald Micklich

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Landgericht Köln: Prozess gegen „Pro Köln“-Ratsmitglieder geht weiter

OLG Bild 1Spitzenfunktionäre unter Anklage
Die Führungsetage der rechtsextremen Partei „Pro Köln“ muss sich ab Montagmittag wieder vor Gericht verantworten. Vor der 12. Großen Strafkammer des Landgerichts geht der Betrugsprozess gegen die Ratspolitiker Judith Wolter, Markus Wiener, Bernd Schöppe und Jörg Uckermann weiter.

Der Prozess hatte Schlagzeilen gemacht, weil der Angeklagte Jörg Uckermann nicht zum Prozess erschienen war, dann gesucht und in einer Landesklinik verhaftet wurde und seitdem in Untersuchungshaft sitzt. Den Angeklagten wird bandenmäßiger Betrug bei der Abrechnung von Sitzungsgeldern vorgeworfen. Dafür drohen im Falle einer Verurteilung, laut einem Sprecher des Landgerichts, bis zu zehn Jahre Haft. Das Urteil soll im August gesprochen werden.

Ihr Ronald Micklch

Pro NRW: Sequenz von Negativmeldungen über eine als verfassungsfeindlich eingeschätzte Partei

Wolfgang Palm mit Grundgesetz (links) und Markus Beisicht (rechts)

Wolfgang Palm mit Grundgesetz (links) und Markus Beisicht (rechts)

Aachen: Der Kreisvorsitzende von Pro NRW in Aachen, Hauptkommissar Wolfgang Palm, hat seinen Prozess um die Suspendierung vom Polizeidienst nun endgültig verloren. Dazu berichten die Aachener Nachrichten:

„Nach der aktuellen und ausdrücklich nicht mehr anfechtbaren Münsteraner Gerichtsentscheidung war Oelze im Recht, als er den Hauptkommissar zunächst in den Innendienst versetzte und dann ganz suspendierte. Palm klagte in Düsseldorf gegen die Verfügung Oelzes. Der Disziplinarsenat des OVG Münster jedoch befand in seiner vorläufigen Eilentscheidung, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer „verfassungsfeindlichen Zielsetzung der Partei ‚Pro NRW‘ auszugehen“ sei. Des Weiteren sei ein disziplinarisches Hauptsacheverfahren gegen Palm in Düsseldorf anhängig, bei dem er voraussichtlich aus dem Beamtenverhältnis entfernt werde.“ 

Dies könnte für Palm bittere Folgen bezüglich seiner zu erwartenden, reichlich bemessenen Pension haben, die er dann verlieren würde. Bei den Landesversicherungsanstalten nachversichert, müsste sich Palm dann bis zum Erreichen des Rentenalters einen neuen Job suchen, denn an seinen Aktivitäten für Pro NRW gemessen, scheint er ja arbeitsfähig zu sein. Aber wer wird Palm noch Arbeit geben? Seine Rente dürfte dann um einiges spärlicher ausfallen.

Anstößige Wahlwerbung
Die Wahlplakate der Partei Pro NRW, die in größerer Zahl nicht nur in Aachen an Straßenlaternen im öffentlichen Straßenraum befestigt wurden, provozieren und verursachen bei vielen Bürgern Abscheu und subjektive Ärgernisse. Auch hierfür ist der stellvertretende Landesvorsitzende von Pro NRW Wolfgang Palm mit verantwortlich.

Jedoch stellt diese Plakatierung zunächst ungeachtet ihres möglichen ehrverletzenden Gehalts ein vom Schutzbereich des Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG erfasstes Werturteil dar, auch wenn die mit der Plakatierung zum Ausdruck gebrachten Botschaften bei vielen Betrachtern auf Ablehnung stoßen.

Der Schutz der Meinungsäußerungsfreiheit im Wahlkampf gilt jedoch nicht uneingeschränkt, sondern findet seine Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze. Die Grenzen der Meinungsfreiheit sind demnach überschritten, wenn die auf den Wahlplakaten in Schrift und Bild geäußerten Botschaften einen strafrechtlich relevanten Charakter aufweisen.
 
Bei einer Prüfung der Sach- und Rechtslage ist die Staatsanwaltschaft zu dem Ergebnis gekommen, dass die Wahlwerbungen trotz ihrer scharfen und übersteigerten Formulierungen letztlich (noch) nicht den Straftatbestand der Volksverhetzung gemäß § 130 Abs. 1 StGB erfüllen.

