Pro NRW / Köln und die nordrheinwestfälischen Pegida-Ableger (Kögida etc.)

Facebook-Fotomontage: Gegensätze

Facebook-Fotomontage: Gegensätze

Enormes Medieninteresse
Während die Dresdner-Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes)-Spaziergänge bis zu 17.500 Teilnehmer mobilisieren konnten, ist der Zustrom an Spaziergängern in Düsseldorf, Bonn und wahrscheinlich auch Köln eher verhalten. So konnten in Düsseldorf und Bonn maximal 500 Demonstranten auf die Beine gebracht werden.

Über die anstehende Kögida-Demonstration am 05.01.2015 berichten die Medien zuhauf. Einen ausführlichen Bericht mit geplantem Wegverlauf und allen Details finden Sie in der Internetzeitung für Köln, „report-K„.

Deutliche Ablehnung
Der Anmelder der „Kögida“-Kundgebung Sebastian Nobile (Pro Köln) hat bei der Kölner Polizei 300-500 Teilnehmer angemeldet. „Köln stellt sich quer“ 1.000 und „Kein Veedel für Rassismus“ 1.200 Teilnehmer. Laut Zusagen aus dem Internet ist aber mit wesentlich mehr Teilnehmern zu rechnen. Auch die Antifa mobilisiert was das Zeug hält. Ein reibungsloser Ablauf der Veranstaltung, mit abendlichem Spaziergang ins Herz von Köln, dürfte aber eher illusorisch sein.

Es stellt sich die Frage wieso in NRW das Verhältnis von XXgida Teilnehmern und  Gegendemonstranten so hoch ist (bis zu 1:10)? Unter den Anmeldern der NRW-Demos befinden sich immer wieder Funktionäre oder Mitglieder der vom Verfassungsschutz als „rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich“ bezeichneten Splitterpartei Pro NRW / Köln. Dies könnte durchaus der Grund dafür sein, dass sich viele Menschen gegen eine Teilnahme entscheiden? In den Foren des „Sozial Network“ ist eine klare Tendenz der Ablehnung rechtsradikaler Organisatoren speziell aber Pro NRW zu erkennen. Auszug:

„Nachdem jetzt der Generalsekretär von Pro NRW (Anm. d. Redak. Tony Xaver Fiedler) in die Organisation von Düsseldorf berufen wurde ist der Weg wohl klar und eine Teilnahme meinerseits an Dügida jetzt auch ausgeschlossen. Schade dass man sich entschlossen hat den Medien, die behaupten es sei eine rechte Bewegung, damit recht zu geben„.

Anmelder und Handlanger
So ist die gerade erst in den Pro NRW-Vorstand gewählte Melanie Dittmer, die auch bei den Identitären aktiv ist und als Pressesprecherin von Pegida-NRW fungiert, die Anmelderin der Demos für Bonn gewesen. Über ihre rechtslastige Vergangenheit haben wir bereits berichtet. Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Alexander Heumann und seine Ehefrau Angela haben sich aus diesem Grunde von der Bewegung distanziert und ihre Anmeldung der zweiten Dügida-Kundgebung am 12. Januar 2014 zurück gezogen. Die Demo soll aber trotzdem stattfinden, neue Anmelderin ist … Melanie Dittmer, wer sonst.

Sebastian Nobile, seit September 2012 stolzes Pro Köln Mitglied (Ich freu mich richtig! Pro ist das Salz in der Suppe), wird auch als rechtsextremer Wanderpokal bezeichnet. Seine Stationen sind die „German Defence League“ (Abkürzung: GDL), eine islamfeindliche-rechtsextreme Organisation und die „Identitären“ (werden in einigen Bundesländern vom Verfassungsschutz beobachtet). Sebastian Nobile, Jahrgang 1979, Gärtner aus Köln, kandidierte zur Bundestagswahl 2013 für Pro Deutschland im Saarland auf Listenplatz 2 der Landesliste.

Tony Xaver Fiedler versteht sich offenbar als Handlanger für die Pro-Truppe bei den XXgida-Kundgebungen in NRW und ist bei der Organisation der Audio-Anlage beschäftigt. Tony Xaver Fiedler, neuer Generalsekretär von Pro NRW und stellvertretender Vorsitzender von Pro Köln ist ebenso wie Sebastian Nobile und Melanie Dittmer mit den Identitären verbandelt, hier schließt sich der Kreis. Zwei Vorstandsmitglieder und ein Parteimitglied von Pro NRW / Köln in exponierter Position bei Pegida-NRW, ob dies auf Dauer gut geht?

Kommentar
Der exzentrische Markus Beisicht, der offenbar sorgfältig kalkuliert die Werbetrommel tüchtig für Pegida schlägt, könnte der Organisation einmal mehr einen Bärendienst erweisen. Man darf gespannt sein, wann „in den kommenden Wochen und Monaten bei unzähligen Aufzügen und Demonstrationen…“ wie großspurig angekündigt, der Anführer der Bürgerbewegten „Eigenes“ produziert und sich nicht nur als Trittbrettfahrer bei erfolgreicheren Bewegungen versteht.

Ihr Ronald Micklich

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