Pro NRW-Straßenkarneval: Vize Wolfgang Palm nur schlecht informiert oder notorisch ignorant?

Pro NRW-Vize und Stadtrat in Aachen - Karl Wolfgang Palm

Pro NRW-Vize und Stadtrat in Aachen – Karl Wolfgang Palm

Altbiertrinken wichtiger als Rettung des Abendlandes
Au Backe … mit normalen meist älteren Bürgern will Dittmer gesprochen haben. Mehrheitlich sollen diese bekundet haben, dass sie ganz normal Karneval feiern wollen und auch gerne das eine oder andere Bier dazu trinken möchten. Da Alkoholkonsum aber polizeilich bei einer Demo untersagt wäre, wolle man deshalb auf den Spaziergang am Rosenmontag verzichten.

Melanie Dittmer ermuntert die „Freunde“, dennoch am Rosenmontag nach Düsseldorf zu kommen. Man könne ja mit ein paar Bierchen im Leib, was ja erlaubt wäre, seinen Protest auch mit einem Salafisten- oder Mohammed-Kostüm zum Ausdruck bringen. In einschlägigen Pro NRW- nahen Foren im sozialen Netzwerk, wurde sogar ein Terrorkostüm mit Sprengstoffgürtel aus Plastik angekündigt.

Grenzwertiger Aufruf
Anwältin Gülsen Celebi wieder von Dügida-Machern bedroht, ist die Überschrift eines Artikels des Express vom 12.02.2015. Dabei bezieht sich die Gazette auf die Videobotschaft von Melanie Dittmer. Man möge einen Abstecher zu Frau Gülsen Celebi (vollständige Adresse genannt) machen und könne ihr dort ein Ständchen bringen. Als Lied schlägt Dittmer vor „Wir fahren mit der 18 bis nach Istanbul“.

Es ist nicht die erste Drohung der Rechtsextremen gegen die Rechtsanwältin. Vor gut zwei Wochen erstattete Celebi bereits Strafanzeige gegen Dittmer wegen Bedrohungen und Beschimpfungen über Facebook.

Pro-Vize Wolfgang Palm vorgeführt
Der aus dem Dienst entfernte Polizist, Wolfgang Palm, ist in seinem Glauben an die Partei und insbesondere den Vorstand nicht mehr zu toppen. So faselt der Pro-Vize, offensichtlich bezugnehmend auf einen Artikel der Aachener Nachrichten vom 10.02.2015, in einem Artikel der Pro NRW-Internet-Propaganda-Seite zum Thema Rosenmontag:

„Wie erkennt man nun die sogenannten „Rechten Narren“, die auch am Straßenkarneval teilnehmen möchten? Nach Lesart der Aachener Nachrichten werden diese nun vom verkleideten Scheich zum Sprengstoff -tragenden Terroristen aufrüsten. Und den Pegida-Demonstranten erkennt man sicherlich an seiner Salafisten- oder Mohammed-Verkleidung?“

„Eine solche Kostümierung ist angeblich von einer Pegida-Strippenzieherin empfohlen worden. Was für ein hanebüchener Unsinn.“

Palm stellt klar: „Wer dies oder ähnlichen Unsinn öffentlich propagiert und bewirbt, der soll bitte sein eigenes Süppchen kochen. … Die Sinnhaftigkeit erschließt sich mir nicht. Und – da bin ich mir sicher – auch nicht den (Vorstands)-Mitgliedern der Bürger- und Grundgesetz Partei PRO NRW!“

Pressestimme
„Man habe für die Kostümierung schon reichlich Sprengstoffgürtel-Attrappen besorgt, frohlockte „Dügida“. Hinter den Provokationen der „Dügida“, von der sich sogar die sächsische Pegida distanziert hat, stecken laut Verfassungsschutz Strippenzieher aus dem Umfeld der rechtsextremen Pro NRW. Die Splitterpartei hat bereits vor drei Jahren Gewaltausbrüche von Islamisten in Solingen und Bonn provoziert“,
ist bei „Die Welt“ zu lesen.

Kommentar
Am 10.02.2015, also einen Tag bevor Wolfgang Palm seinen Artikel „Karneval und die Angst“ veröffentlichte, war schon die Erklärung von Melanie Dittmer mit der Kostümaufforderung per Video-Botschaft im Netz. Ob Palm nur schlecht informiert ist, oder einfach alles was nicht sein darf ausblendet, weiß augenscheinlich nur er selber. So jedenfalls, erscheint er als notorischer Ignorant.

Das Präsentieren der Westergaard Karikaturen durch die Vorstandsmitglieder Tony Xaver Fiedler und Christopher von Mengersen wurde vom Pro NRW-Vize ebenso mitgetragen, wie die Aufnahme des ehemaligen JN (NPD) Mitglieds Dittmer und anderer Rechtsextremisten der NPD in die Partei und den Pro-Vorstand. Pro NRW, Die Rechte, gewaltbereite Hooligans u. Ä., also ein Extrakt von Rechtsextremisten sind für Dittmer augenscheinlich die „treuen“ Überbleibsel der Pegida-Fake-Veranstaltung von Pro NRW. Die Affäre Dominik Roeseler einmal außen vor gelassen.

All dies scheint der ehemalige Polizist nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen. Im Gegenteil, Palm schwafelt in seinem Artikel weiter von der angeblichen „Bürger- und Grundgesetz Partei PRO NRW!“, trägt als Beweis gerne ein Taschenbüchlein des Grundgesetzes mit sich.

In der Urteilbegründung (Juli 2014) zur Entfernung des Polizeihauptkommissars Wolfgang Palm (Aachen) aus dem Beamtenverhältnis stellte das Gericht heraus, dass der Beamte (Palm) sich nicht von der Partei Pro NRW distanziert habe obwohl der Verfassungsschutzbericht die Partei als “verfassungsfeindliche Bestrebung” gekennzeichnet habe.

Jetzt hat Palm Zeit, seinen Nonsens im Artikel „Karneval in Angst“ gerade zu ziehen und sich von Dittmer´s Aufforderungen zu distanzieren. Auf eine plausible Erklärung des ex. Kriminalhauptkommissars wird man wohl vergeblich hoffen.

Ihr Ronald Micklich

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