Wuppertal: Groß-Demo mit Salafisten – Pegida – HoGeSa und Bündnis gegen Nazis

Salafisten-Demo 08.02.2014 in Mönchengladbach

Salafisten-Demo 08.02.2014 in Mönchengladbach

Groß-Demo
Morgen, am Samstag dem 14.03.2015 wird es in Wuppertal einen Demo-Tag geben, der rund um den Hauptbahnhof für ein Verkehrschaos sorgen wird. Von 10 bis 18 Uhr wird der östliche Teil der Elberfelder Innenstadt etwa vom Neuenteich bis zum Haspel für den Verkehr gesperrt. Die Polizei baut Sperrgitter auf, innerhalb derer die 2000 erwarteten Teilnehmer der Pegida-Demonstration ab 15 Uhr von der Kluse aus über die B 7, die Morianstraße, Kipdorf, Hofkamp und zurück zur Kluse ziehen (siehe Grafik).

Pegida
Der Anmelder der Pegida-Demo, Marco Carta Probach aus Dortmund, rief per Facebook zu einer „Generalmobilmachung“ und zu einem „Spaziergang“ rund um die Salafisten-Demo auf. Pegida erwartet auf dem Neumarkt bis zu 2000 Demonstranten aus ganz Deutschland.

Als Redner bei Pegida sollen unter anderem der Dresdner Pegida-Chef Lutz Bachmann und der Vorsitzende der rechten Kleinpartei „Die Freiheit“, Michael Stürzenberger, auftreten.

Salafisten
Die Salafisten mit Sven Lau und Pierre Vogel, erwartet werden ca. 400 Salafisten, halten ihre Veranstaltung auf dem Willy-Brandt-Platz ab, wo genügend Polizisten vor Ort sein werden.

Bündnis gegen Nazis
Die Gegner von „Rechts und Religionsfanatismus“ treffen sich unterdessen um 13.30 Uhr bis 18 Uhr auf dem Kirchplatz und brauchen auch polizeiliche Betreuung. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich im Bündnis gegen Nazis auch gewaltbereite Autonome verstecken. Erwartet werden auch hier ca. 600 Demonstranten.

Hooligans
Die beiden Hool-Vereinigungen „Gemeinsam Stark Deutschland“ (GSD) und „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) wollen am Samstagnachmittag bei der Pegida-Demonstration ebenfalls mitmischen (ab 12:00 Uhr). So wollen augenscheinlich mehrere hundert Hooligans nach Wuppertal reisen. Eine der Vereinigung „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) nahe stehende Gruppe hat eine in Thüringen geplante Kundgebung kurzfristig abgesagt, offenbar, um möglichst viele Gewaltbereite nach Nordrhein-Westfalen zu schicken. HoGeSa plant offenbar vorab einen eigenen Demozug.

Extreme Rechte und Pro NRW
Angesagt haben sich zu der Veranstaltung auch Teilnehmer extrem rechter Parteien. So kündigt auch der Anführer der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem und verfassungsfeindlich bezeichneten Splitterpartei, Markus Beisicht, die Unterstützung von Pro NRW bei dieser Demo an.

Befremdet zeigte sich Beisicht allerdings über den nach seiner Auffassung „selbsternannten Abendlandretter, Marco Carta Brobach, der im Namen von PEGIDA NRW erklären lässt, dass zur Pegida-Demonstration am Samstag in Wuppertal die „wirren Gestalten“ von PRO NRW nicht willkommen sind. Ob der selbsternannte „honorige Rechtsanwalt aus Opladen“ wegen der „Unerwünschtheit“ der „wirren Gestalten“ von PRO NRW nun beleidigt ist, ist nicht bekannt.

Verwirrend sind auch die Einträge auf der Facebook-Seite von Jörg Uckermann. So wird angekündigt, Uckermann würde als Redner bei Pegida auftreten. Uckermann kommentiert auf seiner eigenen Seite den Eintrag wie folgt: „Das Volk ist der Chef! Und das sollten wir Morgen zeigen! 10.000 Teilnehmer sind möglich!“ Mittlerweile dürfte Uckermanns freudige Erregung in eine Depression umgeschlagen sein; wie in einer unbestätigten Meldung zu erfahren war, darf der ehemalige Lautsprecher von Pro NRW / Köln in Wuppertal nicht ans Mikrofon.

Umfassende Informationen finden Sie in der WDR Mediathek Lokalzeit – Bergisches Land (13.03.2015)

Ihr Ronald Micklich

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