Pro NRW: Roeselers Hagen-Demo – Intellektuelle Ausdünnung der Teilnehmer unübersehbar

Alte Kameraden/innen
Seit der Gründung von Pro NRW am 6. Februar 2007, standen hinter der Bezeichnung „Bürgerbewegung“, die im Parteinamen implementiert ist, illustre Menschen wie zum Beispiel Dr. Christoph Heger, Judith Wolter, Jörg Uckermann, Max und Gerald Branghofer, Thorsten Lange, Andreas Molau, Maria Demann, Markus Wiener, Thorsten Lind, Detlev Schwarz, Karel Schiele, Udo Schäfer, Gereon Breuer, Bernd Schöppe mit seinen Brüdern, Wolfgang Palm, Wolfgang Schulz, Dr. Otto Ernst, Gabriele Mathieu und viele Andere mehr.

Gemeinsamkeiten
Die oben genannten Personen sind kein Mitglied mehr in der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich bezeichneten Splitterpartei Pro NRW, unter ihrem Anführer Rechtsanwalt Markus Beisicht aus Leverkusen.

Bei ihren Demonstrationen gegen eine angebliche „Überfremdung“, gegen den Bau neuer Moscheen, gegen Asylanten usw. assoziierte zumindest das Äußere Auftreten der Probanden, den Begriff „Bürger“. Mit „Schlips und Kragen“ versehen und in ansprechender Kleidung steckend, waren die Funktionäre, Mandatsträger und Mitglieder auf den ersten Blick nicht als „Rechtsextremisten“ zu erkennen. Auch die Wortwahl bei den Sprachbeiträgen entsprach durchaus einem gebildetem Standard und driftete nur Temporär in die Gossen- oder auch Fäkalsprache ab.

Beisichts neue Hoffnungsträger
Augenscheinlich ist es für den Alleinherrscher Beisicht schwierig geworden, neue Mitglieder zu akquirieren. Als Beispiel für den intellektuellen Abwärtstrend bei der Auswahl der Funktionäre und dem damit verbundenen Niedergang der Partei, sei hier nur die Neubesetzung des Düsseldorfer Kreisvorstandes genannt (wir berichteten).

Bei der letzten Demo in Hagen, von Pro NRW-Parteivize Dominik Roeseler organisiert, wir deutlich, mit wem Beisicht jetzt seine Demos durchführt. Von den angeblich über 100 Teilnehmern war gerade einmal eine Handvoll Pro´ler auszumachen. Standard waren Roeseler selbst, der Landesschriftführer v. Mengersen, und Beisichts Adlatus, „Generalsekretär“ Tony Xaver Fiedler. Ins Rampenlicht stellte sich einmal mehr Sabine Twardokus, sachkundige Bürgerin aus Wuppertal und Thorsten Pohl, Ratsherr aus Remscheid.

Betrachten man den Rest der Demonstranten, zu denen unter Anderen eine Abordnung von „Die Rechte“ aus Wuppertal gehörte und auch „der Herner Rechtsradikale und HoGeSa-Organisator Andreas Kraul“, so VICE, gehört hat, sah man fast ausschließlich Hooligans, die durch ihr Aussehen und ihrer Wortwahl klar zu erkennen gaben, wo sie sozial in der Bürgerschaft einzuordnen sind. Hier finden Sie einen Bildbericht, der zu Beisichts neuen Demonstranten keine Fragen offen lässt.

Kommentar
Die neue Generation mit Tony Xaver Fiedler, v. Mengersen und Roeseler sollten den Aufbau von Pro NRW vorantreiben. Noch im Juni 2012 schwadronierte Fiedler: „Zunächst einmal möchte ich kurzfristig die ganzen neuen Mitglieder und Parteifreunde kennenlernen und schauen, wer wo seine Stärken und Schwächen hat. Und zudem will ich schauen, wo organisatorischen Schwerpunkte und Schwachstellen bestehen.“ Dann mal los Tony und Kumpel, bei den neuen Freunden gibt es genug zu analysieren, für eine seriöse Partei werden diese Hooligans wohl eher nicht zu gebrauchen sein, dafür habt ihr mit eurem Obergurru die Partei klassisch gegen die Wand gefahren.

So schreibt VICE in seinem Bildbericht (Auszüge) über Beisichts neue Demonstranten: „Der Großteil davon: sichtlich betrunkene „Hooligans gegen Salafisten“—nicht zu verwechseln mit „echten“, ausgewachsenen Hooligans“ und „Ohne Hooligans bekommt die selbsternannte „Bürgerbewegung Pro NRW“ außerdem immer weniger Menschen auf die Straße … Die leicht zu mobilisierenden Hooligans (und ein ganzer Haufen Leute, die sich für Hooligans halten) scheinen da eine gern gesehene Alternative zu den „besorgten Bürgern“ und besser gekleideten Rechtspopulisten zu sein.“

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Ihr Ronald Micklich

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