Nachlese: Dügida Düsseldorf und Pegida Wuppertal

Screenshot Twitter: Karakus (Pro NRW) mit Mikro

Screenshot Twitter: Karakus (Pro NRW) mit Mikro

Dügida
Bei der bisher immer Montags stattfindenden Pegida Fake-Demo von Pro NRW in Düsseldorf, sind gestern Abend nur noch wenige der Rechtsextremisten auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Polizei kamen knapp 60 Anhänger der rechtsextremen Dügida, vorwiegend bestehend aus NPD´lern, Hooligans und Pro´lern. Bei den Gegendemonstranten waren es weniger als 500 Personen die sich größtenteils aus dem Umfeld von DSSQ rekrutierten.

Neue Versammlungsleiterin
Als neue Anmelderin hat sich die 37 jährige Katja Karakus aus Bergisch Gladbach bei der Demo vorgestellt. Karakus ist Beisitzern im Vorstand der Bürgerbewegung PRO NRW und Vorsitzende des Kreisverbands Rhein-Berg. Insiderinformationen zur Folge gilt Karakus als Vertraute von Markus Beisicht und soll sich des Öfteren in dessen Kanzlei aufhalten. Ob Sie dort mit Kanzleiarbeiten betraut ist, ist unklar. Bei der vergangenen Vorstandsneuwahl kandidierte Sie als Geschäftsführerin, unterlag aber in einer Kampfabstimmung dem Bonner Kreisvorsitzenden, Detlev Schwarz.

Pegida Wuppertal
Zu der Gegendemonstration von Pegida gegen den Auftritt der Salafisten um Pierre Vogel und Sven Lau hat die Presse ausführlich berichtet. Dennoch erscheint uns ein Hinweis aus den sozialen Medien als nicht unerheblich.

Um 13.33 Uhr gibt es einen Eintrag bei Twitter unter dem #mwtal: „Hofaue gesperrt. Pegida darf lt. Bullen nicht laufen.“ Woher konnten die Polizeibeamten dies zu diesem Zeitpunkt schon wissen? War das Verbot des Spaziergangs tatsächlich abgemachte Sache?

Kommentar
Die Anmelder, Versammlungsleiter oder Initiatoren von HoGeSa, die in Köln, Bonn, Duisburg und Düsseldorf ihre menschenverachtenden Auftritte inszenierten, stammen fast alle aus dem Vorstand von Pro NRW. Dominik Roeseler (stellvertretender Landesvorsitzender), Melanie Dittmer (Beisitzerin), Sebastian Nobile (ehemaliges Mitglied) und jetzt auch Katja Karakus (Beisitzerin im Vorstand und Kreisvorsitzende Rhein Berg). Selbst die Unterstützer vor Ort stammen z. T. aus dem Vorstand. So etwa Tony Xaver Fiedler(Generalsekretär) und Christopher von Mengersen (Schriftführer). Wie berichtet wird, soll der Aachener Pro NRW-Kreisverbands-Beisitzer Dominik Lüth am Montag in Düsseldorf, nur noch mit PKW ausgestattet, für die Beschallung zuständig gewesen sein.

Frau Karakus kandidierte bei den letzten Kommunalwahlen in Bergisch Gladbach. Zu einem Mandatsplatz reichte es natürlich nicht. Ob sich die Pro NRW Funktionärin darüber im Klaren ist, welche Folgen ihr Auftritt mit den rechtsextremistischen und vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichneten Rechtsradikalen in Düsseldorf aus politischer aber auch privater Sicht haben kann, ist nicht bekannt. Die Bezeichnung „verbrannt“ oder „verheizt“ sollte durchaus überlegt werden….., sie ist nicht der/die Erste.

Mit dem Narrensaum der NPD, Hooligans und anderen Rechtsradikalen will der Opladener Rechtsanwalt nichts zu tun haben …. sagt er. Eigentümlich ist nur, dass er die Aktivitäten seiner Vorstandsmitglieder offensichtlich nicht mitbekommt. Sonst würde der selbsternannte honorige Rechtsanwalt, (der Anfang Oktober 2014 verurteilt wurde, dass Oberlandesgericht (OLG) hatte die Revision des ehemaligen Pro- Köln-Vorsitzenden Markus Beisicht verworfen. Der rechtsextreme Politiker ist nun rechtskräftig wegen Beleidigung des Grünen-Bundestagsabgeordneten Volker Beck verurteilt), sicherlich sein Veto eingelegt haben, oder?

Ihr Ronald Micklich

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