Dominik Roeseler: Ho.Ge.Sa – Vize-Regionalleiter oder Pro NRW-Vize? – Beides geht wohl nicht!

Archivbild: Vorsitzender Beisicht (links) und Vize Roeseler

Archivbild: Vorsitzender Beisicht (links) und Vize Roeseler

Hintergrund
Die ursprüngliche hogesa.eu (Hooligans gegen Salafisten) war ab 09. Oktober 2014 bei Facebook vertreten und bekam innerhalb von 4 Tagen 2.326 Likes. Die Abschaltung der Seite wurde am 13. Oktober 2014 wie folgt begründet:

“ AKTUELLE MELDUNG AUFGRUND DES BKA UND VERFASSUNGSSCHUTZES“

„Nach einem Gespräch mit unserem Anwalt verkünden wir nun schweren Herzens und offiziell das wir die Seite nicht mehr unter dem Namen Hogesa.eu vertreiben werden. Nach neuestem Stand ist es nun soweit gekommen das unser Name Hogesa mittlerweile in allen einschlägig bekannten Naziforen zum Thema geworden ist . Diese Problematik ist nicht nur hier in Deutschland zu verzeichnen sondern bereits in der Schweiz , Österreich und in anderen Nachbarländern. Unsere Seite wurde von der Rechtsextremen Roeseler-Fraktion unterlaufen und geriet so in den Fokus der Ermittlungen. Die Maßnahmen die wir in naher Zukunft vornehmen werden haben rechtliche Gründe. Der Name Hogesa.eu wurde bezahlt und ist im Falle von Sachbeschädigungen sowie Einsatzkosten der Polizei etc. namentlich auf die Betreiber der Seite haftbar zu machen. Dabei ist es den ermittelnden Behörden egal ob dies von Hogesa oder Hogesa.eu- Mitgliedern verursacht wurde. Der Name der Hogesa wurde durch die Roeseler-Rechtsradikalen unterlaufen und in den Dreck gezogen. Desweiteren teilen wir mit, das unsere Namensrechte auf Hogesa und Hogesa.eu seit heute Morgen abgetreten wurden, und somit für andere wieder freigeworden ist. Die Idee bleibt aufrecht und wird unter neuem Namen und neuem Layout weiter geführt inklusive der Homepage. Wir werden den Link zur neuen Fb-Seite und Homepage bis zum Wochenende bekannt geben und wer will kann gerne folgen. Dies hat nichts mit Feigheit oder Beugung zu tun, hier geht es um rein Rechtliche Aspekte denn wir wollen nicht für Schäden, Verletzte oder dergleichen aufkommen. Das Ziel bleibt immer noch: WIR BÜRGER DEUTSCHLANDS-SCHWEIZ UND ÖSTERREICHS GEGEN DEN SALAFISMUS“

Aus dieser Gruppierung wurde Dominik Roeseler entfernt. Wir berichteten.

Seit dem 11. Oktober 2014 ist hogesa.eu erneut bei Facebook vertreten, kann aber durch die gleichzeitig aufgetretene Ho.Ge.Sa Gemeinschaft ( derzeit knapp 17.000 Likes) keinen Boden mehr fassen.

Führungskader
Am 13. Oktober 2014 wird von der HoGeSa zur Organisation bekannt gegeben:

“ Wir haben der HoGeSa ein klares Organisationsmodell gegeben. Es wird in den nächsten Wochen ein Vorstand (4 Personen) bestimmt, der die HoGeSa bundesweit koordiniert. Dazu haben wir Deutschland in vier Regionen unterteilt und Regionalleiter mit Stellvertreter bestimmt. Region West: Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz Regionalleiter: Kalle Gabrowski (soll wohl Grabowski heißen) – Stellvertreter: Dominik Roeseler. Änderungen an der regionalen Einteilung oder der personellen Besetzung sind möglich, aber nicht geplant.“

Somit dürfte der Wille Roeselers sich weiter bei den Hooligans in einer Führungsposition einzubringen, ausreichend dokumentiert sein.

Hooligan-Demo gegen Salafisten am 26.10.2014 in Köln
Bereits in Essen und Dortmund wurden in den letzten Wochen Veranstaltungen der Hooligans durchgeführt. Waren in Essen gerade 80 Personen beteiligt, zählte man in der von Roeseler organisierten Demo in Dortmund schon über 300 Teilnehmer. Jetzt hat Presseberichten zufolge der stellvertretende Hooligan Regionalleiter-West und Vize-Landeschef  der rechtsextremen und vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichneten Splitterpartei Pro NRW, Dominik Roeseler, eine weitere Demo mit 1.500 Teilnehmern  für den 26. Oktober 2014 in Köln angemeldet. Zugesagt haben laut Hogesa-Facebook-Seite derzeit mehr als 3.700 Personen.

Selbstredend ist auf der Facebook-Eventseite zu dieser Veranstaltung neben dem Solinger Pro NRW-Ratsherr Stephan Hövels und weiteren eher unbedeutenden Pro-Mitgliedern auch Roeselers Teilnahmezusage zu finden.

Beisichts Dementi
Unter der Überschrift „Islamkritische Aktionen ja – aber nicht mit Hooligans!“,  bringt Markus Beisicht, Imperator der Bürgerbewegten, seine Meinung zu den Hooligans unmissverständlich zum Ausdruck. Auf die Frage: „Gibt es tatsächlich eine Zusammenarbeit von PRO NRW mit sogenannten Hooligans?“, gibt Beisicht eine deutliche Antwort:

Eine solche Zusammenarbeit gibt es selbstverständlich nicht. Für mich steht der Begriff Hooligans für Gewalt … PRO NRW unterstützt demzufolge keinerlei Hooligan-Demonstrationen, egal an welchem Ort in Deutschland … Wir zeigen immer Flagge gegen gefährliche und extremistische Salafisten, aber niemals gemeinsam mit Hooligans oder anderen Extremisten.“

Für diesen Sonntag kündigt der Opladener Rechtsanwalt und Souverän von Pro NRW eine Sitzung des geschäftsführenden Parteivorstandes in Leverkusen an, bei der dieser „dann die Angelegenheit noch einmal diskutieren“ will.

Kommentar
Markus Beisicht, unangefochtener Führer von Pro NRW, er erlangte immer über 90% bei den Vorstandswahlen als Vorsitzender, hat seine Meinung zum Thema Hooligans klar definiert. Dominik Roeselers Interessen bezüglich einer Zusammenarbeit mit dieser Gruppierung stehen Beisichts Intensionen diametral entgegen. Roeseler hat durch seine Wahl zum Hooligan Vize-Regionalleiter-West, der Anmeldung zu einer Anti-Salafistendemo mit einer Teilnehmerzahl, von der Beisicht bisher nur träumte und seiner klaren Aussage zur Teilnahme an der Veranstaltung in Köln Fakten geschaffen, die nicht mehr revidiert werden können ohne dass Einer der Beiden vollständig das Gesicht verliert. Es gibt nur eine Win-Win-Situation: Roeseler verlässt Pro NRW und kann dann sein eigenes Süppchen kochen. Dann kann der Provinz-Politiker Markus Beisicht weiter von seiner „seriösen und betont grundgesetzkonformen Plattform“ schwafeln. Das Beisicht in der „Diskussion um die Angelegenheit“ am Sonntag den Kürzeren zieht und wie bei pro Köln seinen Platz räumt, glaubt wohl niemand.

Ihr Ronald Micklich

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