Pro NRW-Generalsekretär Tony Xaver Fiedler – zwischen den Mühlsteinen politischer und bürgerlicher Zukunft?

Kundgebung von "Pro Deutschland" am 18. August 2012

Tony Xaver Fiedler bei der Pro Deutschland Demo am 18.08.2012 in Berlin

Politische Vita (wichtige Stationen)
Tony Xaver Fiedler, der 1989 in Ilmenau geborene Sohn von Frank und Andrea Kuschel hat eine rechtslastige, politische Vergangenheit bei den Republikanern (2007 – 2009) und der damaligen DVU (2009). Fiedler ist Mitglied in den rechtsextremistischen Vereinigungen Pro NRW (ab 2010) / Köln (ab 2012). Vom 04. Juni 2012 bis zu seiner fristlosen Kündigung zum 31.05.2014 war Herr Fiedler als Referent für die Fraktion Pro Köln tätig und ist bei der Kommunalwahl 2014 in die Bezirksvertretung Köln-Kalk gewählt worden. Die pro Köln-Mitgliedschaft von Fiedler wurde im Mai 2015 vom pro Köln-Vorstand aufgehoben.

Bei der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich bezeichneten Splitterpartei Pro NRW, bemüht sich Tony Xaver Fiedler seit Dezember 2014 als Generalsekretär.

Stressreiche Aufgaben
Tony Xaver Fiedler scheint sich für eine unsichere Zukunft mit Pro NRW entschieden zu haben. Pro Köln berichtet: „… Außerdem beschloss dieses PRO-NRW-Rumpfpräsidium dann auch noch, in Konkurrenz zu PRO KÖLN in Kürze einen eigenen PRO-NRW-Kreisverband in Köln zu gründen“, Tony Xaver Fiedler soll mit der Durchführung und Organisation dieser Neugründung beauftragt zu sein. Dazu folgt zeitnah eine weitere Info.

„PRO NRW wird ein nicht zu unterschätzender Faktor in der nordrhein-westfälischen Landespolitik bleiben“, fantasiert Markus Beisicht in einem Artikel mit der Überschrift: „Jetzt hilft nur noch PRO NRW!“ und Fiedler schreibt diesen Blödsinn auch noch. Wo bitte ist Pro NRW in der NRW-Landespolitik ein Faktor?

Laut Fiedler soll der Verbandsaufbau in NRW voran schreiten. Dabei träumt Fiedler von neuen Kreisverbänden in den gerade pulverisierten Regionen Aachen und Bonn. Auch in Düsseldorf und Oberhausen, Bottrop, Hagen, Mülheim an der Ruhr sowie im Märkischen Kreis und Siegen soll es Mitgliederversammlungen mit dem Ziel neuer Kreisverbandsgründungen geben, wobei der Augenmerk auch auf Düsseldorf gerichtet sei.

Pro NRW erodiert zunehmend
Ein Feedback der Informanten aus den Regionen zeichnet ein anderes Bild. Der Anführer der Bürgerbewegten Markus Beisicht und sein General dürften vergebens versuchen das Mitgliederpotenzial auf dem Stand vom Dezember 2014 zu halten.

So schreibt der Vorsitzende von pro Köln, Michael Gabel, auf seiner Internetpräsenz: „Sämtliche noch verbliebenen Doppelmitglieder im PRO-KÖLN-Vorstand sind aus PRO NRW ausgetreten. Ebenso bereits Dutzende PRO-NRW-Mitglieder und Funktionäre außerhalb von Köln. Ganze Kreisverbände und zahlreiche Mitglieder werden wohl noch folgen. Wir wissen aus der PRO-KÖLN-Mitgliedschaft, dass die meisten der verbliebenen Doppelmitglieder in Kürze wohl ebenso noch aus PRO NRW austreten werden.“

Diese Aussagen decken sich mit den Informationen, die aus den verschiedensten Kanälen bei der Bergischen Stimme eintreffen.

Zukunftsaussichten
Tony Xaver Fiedler schleppt schwere Entscheidungen mit sich herum. Mit seinen Vorstandskameraden soll Fiedler angeblich nicht mehr richtig harmonieren. Offensichtlich ist ihm auch die Unvereinbarkeit zwischen politischer Arbeit für die rechtsextreme und vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichnete Splitterpartei Pro NRW auf der einen, und einem bürgerlichen Leben auf der anderen Seite bewusst geworden.

Bleibt er bei Pro NRW könnte dies seine Zukunft gravierend negativ beeinflussen. Da die Kasse der Partei augenscheinlich mehr als leer sein soll, dürfte sich Fiedler über die finanzielle Leistungsfähigkeit der Partei ihm gegenüber vollkommen im Klaren sein. Der finanzielle Blackout dürfte 2017 ins Haus stehen wenn die 1% Grenze bei der anstehenden Landtagswahl nicht erreicht wird und Beisicht aus der Parteienfinanzierung kippt.

Für ein Studium hätte er voraussichtlich weder die notwendige Zeit noch die Mittel. Eine schöne Wohnung mit den Annehmlichkeiten, die ein junger Mann für die Gründung einer eigenen Familie benötigt, bleibt utopisch. Die Wertschätzung bei dem größten Teil der Gesellschaft, ihm gegenüber, tendiert gegen Null. Die Berufsaussichten sind minimal. Jeder Personalchef googelt den Namen des Bewerbers. Bei Tony Xaver Fiedler finde die Suchmaschine in 0,46 Sekunden 22 600 Einträge. Schon bei Sichtung der ersten Seite dürfte die Bewerbungsmappe im Papierkorb landen.

So findet man sich schneller bei denjenigen wieder, gegen die einst gehetzt wurde … den Menschen die von der Solidargemeinschaft leben, ohne Aussicht auf ein schönes Auto, eine glückliche Familie einen jährlichen Urlaub. Höchstens die Grundbedürfnisse lassen sich damit befriedigen. Von einer Selbstverwirklichung ist Tony Xaver Fiedler so weit entfernt, wie Pro NRW von einem Einzug in den Landtag.

Halt … es gibt eine Möglichkeit doch noch die Kurve zu kriegen. Ein Aussteiger-Programm wie zum Beispiel Exit kann helfen, diese schwierige Situation zu umschiffen und sich mit deren Hilfe für ein bürgerliches Leben zu präparieren. Denken Sie dabei einmal an Alexander K. oder Andreas M.

Wenn Fiedler diese Chance nutzen würde, wäre zwar ein weiterer indirekter Informant verloren, dies wär aber zu verkraften, da diese Quelle unmittelbar durch andere Gewährsleute kompensiert werden könnte.

Ihr Ronald Micklich

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