Pro NRW Funktionäre vergeigen Wahlchancen – viel Rauch um „Nichts“

Viel RauchWuppertal: Wahlteilnahmevoraussetzungen erfüllt – Die „Hauptstädter“ des Bergischen Landes können aufatmen!, tönte die ex. NPD-Werbeikone und jetzige Spitzenkandidatin der Bürgerbewegten, in Wuppertal, Claudia Gehrhardt, im März 2014. Die letzten bürokratischen Hürden für einen flächendecken Stadtratsantritt in der Schwebebahnstadt seien genommen, verkündete sie zufrieden.

Nun dürfte ihre Zufriedenheit einen deutlichen Dämpfer erhalten haben. Der Wahlausschuss der Stadt Wuppertal bemängelte alle Wahlvorschläge für die Bezirksvertretungswahl (Bezirk 0-9) und wies die Vorschläge zurück. Außerdem wird Pro NRW auch in den Wahlbezirken 12 und 72 für die Ratswahl nicht vertreten sein, da dort Doppelkandidaturen vorlagen. So trifft zumindest dieses Mal die Behauptung von Gehrhardt zu: Die „Hauptstädter“ des Bergischen Landes können aufatmen!

Wenn Sie die Kandidaten der antretenden Parteien näher kennenlernen wollen, finden Sie hier eine vollständige Liste mit allen Kandidaten.

Mönchengladbach: Pro NRW Bewerberin Maria Antweiler, Kommunalwahlbezirk 2, erfüllt nicht das Quorum gültiger Unterstützungsunterschriften. Somit steht Pro NRW auch hier nicht auf den Wahlscheinen.

Hamm: Bei der Kommunalwahl gar nicht dabei ist Pro NRW mit Gerald Thörner. Aus der Anfang März angekündigten Kommunalwahl-Premiere von Pro NRW wird also nichts werden. Pro NRW hatte zwar 24 Wahlvorschläge für den Rat eingereicht, es fehlte aber neben den Unterstützungsunterschriften die Niederschrift zur Versammlung, in der die Bewerber gewählt wurden. Quelle

Minden Lübbecke: „Am Samstagnachmittag hat auch der Kreisverband Minden-Lübbecke der Bürgerbewegung PRO NRW seine Kandidaten für die kommende Kommunalwahl aufgestellt. Beim allerersten Antritt der freiheitlichen Bürgerbewegung im Kreisgebiet, wird PRO NRW flächendeckend mit Direktkandidaten in den Ring steigen“, tönte der ex. Republikaner und jetziger Spitzenkandidat von des Pro NRW Kreisverbandes Ulrich Manes noch im Dezember 2013 auf seiner Propagandaseite.

Doch auch hier wird es nichts mit dem Antritt der selbsternannten Bürgerbewegung. Kleinlaut verkündet Manes auf seiner Pro-Internetseite Der PRO NRW Kreisverband Minden-Lübbecke wird nicht wie geplant an der Kreistagswahl teilnehmen. Die Gründe für diesen Schritt liegen in der politischen Verfolgung unserer Kandidaten und Mitglieder. Außerdem beklagt sich Manes, dass er wegen seines kommunalpolitischen Engagements aus dem Arbeitsverhältnis des öffentlichen Arbeitgebers, der LWL entlassen worden wäre.

Uiuiuiui, politische Verfolgung, da kann ja der Manes mit seinen Kameraden um politisches Asyl bei Putin in Rußland bitten. Oder lagen die Gründe für den Verzicht auf eine Teilnahme an der Wahl an der mangelnden Zustimmung durch die Bürgerschaft und der nicht erreichten Beibringung der erforderlichen Wahlunterlagen? Der Kreisverband stellt vor: „Ulrich Manes, der als Stationsleiter in einer Suchtklinik tätig war… . Und übrigens, Manes ist Baujahr 1946, ist oder wird also dieses Jahr 68 Jahre alt. Können Sie sich vorstellen, dass Manes sooo lange gearbeitet hat und nun entlassen wurde?

Presse – Blogmeldungen
Städteregion Aachen:
„Entgegen allen vollmundigen Ankündigungen: Wenn am 25. Mai 2014 auch die Neuwahl des Städteregionstages ansteht, wird die rassistische Partei Pro NRW nicht auf den Stimmzetteln stehen. Die „Republikaner“ sind flächendeckend wählbar, die „Alternative für Deutschland“ nur in einem Viertel der Wahlbezirke.

Im Dezember 2013 hatte der Kreisvorsitzende Wolfgang Palm mit dem für Pro NRW symptomatischen großen Buhei angekündigt, seine Partei werde flächendeckend in allen 36 Wahlbezirken für den Städteregionstag kandidieren. Und in einer aktuell verbreiteten Erklärung schwadroniert Pro NRW Aachen: „Wir halten, was wir versprechen!“

Doch wie so oft liegen Schein und Sein bei dieser Kleinpartei weit auseinander: Bei der heutigen Sitzung des städteregionalen Wahlausschusses (09.04.2014), der über die Zulassung der eingereichten Wahlvorschläge zu entscheiden hatte, war Pro NRW kein Thema. Der Grund: Die Partei hatte überhaupt keine Wahlvorschläge eingereicht.“ Quelle

Ennepe Ruhr Kreis: Sieben Parteien und zwei Wählergemeinschaften sind zugelassen, Pro NRW mit ihrem ex. NPD´ler und jetzigen Spitzenkandidaten Christoph Schmidt ist nicht dabei. Quelle

Eine weitere Zusammenfassung unter dem Titel: „Pro NRW versagt bei Wahlantrittsversuchen in mehreren Kreisen“, finden Sie hier.

Kommentar
Es ist wie immer, „viel Rauch um Nichts“. Die mit viel Trära angekündigten flächendeckende Wahlantritte brechen ein. Jetzt soll kräftig Wahlwerbung betrieben werden. Glaubwürdigen Informationen zufolge, sollen jetzt zwei angeworbene 400 €uro-Kräfte aus der Berliner-Riege bei der Wahlpropaganda in Duisburg aushelfen. Hat Pro NRW/Köln keine eigenen Leute? Wenn das mal nicht in die Hose geht.

Ihr Ronald Micklich

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