Aggressive Agitation von Pro NRW
Seit gut zwei Woche geht die Rechtsaußen-Partei Pro NRW massiv in Aachen auf Stimmenfang – zum Entsetzen vieler Bürger wird dabei vor allem Stimmung gegen Migranten gemacht. Was kann man dagegen tun, und wie soll man darauf reagieren? Diese Fragen beantwortet Dominik Clemens im Gespräch mit Gerald Eimer. Auszug:

„Asylbewerber und Muslime werden pauschal als kriminelle Betrüger und Gewalttäter dargestellt. Und dagegen kann man gar nichts tun?“

Clemens: „Doch. Ein wichtiger Punkt ist, Pro NRW zu entlarven. Sie ist eben keine „Bürgerbewegung“, obwohl sie sich selbst so definiert. Hinter dieser Maske verbirgt sich eine im Kern rassistische Partei. Sie bemüht sich gar nicht mehr, das zu verstecken. In den letzten Jahren ist die Agitation sogar immer aggressiver geworden. Pro NRW will Stimmung auf Kosten von Geflüchteten und Muslimen erzeugen. Das erklärt sich auch durch einige Funktionäre, die Erfahrung aus anderen rechtsextremen Parteien mitbringen.“

Ist Pro NRW eine rechtsextreme Partei?
Clemens: „Ja. Dieser aggressive Rassismus, den sie im Wahlkampf vertritt, lässt keinen Zweifel daran, dass sie im rechtsextremen Lager verortet werden muss.“ Quelle

Kommentar
Das entscheidende Hauptsacheverfahren soll am 26. Mai 2014, einen Tag nach der Kommunalwahl, am Düsseldorfer Verwaltungsgericht verhandelt werden. Dazu spekuliert die Aachener Zeitung: […] …, macht das OVG Münster eine Vielzahl von Nachweisen aus, dass es sich bei der Partei um eine „verfassungsrechtliche Bestrebung“ handele und Palm deshalb als hochrangiger Funktionär voraussichtlich aus dem Beamtenverhältnis entfernt werden wird.“[…]

So steht im gültigen Verfassungsschutzbericht NRW aus 2012:

Pro NRW/Köln […]„sei über den bloßen Verdachtsfall hinausgehend als verfassungsfeindlich einzuschätzen, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW‘ missachten Menschenrechte, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ schüren Fremdenfeindlichkeit, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ verbreiten islamfeindliche Vorurteile, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ werten Minderheiten ab und grenzen sie aus.“[…]

Auch aus diesem Grunde gilt: “Keine Stimme zur Kommunalwahl für Pro NRW allerorts und den Möchtergern-Politikern aus Aachen um den vom Dienst suspendierten Polizisten Wolfgang Palm, sowie ihrem Anführer Markus Beisicht zur Europawahl.”

Ihr Ronald Micklich

Kein Platz für „Pro NRW“- Hetze gegen Flüchtlinge

Keine Stimme für Pro NRWProtestkundgebung
„Koordiniert von „Essen stellt sich quer“, dem parteiübergreifenden Bündnis gegen Rassismus und Rechtsradikalismus wird am 1. Mai ab 14.00 Uhr im Bereich zwischen Rahmstraße und Graitengraben nahe des Palmbuschwegs in Altenessen eine Kundgebung stattfinden, die sich gegen die volksverhetzenden Aktionen von Pro NRW wendet. Tatsächlich versucht Pro NRW in diesem Wahlkampf nicht bloß mit diffuser Islamfeindlichkeit Stimmen einzuheimsen, sondern glaubt auch die Diskussionen über künftige Standorte von Flüchtlingsunterkünften für ihre rechten Politikstrategien nutzen zu können.“ Vollständiger Artikel

Kommentar
Zur Auftaktveranstaltung der Pro NRW-Hetztour wird deutlich werden, welchen Stellenwert die fremdenfeidlichen Pro-Hetzer in NRW haben. Es kann davon ausgegangen werden, dass deutlich mehr Protest-Demonstranten vor Ort sein werden als Bürgerbewegte. Die Anzahl Essener Bürger, die sich auf die Seite der vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichneten Partei stellen, wird erfahrungsgemäß eher gering ausfallen. Wer will sich schon die Märchen und immer gleiche Hetze gegen Minderheiten anhören?

