Treppenwitz: Pro NRW-Vorstand gibt sich in Roeseler´s HoGeSa-Affäre der Lächerlichkeit preis

Vorstand verpasst Roeseler Zigarre

Vorstand verpasst Roeseler Zigarre

Viel Rauch um Nichts
Der stellvertretende Vorsitzende von Pro NRW, Dominik Roeseler, hat seinen Vorsitzenden bereits mit der Teilnahme an der HoGeSa-Veranstaltung in Köln als „Einpeitscher“ zum Kasper gemacht, wir berichteten.

Augenscheinlich um seinen angekratzten Ruf zu verbessern, meldete sich der geschasste Polizist und Pro NRW-Vize Wolfgang Palm aus Aachen zu Wort um seine Gesetzestreue zu unterstreichen und forderte bezüglich Roeselers Fauxpas eine Sondersitzung. Auch hier viel Qualm um Palm.

Pro-Chef Markus Beisicht freute sich offenbar über das Interesse der Medien und lies in einem dem  ZDF-Heute-Journal gegebenen Interview verlauten:

„Es ist der Partei sicherlich ein immenser Schaden entstanden. Für ihn sei klar, dass es keine „Zusammenarbeit mit Hooligans und Extremisten” geben werde. „Wer dieser Linie nicht folgen kann oder dieser Linie nicht folgt, der kann kein Funktionär mehr bei uns sein”. Alles deutete auf einen möglichen Parteiausschluss Roeselers hin. Vom Ergebnis berichtet RP-Online nur Bekanntes ohne Hintergrund.

Gegenreaktionen
Auf dem Portal PI gab es nach dem Bekanntwerden der Sondersitzung heftige Reaktionen. So brachte es ein Kommentator aus der PI-Community auf den Punkt.

Auszug: „Was glaubt dieser Beisicht eigentlich, was er mit seinen paar Hanseln ausrichten kann ? …  da kann er sich noch so sehr von der HoGeSa distanzieren, es wird ihm nix nützen, im Gegenteil, viele PRO-Wähler werden sich verschaukelt fühlen, es sich bei der nächsten Wahl überlegen noch einmal PRO zu wählen, warum sollen sie auch. Auf diese Art und Weise wird der Beisicht und seine PRO-Partei wieder sang- und klanglos verschwinden – selber Schuld kann man da nur sagen. Die Dummheit scheint wirklich keine Grenzen zu haben.“

Lächerlicher Beschluss
Eine Entschuldigung und ein Versprechen an weiteren HoGeSa Veranstaltungen nicht mehr teilzunehmen haben den Vorstand mild gestimmt. Als Parteiordnungsmaßnahme sprach der Vorstand gegenüber Dominik Roeseler einstimmig ein tadelndes Urteil, eine „scharfe Rüge“, aus. Konsequenzen hat dies für den „Einpeitscher“ zunächst keine. Roeseler behält alle seine Funktionen. Warum wohl?

Pro NRW´s Angst
Pro NRW wird vom Verfassungsschutz als „rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich“ bezeichnet. Die pausenlose Leier von der „nordrhein-westfälische Grundgesetzpartei“ bringt auch keine neuen Wähler, da diese Aussage eben unglaubwürdig ist und das Gegenteil immer wieder präsentiert wird.

Bei den letzten Europawahlen hat der Sektenguru der Bürgerbewegten gerade einmal 0,6% und 42.404 Wählerstimmen in NRW auf sich vereinigen können. Markus Beisicht kann es sich einfach nicht leisten weiteren Boden zu verlieren. Jetzt zählt jede Stimme.

Bei einem Parteiausschluss von Dominik Roeseler hätte dieser auch als parteiloser Einzelmandatsträger sein Mandat in Mönchengladbach behalten können und sich so ein sicheres Einkommen für die nächsten 6 Jahre gesichert. Weitere Wähler hätten sich umorientiert. Pro NRW wäre dann die Bürde der erneuten Beschaffung der Wahlvoraussetzungen für die nächsten Kommunalwahl auferlegt worden. Ob Pro NRW dies noch einmal ohne Hooligans und Roeseler realisieren könnte steht in den Sternen. Insofern gab es gar keine andere Möglichkeit den Abtrünnigen in den eigenen Reihen zu halten.

Rückgrat haben der politisch erfolglose Markus Beisicht und seine Abnicker jedenfalls aufs Neue wieder nicht bewiesen. Pro NRW verschwindet ebenso wie Pro Köln mehr und mehr in der Bedeutungslosigkeit.

Ihr Ronald Micklich

Advertisements

Kommentare sind geschlossen.