Pro NRW oder Pro Deutschland – Ehemalige Pro NRW´ler orientieren sich neu – hat Beisicht fertig? –

Tritt_rechts_in_die_ScheißeManfred Rouhs (PD) sammelt ein
Unter der Überschrift „Mandatsträger verstärken pro Deutschland“, ist auf der Internetseite von Pro Deutschland (PD) zu lesen, dass mehrere Ratsmitglieder und Bezirksvertreter aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen künftig die Bürgerbewegung pro Deutschland verstärken werden. Hierbei soll es sich um das langjährige Hagener Ratsmitglied Wolfgang Schulz handeln, der mit zahlreichen örtlichen Aktivisten der Bürgerbewegung pro Deutschland beigetreten sein soll.

Aber auch die Leverkusener Bezirksvertreterin Maria Demann und der Bonner Bezirksvertreter Detlev Schwarz werden ihre Mandate künftig für pro Deutschland ausüben. „Verbunden sind diese Eintritte profilierter Kommunalpolitiker mit weiteren Neuaufnahmen aus dem ganzen Rheinland. Zusätzlich befinden sich zahlreiche weitere kommunale Mandatsträger und ganze politische Freundeskreise aus Nordrhein-Westfalen in Eintrittsverhandlungen mit pro Deutschland“ weiß Manfred Rouhs, Vorsitzender von PD zu berichten.

Diesem Trend folgend, soll es in Kürze auch weitere Kreisverbandsgründungen in Nordrhein-Westfalen geben.

Claudia Bötte (Beisitzer) verlässt Vorstandsposten
Ohne weitere Worte:

Sehr geehrte (Ex)-Vorstandskollegen, weniger geehrte Satzungsputschisten,

der 14. Mai dieses Jahres mit seiner „Präsidiumssitzung“, an dem verdiente Mitglieder aus der Partei geekelt worden sind, wird sicher noch lange als negatives, der innerparteilichen Demokratie hohnsprechendes Fanal der Bürgerbewegung PRO NRW in Erinnerung bleiben, als ein Tag der Schande und gewiss auch als ein Tag des größten Pyrrhussieges aller Zeiten.

Dass sich die wenigen verbliebenen Vorstandsmitglieder, realiter also der Vorsitzende und seine fünf Freunde, angemaßt haben, zu einer bizarren Alibi-Veranstaltung nach Essen einzuladen, spricht ebenfalls für sich. Daran zu glauben, diesseits würde dem Zinnober nun durch Anwesenheit Ehrerbietung erwiesen, ist ein Trugschluss. Es mögen dem Herrn Vorsitzenden – gerade in Essen – andere die Stange halten. Kurzum: Als Erstmaßnahme können die Satzungsputschisten mich aus ihrem „Vorstand“ streichen, denn auf obskur-lächerliche Alibi-Veranstaltungen habe ich keinen Bock. Sie können sich hierbei weiterer niederträchtiger Satzungstricks bedienen und postdemokratische Strukturen zementieren oder auch nicht, es ist mir schlicht egal!

Diese Information erreichte die Bergische Stimme aus verschiedenen Quellen. Unterschrieben war obiger Text mit Claudia Bötte.

Pro NRW will Kreisverband in Köln gründen
Am 27.05.2015 fabulierte der Generalsekretar der Bürgerbewegten, Tony Xaver Fiedler, auf der Propagandaseite unter der Überschrift Verbandsaufbau schreitet voran: Besonderes Augenmerk liegt auf den beiden Rhein-Metropolen Düsseldorf und Köln. Hier wird es in Kürze Mitgliederversammlungen geben, bei denen neue Kreisverbände gegründet werden.“

Dies will Tony Xaver Fiedler offensichtlich auch umsetzen. So liegt dem Gastwirt der Gaststätte Haus Müller in 51105 Köln, Rolshover Str. 159, Tel. 0221/8301883, für kommenden Freitag dem 12. Juni 2015 ab 19:00 Uhr eine Reservierung durch Fiedler vor. Hier soll möglicherweise die angekündigte Neugründung eines Kreisverbandes Pro NRW – KV Köln durchgeführt werden.

Aus internen Kreisen wurde kolportiert, die Veranstaltung wäre abgesagt. Eine Nachfrage bei dem Gastwirt ergab aber, dass die Reservierung nicht storniert wäre. Soll mit diesem Verwirrspiel etwa abgelenkt werden?, oder bekommen die Rechtsextremisten tatsächlich noch nicht einmal die Notwendigen Gründungsmitglieder zusammen, da Fiedler ja seinen „Lebensmittelpunkt“ als neu gewählter Kreisvorsitzender nach Bonn verlegt haben soll.

Kommentar
Der Verbandsaufbau schreitet voran, nicht beim Anführer der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich bezeichneten Mini-Partei Pro NRW, sondern augenscheinlich bei Pro Deutschland, wohin gerade eine immense Abwanderung von enttäuschten, bei Pro NRW ausgetretenen Führungsfunktionären mit ihren Anhängern stattfindet.

Der politische Absturz des einstigen „Alleinherrschers“, Rechtsanwalt Markus Beisicht aus Leverkusen-Opladen scheint nicht mehr aufzuhalten. Der Übertritt von Beisichts ehemaligem Leistungsträger, Maria Demann, zu Pro Deutschland, unter Mitnahme ihres Bezirksvertreter-Mandats soll Beispiel für Beisichts desaströse Lage sein. Da hilft auch keine wackelige Vorstandsneugründung mit pompöser Ankündigung eines Oberbürgermeister-Kandidaten, der bei der Wahl in Bonn noch nicht einmal anwesend gewesen sein soll. Diese Nominierung wird sicher zur gegebenen Zeit einer Überprüfung durch den Wahlleiter standhalten müssen.

So langsam wird es dunkel bei Pro NRW. Besonderen Ärger könnte aber Beisichts Lakai Fiedler bekommen. Mit seinem Wohnort der letzten Monate beschäftigt sich offenbar die Verwaltung von Köln-Kalk. Als Mitglied der Bezirksvertretung bekommt Fiedler eine Aufwandsentschädigung. Der Hauptwohnsitz sollte dabei Köln sein. Trifft dies für die vergangenen Monate zu? Muss Fiedler möglicherweise erhaltene Gelder zurückzahlen? Die Pro-Kasse scheint leer. Es scheint auch für Fiedler finanziell eng zu werden. Spötter fragen schon, ob als mögliche Unterstützung der Erwerb einer Bezugskarte für die Bonner Tafel sinnvoll wäre.

Ihr Ronald Micklich

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