Neujahrsempfang in Düsseldorf (REP) und Leverkusen (Pro NRW)

NeujahrsempfangIm (vorsichtigen) Wachstum begriffen
„Volles Haus konnten die NRW-Republikaner beim diesjährigen „kleinen“ Neujahrsempfang in Düsseldorf verzeichnen“, meldet die Landesgeschäftsstelle der REP in einer Pressemitteilung. Der Landesvorsitzender Andre Maniera ermunterte die Mitglieder, die Pegida Demonstrationen zu unterstützen, weil durch diese Demonstrationen die in Floskeln erstarrte Bundes- und Landespolitik in Bewegung geraten solle.

Als Gastredner kam der Landesvorsitzende-NRW von „Die Freiheit“, Ferdinand Gerlach, sowie der Fraktionsvorsitzende der neugegründeten Bürgerbewegung Pro Duisburg e. V., Marion Malonn zu Wort.

Einige der bei Pro Köln / NRW aussortierten, außerordentlich motivierten ex.-Mitglieder, haben offensichtlich bei den Republikanern eine neue Heimat gefunden und Sorge dafür getragen, dass sich die Republikaner in Köln neu aufstellen können.

Auf Talfahrt
Im Schloß-Morsbroich, in Leverkusen-Alkenrath, fand ebenfalls am Samstag dem 24.01.2015 der Neujahrsempfang der rechtsradikalen und vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichneten Splitterpartei Pro NRW / Köln statt.

Vorbei scheinen die großen Empfänge mit Gästen aus Österreich (FPÖ) und Belgien (Vlaams Belang), die zum Teil bis zu 300 Gäste ins Kölner Rathaus brachten. Einziger Gastredner in diesem Jahr soll Michael Mannheimer gewesen sein, bei dem es sich offenbar um den Internet-Publizisten Karl-Michael Merkle handelt.  Etwa 100 ewig Gestrige fanden noch die Muße, die Propagandaveranstaltung mit der ewigen Selbstbeweihräucherung zu besuchen.

Kommentar
Für die Talfahrt ist sicherlich nicht nur die Betrugsangelegenheit mit der Verurteilung von Markus Wiener, Jörg Uckermann und Bernd Schöppe (Urteil noch nicht rechtskräftig) verantwortlich, sondern auch die weitere Öffnung und augenscheinlich auch der Schulterschluss, zumindest bei den von Pro NRW unter dem Kürzel xxdiga organisierten Demonstrationen, mit ehemaligen Mitgliedern aus NPD (JN), gewaltbereiten Hooligans, Die Rechte, Kameradschaften und der NPD.

Als weiteren Auslöser kann das desaströse Abschneiden bei den Kommunalwahlen 2014 und die lächerliche Wahlpleite von Markus Beisicht bei den Europawahlen gewertet werden (0,6% in NRW, 0,2% Bund). Der versuchte Griff in die Duisburger Fraktionskasse und die offene Darlegung der Ereignisse durch die Medien, ist nur noch das Tüpfelchen auf dem i.

Der Dauervorsitzende hat die Partei mit seinen politischen und personellen Fehlentscheidungen an den Rand des Abgrundes gefahren. Hier gibt es keine Mauer, die Beisicht in Einzelentscheidungen so gerne als Bremse nutzt. Sollte bei der Landtagswahl 2017 das 1% Ziel nicht erreicht werden können, viele Indizien sprechen dafür, dann verschwinden die Rechtsextremisten um RA Markus Beisicht endgültig in der Belanglosigkeit.

Ihr Ronald Micklich

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