Duigida Anmelder Sebastian Nobile: Austritt bei Pro NRW nur Taktik?

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Screenshot WDR-Lokalzeit – Zum Abspielen bitte auf das Bild -klicken-

Ich hab prinzipiell nichts gegen Pro NRW
In einem Interview mit der Lokalzeit des WDR am 19.01.2015 hat sich Sebastian Nobile geoutet. Im Vorspann heißt es: die Anführer (von Pegida) betonen stets, dass sie mit rechtsextremen Parteien nichts zu tun hätten. Wie sieht die Wirklichkeit aus? Dazu wird Nobile mit einem Bild konfrontiert, auf dem er Arm in Arm mit Pro NRW Vertretern bei einer PEGIDA-Veranstaltung in Dresden zu sehen ist. Dazu weiß Sebastian Nobile zu berichten:

„Das ist ein privates Foto. Also ich mag die Leute (Anm. d. Redak. von Pro NRW) trotzdem, ich hab auch gegen die Partei Pro NRW prinzipiell nichts, also die Inhalte von Pro NRW sind nicht rechtsextrem. Das ist eine gute Partei, ich war da lange Mitglied. Ich werd den Teufel tun und jetzt so tun, als würde mich die Partei jetzt ankotzen.“

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern
Noch am 10.01.2015 konnte man folgendes auf Nobile´s öffentlichen Facebook-Seite lesen:

„Hier jetzt noch einmal abschließend zum Thema „PEGIDA in NRW“ die Stellungnahme der Dresdner Orga: … PEGIDA ist überparteilich und distanziert sich ausdrücklich von Pro NRW.“

„Ich möchte noch hinzufügen: Es gehen über meine Person und die Umstände, wie und warum es zu dem Bruch mit M. Dittmer, der ehemaligen Mitorganisatorin in NRW (War organisatorisch erst seit der Veranstaltung in Bonn dabei!), gekommen ist (und einige andere Dinge) durch eben jene oben genannten Kreise, die KÖGIDA, BOGIDA und DÜGIDA nun gekapert haben, eine Menge Lügen herum. Dazu gab es inzwischen aber genügend Pressemitteilungen von uns, der offiziellen Orga, und das Thema ist für uns beendet. Ich stehe hier gerne zu jeder seltsamen Aussage, die nun aus dieser Ecke kommt, die ich mir inzwischen gar nicht mehr ansehe, Rede und Antwort. Ich bin angesichts diesen Verhaltens sehr enttäuscht von meiner ehemaligen Partei Pro NRW. Ich bin für meinen Teil nun froh, dass ich dort nicht mehr Mitglied bin. Ich finde es absolut übel, wie hier der Sache PEGIDA mit solchen Alleingängen und Vereinnahmung geschadet wird. PEGIDA war von Anfang an überparteilich gedacht. Pro NRW macht das nun gegen den Willen der PEGIDA-Verantwortlichen zunichte.

Wer ist Sebastian Nobile politisch gesehen
Sebastian Nobile bezeichnet sich heute als Mitglied des NRW-Pegida-Orga.-Teams und fungierte als Anmelder verschiedener xxgida-Veranstaltungen, wie auch der in Duisburg. Er war seit September 2012 stolzes Pro Köln Mitglied (Ich freu mich richtig! Pro ist das Salz in der Suppe) und wird auch gerne als rechtsextremer Wanderpokal bezeichnet. Seine Stationen sind die “German Defence League” (Abkürzung: GDL), eine islamfeindliche-rechtsextreme Organisation und die “Identitären” (werden in einigen Bundesländern vom Verfassungsschutz beobachtet). Sebastian Nobile, Jahrgang 1979, Gärtner aus Köln, kandidierte zur Bundestagswahl 2013 für Pro Deutschland im Saarland auf Listenplatz 2 der Landesliste.

Kommentar
Die andauernde Beteuerung nichts mit „Rechtsradikalen zu tun zu haben, liest sich auf der offiziellen Pegida-NRW Seite am 21.01.2015 so:

„Genauso herzlich laden wir erneut jene Menschen aus, die meinen, unsere Veranstaltungen seien ein Forum für Fremdenhass, Rassismus oder Hass auf Muslime. Deutschland ist das Land der Deutschen und für ihre Rechte wollen wir einstehen …“

Pegida (Duigida) will überparteilich sein und sich ausdrücklich von Pro NRW distanzieren. Austritt nur wegen der Überparteilichkeit? Wie passt dies mit dem Statement von Nobile zusammen? Prinzipiell mag er die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich bezeichnete Splitterpartei und deren Mitglieder noch immer. Pro NRW ist eine gute Partei und das Salz in der Suppe. Oder ist er nun doch sehr enttäuscht von Pro NRW und froh nicht mehr Mitglied bei den „Rechtsextremisten“ zu sein, wie er unlängst bekannt gab?

Was von Nobile zu halten ist mögen die Pegida-Anhänger selbst entscheiden. Unserer Meinung nach, wäre es gerade nach dem Abgang von Lutz Bachmann, dem Mitbegründer der Pegida-Bewegung und den extremen Begleitumständen hierzu nützlich, die offiziellen Mitglieder der Orga.-Teams einer eingehenden Prüfung auf politische und öffentliche Tauglichkeit zu unterziehen. Mit seiner Vita und den widersprüchlichen Aussagen zu seiner Verbundenheit, mit der rechtsextremistischen Splitterpartei Pro NRW und deren Mitgliedern, hätte Nobile dann sicher keine Gelegenheit mehr, an öffentlichen Auftritten des Originals federführend teilzunehmen. Die nächste Duigida-Demo mit Nobile ist übrigens für Montag den 26.01.2015 angemeldet.

Ihr Ronald Micklich

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