Auch hier gilt: “Keine Stimme zur Kommunalwahl für Pro NRW allerorts und der Christine Öllig-Truppe aus Essen, sowie ihrem Anführer Markus Beisicht zur Europawahl”, denn:

Pro NRW/Köln […]„sei über den bloßen Verdachtsfall hinausgehend als verfassungsfeindlich einzuschätzen, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW‘ missachten Menschenrechte, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ schüren Fremdenfeindlichkeit, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ verbreiten islamfeindliche Vorurteile, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ werten Minderheiten ab und grenzen sie aus.“[…], so der Verfassungsschutzbericht NRW 2012.

Ihr Ronald Micklich

Pro Köln: Jörg Uckermann beleidigt Gefängnis-Beamte im Klingelpütz

Untersuchungshaft im Klingelpütz

Uckermann im Klingelpütz

Uckermann von allen guten Geistern verlassen?
„Seit einer guten Woche sitzt Pro-Köln-Vize Jörg Uckermann (45) im Gefängnis. Und auch dort sorgt er für einen Riesen-Skandal! BILD erfuhr: Der rechtsextreme Politiker soll die Zustände im Klingeplütz mit „Stasihaft“ verglichen haben.

Und: In einem Beschwerdebrief soll Uckermann behaupten, „Einige Mitarbeiter haben ein Dienstverständnis, das sie zur Leitung eines KZs befähigt.“

DER RECHTE VERGLEICHT EIN NRW-GEFÄNGNIS MIT KONZENTRATIONSLAGERN, IN DENEN ZUR NAZIZEIT MILLIONEN MENSCHEN UMGEBRACHT WURDEN!“, schreibt die Bild-Zeitung

Strafanzeige wahrscheinlich
Mit den angeblichen Äußerungen Uckermanns konfrontiert, zeigte sich Klingelpütz-Chefin Angela Wotzlaw empört: „Sollte sich herausstellen, dass Herr Uckermann tatsächlich diese Äußerungen getätigt oder niedergeschrieben hat, werde ich Strafanzeige wegen Beleidigung meiner Mitarbeiter einreichen!“  Quelle

Kommentar
„Schau in den Spiegel, dort siehst Du den Menschen der für Dein Leben verantwortlich ist!“ Ob dies für Uckermann in allen Fällen noch zutrifft? Ich denke, ja. Der in sich selbst verliebte Außenseiter hat die Situation mit der anstehenden Gerichtsverhandlung augenscheinlich völlig falsch eingeschätzt. Das unerlaubte Fernbleiben ohne ausreichende Begründung brachte ihn in den Knast. Und hier wird seine gewohnte Ansprache eben nicht nur mit einem „Ordnungsruf“ und „halt die Fresse“ Sprechchören bedacht, sondern mit Anzeige und möglicherweise weiterer Haft. Seine Beleidigungen wie „Müsli-Nazi“, „Gauleiter“ und „grüne SA“ gegenüber Herrn Beck zeigen deutlich Uckermanns Lieblingsvokabular. Im Klingelpütz bekommt Uckermann sicherlich keine großen Vergünstigungen wegen tadellosem Verhalten; und dass ist gut so!!

Ihr Ronald Micklich

Pro NRW Remscheid: Beisitzer im Landesvorstand Jörg Schadwill spricht Klartext

Schadwill_netPolitische Fehlentscheidung
Im Glauben mit Pro NRW etwas Gutes für die Remscheider Bürger zu erreichen und Etwas bewegen zu können, will sich Jörg Schadwill nach eigenen Angaben im Januar 2011 den Bürgerbewegten angeschlossen und in der Folge den ersten Kreisverband (KV) in Remscheid gegründet haben. Zehn Mitglieder stark soll der KV gewesen sein. Drei Jahre lang will Schadwill dann jede freie Minute in die Parteiarbeit gesteckt haben. Dabei habe er seine Familie und seine Freunde vernachlässigt, räumt Schadwill nun ein.

