Pro NRW-Vize Dominik Roeseler lädt zur Hooligan-Demo am 02.05.2015 nach Erfurt ein

Screenshot Facebook-Einladung. Zum Vergrößern ins Bild klicken!

Screenshot Facebook-Einladung. Zum Vergrößern ins Bild klicken!

Mobilmachung Zu der am 02.05.2015 um 14:00 Uhr in Erfurt stattfindenden Hooligan-Nachfolgegemeinschaft „Gemeinsam stark Deutschland“ (GSD) – Demo, lädt der auf deren Netzpräsenz als Pressesprecher bezeichnete Dominik Roeseler seine Facebook-Gemeinde ein. Adressiert ist die Einladung wie oben im Bild zu sehen an 3679 Personen. Folgt man dem hinterlegten Link, findet man das „Mobilisierungsvideo für Erfurt“. Für Heimat, Freiheit, Tradition – gegen Islamisierung, Asylmissbrauch und dieses korrupte System gekaufter Politiker sowie deren „Lügenpresse“ und natürlich Roeselers kurzer Video-Verbal-Erguss wird hier postuliert.

Knapp bei Kasse Unter der Überschrift „Ohne Moos nix los!“, schnorren die Veranstalter um eine Geldspende. „Alle Mitglieder der Orga arbeiten ehrenamtlich und investieren ihre Zeit. Aber LKW (Bühne), Soundanlage, Flyer, Gerichtskosten usw. kosten Geld“, ist die Argumentation hierfür.

Pro NRW-Vize Roeseler für GSD aktiv
Nicht nur als Teilnehmer an der geplanten Erfurter Demo, sondern zumindest auch als aktiver Unterstützer ist Dominik Roeseler, stellvertretender Vorsitzender der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem und verfassungsfeindlich bezeichneten Splitterpartei Pro NRW, wieder mittenmang dabei. Offensichtlich schert er sich einen feuchten Kehricht um den Vorstandsbeschluss vom 03.11.2014. Dort heißt es:

“Der Gesamtvorstand der Bürgerbewegung PRO NRW hat gestern in Leverkusen in großer Geschlossenheit mehrere wegweisende Beschlüsse gefasst. Einhellig verurteilten die Vorstandsmitglieder jegliche Zusammenarbeit mit gewaltbereiten Hooligans und Neonazis. Explizit lehnt die Bürgerbewegung PRO NRW laut einstimmigen Vorstandsbeschluss auch jede Zusammenarbeit mit den “Hooligans gegen Salafisten”, genannt Hogesa, und möglichen Nachfolgeorganisationen ab.“

“Der Vorstand hat auch einstimmig beschlossen, dass für Abweichler von dieser Linie kein Platz ist in unserer Bürgerbewegung. Diese Beschlüsse werden im Bedarfsfall auch unmittelbar und uneingeschränkt zur Anwendung kommen.“

“Darüber hinaus wertete der Vorstand die eigenmächtige Anmeldung der Kölner Demonstration am 26. Oktober durch den stellvertretenden Vorsitzenden Dominik Roeseler als grob parteischädigend und sprach auf Antrag des stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Palm als Parteiordnungsmaßnahme eine scharfe Rüge aus. In einem vergleichbaren Wiederholungsfall würde laut gestrigem Vorstandsbeschluss ein unmittelbarer Parteiausschluss erfolgen.”

Kommentar Der Anführer von Pro NRW, der Opladener Rechtsanwalt Markus Beisicht, will offensichtlich den auch mit seiner Stimme gefassten Beschluss nicht durchsetzen. Die Sachlage ist glasklar, doch Beisicht sperrt sich weiter und verschleppt den Ausschluss von Roeseler, so ein Insider. Zeit schinden scheint das Motto. Mit Roeseler könnte er eventuell einen weiteren Adlatus verlieren, wodurch sich die Stimmenmehrheit im Vorstand weiter zu seinen Ungunsten verschieben würde.

Bedauerlich ist nur, dass die Befürworter eines Parteiausschlusses von Roeseler, sich vom Imperator Beisicht so gängeln lassen. Leider gibt es augenscheinlich keine Parteikameraden die genügend Rückgrat haben, um sich dem mehr und mehr machtverlustigen Befehlshaber der Splitterpartei energisch in den Weg zu stellen.

Wer soll diesem unfähigen Haufen von Funktionären bei den kommenden Wahlen noch die Stimme geben. Da gibt es sicher andere „rechts der Mitte operierende Parteien“, die nicht vom Verfassungsschutz beobachtet werden und eine dem kritischen Wähler passende Politik betreiben, deren politische Inhalte mehr als nur ständige Hetze gegen Asylanten und Muslime sind.

Ihr Ronald Micklich

Kommentare sind geschlossen.