Markus Beisicht und seine selbsternannte, betont grundgesetzkonforme Minipartei Pro NRW, versinkt im braunen Sumpf

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Monotone Daueransage
„PRO NRW ist und bleibt eine freiheitliche, betont grundgesetzkonforme Plattform, die nur in einem Punkt radikal ist, und zwar in der Abwehr jeder Form des Extremismus“ weiß der Anführer der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich bezeichneten Sekte gebetsmühlenartig jederzeit herunter zu leiern. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Christopher von Mengersen, der selbsternannte Rechtsdemokrat
Mit Gehrock, Stehkragen und Juchtenstiefeln präsentiert sich der selbsternannte Rechtsdemokrat in den sozialen Medien. So findet er sich offensichtlich unwiderstehlich, wenn er sich in Landherrenart auf der Bonner Rathaustreppe ablichten lässt, hier wo ja irgendwo auch „sein Büro“ sein soll.

Deutsches Reich
Seiner Vorliebe zum „Deutschen Reich“ verleiht der Adelspross auf seiner Facebook-Seite mit den Worten „Ach ja, die gute alte Zeit…“ Ausdruck. Das wäre ja nicht weiter bemerkenswert, ginge es hierbei nicht um die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 15. Januar 1919. Das hierbei auch über 100 Aufständische und eine unbekannte Zahl von unbeteiligten Zivilisten, die sich vor Ort befanden, ermordet wurden, der Preußischen Landtag bezifferte die Zahl der Todesopfer später auf 156, ist für den Freiherrn „die gute alte Zeit“, der er offensichtlich nachtrauert. Ein Video in dem auch das Gemetzel zu sehen ist liefert der Freiherr natürlich mit.

Vaterländische Front
Bei Facebook gibt es eine geheime Gruppe, die an eine spezielle Zukunft der Deutschen glaubt und unter dem Namen „Vaterländische Front“ zu finden ist. Als Mitglied wird auf dieser Seite auch der Bonner Nachrücke-Politiker Christopher von Mengersen geführt, in passender Gesellschaft mit z.B. Udo Voigt. Voigt ist ein deutscher Politiker und Neonazi. Er war von 1996 bis 2011 Parteivorsitzender der vom Bundesamt für Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften NPD. Seit 2014 ist er Mitglied des Europäischen Parlaments. Weitere bekannte extreme Politiker befinden sich in dieser Gruppe. Auch hier findet Mengersen die gute alte Zeit wieder und kann sich an Uniformen, Fahnen und martialischem Säbelrasseln erfreuen.

Nein zur BRD, Ja zum Deutschen Reich
Wenig erstaunlich dürfte sein, dass der letzte Dügida Auftritt on Mengersen am 13.04.2015 im Video von nogocologne, einer offensichtlich von Pro NRW gesteuerten Plattform, bei Youtube zu sehen ist. Auch bei deutschelobby wird die Ansprache präsentiert, gemeinsam mit der Rede von Ariane Meise, der stellvertretenden Landesvorsitzenden der NRW-NPD. Und dies alles unter der Überschrift „ Nein zur BRD, Ja zum Deutschen Reich“.

Schulterschluss mit anderen Rechtsextremisten
Die Verbindungen zu anderen als verfassungsfeindlich bezeichneten Organisationen, wie Kameradschaften, Die Rechte, NPD usw. werden immer deutlicher. Hier möchte ich nicht ausführlicher werden, eine ausgezeichnete Zusammenfassung finden Sie hier.

Unser heutiges Titelbild bedarf keines weiteren Kommentars. Es sind die von Beisicht früher als „Narrensaum“ bezeichneten Rechtsextremisten der NPD, mit denen sich „der wohl mutigste Politiker Europas“ heute zwanglos austauscht. Wer will ihm den sonst noch zuhören? Die bei Pro NRW ausgetretenen ehemaligen Spitzenfunktionäre jedenfalls nicht. Denn die bezeichnen den von Markus Beisicht gedeckten Kurswechsel der Bürgerbewegten als einen in Richtung „krawall-fixierten NPD 2.0“ gehenden Rechtsruck.

Ihr Ronald Micklich

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