Pro NRW-Bonn: Paukenschlag – Christopher von Mengersen will Mandate von Detlev Schwarz

BildTinyPic: Selbsternannter neuer rechtsdemokratischer Stadtrat von Bonn Christopher von Mengersen im Mai 2012

BildTinyPic: Selbsternannter neuer rechtsdemokratischer Stadtrat von Bonn
Christopher von Mengersen im Mai 2012

Neuer Mandatsträger?
Auf der Internetseite von Christopher von Mengersen (CvM) gibt sich der Adelsspross zufrieden. „Seit Dezember 2014 (?) bin ich für die Bürgerbewegung PRO NRW Stadtverordneter im Rat der Bundesstadt Bonn sowie Mitglied in den Bezirksvertretungen Bonn und Bad Godesberg. Ich bin Mitglied des Parteivorstands von PRO NRW und u.a. zuständig für jugendpolitische Fragen“, weiß CvM zu berichten.

Auch auf seinen Facebook-Seiten kommuniziert CvM breitflächig. Inhaltsgleiches wird auf den bekannten FB-Seiten Mengersens mit Kopfbild aus der Weimarer Republik verkündet. Auf einer neu geschaffenen Seite (3.Okt.2014) bezeichnet sich CvM als „Von Mengersen – Rechtsdemokrat im Bonner Stadtrat“ mit dem Zusatz „PolitikerIn“.

Nichts Offizielles
Eine offizielle Erklärung des Bonner Kreisverbandes unter Vorsitz und Mandatsinhaber Detlev Schwarz liegt nicht vor. Auch im Ratsinfosystem gibt es keinen Hinweis auf einen Wechsel. CvM hingegen gibt auf seiner Fb-Seite bekannt:

„Ab dem 01.12.2014 werde ich als Stadtverordneter im Rat der Stadt Bonn, sowie als Mitglied (ber.) der Bezirksvertretung Bonn für die Interessen der autochthonen Bevölkerung eintreten, und für die Thesen unserer Bürgerbewegung PRO NRW werben“, und weiter „am 11. Dezember findet meine erste Ratssitzung statt.

Seine eigene Meinung dazu hat der Pro NRW-Funktionär und Stadtrat in Remscheid, der ex. NPD´ler Andre Hüsgen: „Nur Monsieur Noire ist der einzig wahre Vertreter der autochthonen Bevölkerung !“ und „OH NO“.

Weitere Häme gibt es dann im Zusammenspiel von CvM mit dem geschassten ehemaligen Kreisvorsitzenden und Bonner Mandatsträger Nico Ernst, Andre Hüsgen und anderen Kommentatoren zu Mengersens Freudentaumel. Hier einige Ausschnitte:

„Nico G. Ernst: Und ich dachte, Du seist Linksdemokrat wie Achtermeyer. Philip Z.: Bist nachgerückt? Christopher von Mengersen: jep. Stephan S.: Für wen? Nico G. Ernst: Detlev Schwarz. Andre Hüsgen: SCHEISSE. Nico G. Ernst: @ AH Jetzt ist er kein Mann ohne Mandat mehr. Andre Hüsgen: eben deshlab : SCHEISSE (sic!). Nico G. Ernst: @ AH Und ich dachte immer, beim Adel liefe das über Gottesgnadentum. Nico G. Ernst: @ ChvM Nicht, daß sich noch bei den „Neuesten Nationalen Nachrichten“ der GröFaZ über reaktionären Adel ausläßt, der sich nun als rechtsdemokratisch bezeichnet.“

Kommentar
Ist Markus Beisicht als Anführer von Pro NRW über diesen Wechsel und die Bekanntgabe des Vorstandsmitgliedes CvM überhaupt informiert? Gab es einen Beschluss des Kreisvorstandes? Bereits vor einigen Wochen wurde aus gut informierten Kreisen der Partei sogar von einem Wechsel mit finanziellem Hintergrund berichtet. Mengersen, der Verlierer der Kommunalwahl 2014 hat sein Ziel Mandatsträger zu werden augenscheinlich erreicht. Ob dies mit den finanziellen Möglichkeiten des „von“ zusammenhängt  ist nicht belegt. Aber auch dazu gibt es interne Aussagen.

Noch am 25. Mai 2014 räumte CvM als Funktionär ein:

„Unser Ergebnis ist als starker Rückschlag anzusehen. Dies lässt sich nicht verleugnen. Trotz unseres engagierten Wahlkampfes, einer wahren Materialschlacht mit eingesetzten knapp 30.000 Euro, knapp 50 Infoständen, unzähligen Verteilaktionen und mehreren Kundgebungen im Stadtgebiet konnten wir unser Ergebnis im Vergleich zu 2009 nicht steigern.“

Na ja, irgendwie hat es jetzt ja offensichtlich doch noch geklappt, oder etwa wieder nicht!? Offiziell ist noch gar nichts! Freiherr Christopher von Mengersen, Vorstandsmitglied Pro NRW, Stadtverordneter und Mitglied der Bezirksvertretung in Bonn auf einer Visitenkarte würde doch was her machen und wäre standesgemäß, oder? Eine fulminante Karriere: CvM – Vom „Tagespraktikanten“  über den gesetzten „Kommunal- und Europawahlkandidaten“, von der Partei zum „Landespolitiker“ erklärt und jetzt möglicherweise als Nachrücker der Erbe des ordentlich gewählten „Stadtverordneten“. Welch ein Glück! Und das alles in 2 Jahren, aber davon später mehr.

Ihr Ronald Micklich

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