Kreisverband zerbröselt
Zum Kreisvorsitzenden wurde nicht Jörg Schadwill sondern der ex. NPD´ler Andre Hüsgen gewählt. Laut Schadwill soll Hüsgen die Verantwortung dafür tragen, dass sich der KV quasi aufgelöst habe. So schreibt Schadwill:

„Nach und nach hat sich dieser Verband in der Personenzahl immer weiter minimiert, es dauerte bei mir wohl am längsten um heraus zu finden warum die anderen den Verband wieder verließen.“

„Innerhalb von drei Jahren hat es der Verbandsvorsitzende geschafft, neun Personen aus dem Verband zu vergraulen. Daher dürfte es meines Wissens nach keinen Remscheider Kreisverband der Bürgerbewegung PRO-NRW mehr geben.“

Ende der Freundschaft
Das Ende der Freundschaft zwischen Schadwill und Hüsgen wurde am 20 Januar 2014 öffentlich (wir berichteten). Dort schrieb Schadwill in erster Fassung bezüglich des Spitzenkandidaten für Pro NRW in Remscheid, Andre Hüsgen:

[…] „… eines werde ich zu 100% nicht … machen, mich mit einer Person auf eine Liste stellen lassen, die ich lieber unter- als über der Erde sehen würde. Ich bin in die Politik gegangen um etwas für meine Stadt und deren Bewohner zu tun. Andere gehe leider in die Politik, um ihre eigene soziale Frage zu sichern. […] (sic!)

Diktatorische Strukturen bei Pro NRW
Der „noch“ stellvertretende Kreisvorsitzende und Beisitzer im Landesvorstand beklagt die antidemokratische Vorgehensweise, die bei Pro NRW praktiziert wird.

Die Partei selber brüstet sich damit eine demokratische Partei zu sein, nach außen mag es in der Öffentlichkeitsarbeit auch so aussehen, aber im inneren der Partei gibt es nur eine Meinung, die des Parteivorsitzenden! Das zieht sich sogar bis in die Lokalverbände hinunter. Da wird eine eigene Meinung nicht gewünscht, man hat die Meinung des Verbandsvorsitzenden zu akzeptieren oder den Mund zu halten. Wer eine andere Meinung oder Ansicht vertritt, der wird kurzer Hand aus dem Verband ausgeschlossen oder raus gemobbt“, so der Klartext von Schadwill.

Zum Thema Vierfachvorsitzender von Pro NRW/Köln/Dachverband/Fraktion Leverkusen, Markus Beisicht, legt Herr Schadwill noch nach:

„Der Parteivorsitzende, der Leverkusener Rechtsanwalt Markus B. ist nicht nur Oberhaupt der Partei und Fraktionsvorsitzender der Leverkusener Fraktion der Bürgerbewegung PRO-NRW im Rat der Stadt Leverkusen, nein, er hat sich auch an erster Stelle für die Europawahl aufstellen lassen. Für den Fall das die Bürgerbewegung PRO-NRW in den Europarat gewählt werden würde, hätte Herr B. schon drei Führungsposten in der Partei. Sehr demokratisch oder etwa nicht? Dabei gäbe es innerhalb der Partei den ein oder anderen der für so einen Posten wesentlich geeigneter wäre, aber wie war das noch mit der Gier nach Macht?(sic!) (Hervorhebungen durch Redaktion)

Kommentar
„… bis zum heutigen Tage bin ich ja noch Beisitzer in dieser Partei, was sich allerdings nach diesem Artikel wohl auch erledigt haben durfte“, sinniert Schadwill und dürfte damit Recht haben.

Gleichwohl hat Schadwill jetzt die Chance endlich einen Schlussstrich unter die leidige Angelegenheit Pro NRW zu ziehen. Jörg Schadwill wurde ausgenutzt, dann gemobbt und letztendlich entsorgt. Seine Familie ist fast zerbrochen, sein Name verbrannt. Es wird schwer werden, wieder den alten Platz in der Gesellschaft zurück zu gewinnen. Auch politisch hat Schadwill in einer seriösen Partei, zumindest vorerst,  keine Optionen mehr. Wie so oft beschrieben, die Mitgliedschaft oder gar die Übernahme von Funktionen oder Wahlantritten für Pro NRW hat immense Nebenwirkungen.

Ihr Ronald Micklich

Ostergrüße 2014

Jesus Christus
Die Bergische Stimme wünscht allen Lesern ein schönes Osterfest. Hier finden Sie die Ostergeschichte.


Ihr B.S. Team