Köln: „Kein Veedel für Rassismus“ – Kampagne gegen Pro Köln

Bierdeckel

Screenshot: kein Veedel für Rassismus

Kneipenwirte mobilisieren
Kölner Kneipenwirte unterstützen die Kampagne „Kein Veedel für Rassismus“ – 50.000 Bierdeckel werden in Umlauf gebracht.

Kein Kölsch für Nazis
Nach der erfolgreichen Aktion „Kein Kölsch für Nazis“ 2008 beteiligen sich Kölner Wirte jetzt auch aktiv an der Kampagne „Kein Veedel für Rassismus“. Die Kampagne engagiert sich gegen extrem rechten und rassistischen Wahlkampf und will den erneuten Einzug von „Pro Köln“ in den Kölner Stadtrat verhindern. Dazu wurden 50.000 Bierdeckel mit dem Slogan „Kein Veedel für Rassismus“ gedruckt, die gegen Spende in der Kneipe Lotta in der Kölner Südstadt abgeholt werden können, schreibt kein Veedel für Rassismus auf seiner Internetseite.

Presseresonanz
Der linke Journalismus greift das Thema ebenfalls auf. Unter der Überschrift „Mit Bierdeckeln gegen Pro-Bewegung – Kneipenwirte wollen den Wiedereinzug von Pro Köln in die Stadtparlamente verhindern“, berichtet die sozialistische Tageszeitung „neues deutschland“ ausführlich:

Auszüge: „Bis zum Wahltag am 25. Mai werden 50 000 Bierdeckel mit der Aufschrift »Keen Veedel für Rassismus« in Kölner Kneipen in Umlauf gebracht. An diesem Tag finden in der Domstadt nicht nur die Europa-, sondern auch die Kommunalwahlen statt. Das Bündnis »Keen Veedel für Rassismus« (»Veedel« ist Kölsch für »Stadtviertel«) will zusammen mit Kneipenwirten verhindern, dass die extrem rechte Wählervereinigung »Pro Köln« erneut in Fraktionsstärke in den Rat der Stadt und die Partei »Pro NRW« erstmals ins Europaparlament einzieht.“

„Anders als die NPD oder »Die Rechte« werden die »Pro«-Leute nicht von jedem auf Anhieb als extrem Rechte identifiziert. Die Pro«-Propagandisten geben sich strikt bürgerlich, haben aber keinerlei Berührungsängste zu militanten Neonazis. Neben der Agitation gegen Muslime gehören vermeintlich korrupte oder unfähige politische Eliten zu ihrem Feindbild.“ (Vollständiger Artikel)

Auch das Geschäftsmodell „Pro Köln/NRW“ wird angesprochen. Betrachtet man den Artikel im Zusammenhang mit dem aktuellen Verfassungsschutzbericht NRW 2012 bleibt eigentlich nur ein Schluss übrig:

„Keine Stimme und keine Unterstützung für Pro NRW zur Kommunalwahl in Köln und anderenorts, sowie ihrem Anführer Markus Beisicht zur Europawahl 2014“, denn:

Pro NRW/Köln […]„sei über den bloßen Verdachtsfall hinausgehend als verfassungsfeindlich einzuschätzen, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW‘ missachten Menschenrechte, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ schüren Fremdenfeindlichkeit, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ verbreiten islamfeindliche Vorurteile, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ werten Minderheiten ab und grenzen sie aus.“[…], so der Verfassungsschutzbericht NRW 2012.

Ihr Ronald Micklich

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