Pro Köln Prozess: Wichtiger Insider-Zeuge fühlt sich bedroht und fordert Personenschutz

Schild Angst 1Zeuge in Angst
Der KStA berichtet (Auszug): „Der derzeit laufende Prozess gegen vier hochrangige Pro-Köln-Funktionäre – darunter die verbliebenen Ratsmitglieder Wolter und Wiener – wegen mutmaßlichen bandenmäßigen Betrugs mit Sitzungsgeldern im fünfstelligen Bereich dürfte ebenfalls zum desaströsen Wahlergebnis beigetragen haben. Die Gerichtsverhandlung ging am Montag weiter. Der ehemalige Pro-Köln-Fraktionsreferent Gereon Breuer, der seine früheren Parteifreunde belastet, sollte als Zeuge gehört werden. Trotz Ladung fehlte er unentschuldigt. Stattdessen meldete er sich beim Vorsitzenden Richter und forderte für seine Vernehmung unter anderem Personenschutz: „Gerade vor dem Hintergrund der Wahlniederlage“ sei mit „tätlichen Übergriffen“ der ihm feindlich gesonnenen Angeklagten zu rechnen. Die Kammer will ihn nun für den 17. Juni laden. Für sein Fehlen muss Breuer 500 Euro Ordnungsgeld zahlen und die Kosten des Verhandlungstags tragen.“ Vollständiger Artikel

Leserkommentar
Riverphoenix sagt (Auszug): „Zwei Mandate für diese Gruppe sind zwei Mandate zu viel! Was für ein „Verein“ dies ist, zeigt sich auch daran, wenn Zeugen bereits Angst haben vor Gericht gegen diese Angeklagten auszusagen. Zeugenschutz kennt man bisher nur von Prozessen im Zusammenhang mit Mafia, Rocker-Gruppen, Drogenbossen.“

Kommentar
Drohungen, Beleidigungen und Denunzierungen aus den Reihen der Pro-Anhänger sind nicht unüblich gegenüber Aussteigern oder Widersachern der Rechtsextremisten. Die Erinnerung an vergangene, schlimme Zeiten ist absolut nicht abwegig. So werden „Besuche“ angekündigt, Gewalt angedroht, Beleidigungen – natürlich anonym – im Internet platziert und sogar per eMail wird der Besuch der GESTAPO zur Liquidation angekündigt. Auch offen verbal wird gedroht und beleidigt: „irgendwann einmal …“, flüsterte ein Funktionär hasserfüllt auf einer Demo und ein Spitzenfunktionär konnte sich nur mühsam beherrschen nicht handgreiflich zu werden und ließ leise ein „du Dreckschwein“ gegenüber einem Ehemaligen entweichen. Mehr ist zu diesem Thema und der „Grundgesetz- und Rechtspartei“ wohl nicht zu sagen.

Ihr Ronald Micklich

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