Wuppertal: Pro NRW will fremdenfeindliche Plakatierung der Schwebebahnhöfe

SchwebebahnHetzwerbung an Schwebebahnhöfen
In einem Anschreiben bekundet der ex. NPD´ler und heutige Bezirksgeschäftsführer Bergisch Land von Pro NRW, Andre Hüsgen, seinen Wunsch auch an den Wuppertaler Schwebebahnhöfen seine fremdenfeindliche Hetze zur Wahl zu präsentieren. Vom 2.05.2014 bis 12.05.2014 sollen dann täglich die ca. 82.000 Fahrgäste mit Aussagen wie „Bürgermut stoppt Asylantenflut“ zur Stimmabgabe für Pro NRW motiviert werden.

Keine Selbstplakatierung möglich
Unter der Rubrik Werbung und Plakate auf der Online-Seite der Stadt Wuppertal ist verzeichnet:

„Sofern Werbung (Plakate, Transparente, Promotion) im öffentlichen Verkehrsraum angebracht werden soll, ist diese über den städtischen Werbevertragspartner Firma Ströer (tel. 0202-7692411) zu beantragen bzw. dort zu buchen“, (hier finden Sie alle Kontaktdaten).

Dies zwingt nun Pro NRW die Dienste der Firma „Ströer Deutsche Städte Medien GmbH“ für die Wahlwerbung auf den Schwebebahnhöfen in Anspruch zu nehmen und auch die Kosten dafür zu bezahlen. „Für den Preis von knapp 500€ würde uns dort die Dekade vom 2. Mai bis 12. Mai reserviert werden“, weiß Hüsgen zu berichten.

Offensichtlich leere Kriegskasse
Nun stellt sich aber augenscheinlich noch die Frage, wie die Aktion finanziert werden soll. Hier drückt Hüsgen mächtig auf die Tränendrüse und bettelt in seinem Anschreiben um die läppischen 500€  um seine Hetzkampagne zu finanzieren. Eine steuerabzugsfähige Spendenbescheinigung soll selbstverständlich sein. So bezahlt dann der Steuerzahler einen Teil von Hüsgens Wahlkampfkosten.

Tapfere Mitstreiter
Die „tapferen Mitstreiter“ hätten bereits in Remscheid, Wuppertal (Ost), Hückeswagen und Wipperfürth plakatiert und wollen in den kommenden Wochen mindestens 5.000 Plakate an die Laternenmaste bringen, verrät der Spitzenkandidat aus Remscheid. Die Partei habe die Flexiplakate für die Laternen zum Stückpreis von 2€ und einen Plakatier-Bus permanent zur Verfügung gestellt und so müssen die Kosten für die Schwebebahnaktion größtenteils aus dem Budget des Bezirksverbandes aufgebracht werden.

Kommentar
Wuppertal ist eine Stadt mit ca. 350.000 Einwohnern und bezeichnet sich als weltoffen und multikulturell. Viele ausländische Besucher zieht die Stadt mit Sehenswürdigkeiten wie den Zoo und gerade die weltweit einmalige Schwebebahn mit ihrer interessanten historischen Vergangenheit, an. Es macht sicher keinen guten Eindruck gerade diesen Besuchern an den zentralen Stellen, nämlich den Schwebebahnhöfen, die menschenverachtende Hetze der vom Verfassungsschutz (VS) als verfassungsfeindlich bezeichneten Splitterpartei Pro NRW zum Wahlkampf zu präsentieren.

Ob die Ströer Media AG (Vorstandsvorsitzender Udo Müller) mit Pro NRW als Vertragspartner glücklich sein wird, ist zu bezweifeln. Zwar bietet die Ströer Media AG Werbung auf ausgewählten Werbeträgern für kulturelle, politische oder kirchliche Veranstaltungen an, doch wer macht schon gerne Geschäfte mit einer Partei die vom VS wie folgt beschrieben wird:

Pro NRW/Köln […]„sei über den bloßen Verdachtsfall hinausgehend als verfassungsfeindlich einzuschätzen, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW‘ missachten Menschenrechte, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ schüren Fremdenfeindlichkeit, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ verbreiten islamfeindliche Vorurteile, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ werten Minderheiten ab und grenzen sie aus.“[…]

Auch aus diesem Grund: „Keine Stimme für Pro NRW zur Kommunalwahl in NRW, keine Stimme für die ex. Werbeikone der NPD und jetzigen Spitzenkandidatin von Pro NRW, Claudia Gerhardt mit ihren Möchtegern-Politikern in Wuppertal sowie für ihren Anführer Markus Beisicht zur Europawahl.“

Ihr Ronald Micklich

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